Vertreibung aus Ostpreußen – „Überleben war schwerer als Sterben” (Video)

https://i2.wp.com/img.shz.de/img/holsteinischer-courier/crop2080006/2484245584-cv3_4-h300/23-31956661.jpgErika Morgenstern erfuhr den Einfall der plündernden und mordenden sowjetischen Armee in ihre deutsche Heimat als Kind am eigenen Leibe. Im Alter von sechs Jahren wurde sie mit der grausamen Wirklichkeit des Krieges konfrontiert; zusammen mit Mutter und Schwester mußte sie aus Ostpreußen fliehen. Die letzten Monate im zerstörten Königsberg, die versuchte Flucht und die folgenden Jahre der Zwangsarbeit waren ein einziger Alptraum aus Kälte, Hunger, Krankheit, Erniedrigung und Todesangst. Erika erlebte entsetzliche Greuel an Deutschen. Diese Zeit markierte zugleich das Ende ihrer Kindheit, die im Paradies begann und in der Hölle endete.

Erika Morgenstern erfuhr den Einfall der plündernden und mordenden sowjetischen Armee in ihre deutsche Heimat als Kind am eigenen Leibe. Im Alter von sechs Jahren wurde sie mit der grausamen Wirklichkeit des Krieges konfrontiert; zusammen mit Mutter und Schwester mußte sie aus Ostpreußen fliehen. Die letzten Monate im zerstörten Königsberg, die versuchte Flucht und die folgenden Jahre der Zwangsarbeit waren ein einziger Alptraum aus Kälte, Hunger, Krankheit, Erniedrigung und Todesangst. Erika erlebte entsetzliche Greuel an Deutschen. Diese Zeit markierte zugleich das Ende ihrer Kindheit, die im Paradies begann und in der Hölle endete. Ihre Erinnerungen an ihre Kindheit in Ostpreußen, den Krieg und die Vertreibung beschrieb sie später in ihrem Buch „Überleben war schwerer als Sterben, Ostpreußen 1944–1948“.

In diesem Buch werden die Liebe zur Heimat und die Schönheit Ostpreußens eindrucksvoll beschrieben. Erika Morgenstern erinnert mit diesem Buch aber auch gleichzeitig an die Toten und an die Leiden der Überlebenden der damaligen Geschehnisse. Sie macht das Grauen von damals in diesem Buch anhand ihres Einzelschicksals erfahrbar.

“Auf der Rückseite des Einbandes schreibt der Verlag: ‘Dies ist die wohl erschütterndste Darstellung über die Vertreibung aus Nordostpreußen, die wir kennen.’

Diese Worte hatte ich gelesen, aber sie haben mich nicht auf etwas vorbereitet, das mich so sehr über alle Maßen entsetzte, daß ich nicht damit fertig werden kann. Ich dachte, ich bin abgebrüht, nachdem ich die Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen gelesen hatte – danach war ich regelrecht krank geworden.

Und nun dieses Buch! Ich war auf Greueltaten gefaßt gewesen, die, obwohl erwähnt, doch nur aus der Sicht eines Kindes gestreift wurden, welches zwar ‘genug gesehen’ hatte, die volle Bedeutung jedoch nur erahnen konnte. Ich dachte, auf meiner Seele sei inzwischen Hornhaut gewachsen. Nun, ich hatte mich gewaltig getäuscht. Der Schmerz und das Leid der ganzen Welt scheinen sich in diesem Kinderschicksal vereinigt zu haben. Beim Lesen dieses Buches wird es einem zur Gewißheit, daß es irgendwie doch eine höhere Macht geben muß, die dieses Kind zum Überleben bestimmt hatte. Ein Überleben, das so sehr viel schwerer als das Sterben war. Damit dieses Buch geschrieben werden konnte. Eine innige Liebeserklärung an Ostpreußen, dieses wundervolle Land, von dessen Einzigartigkeit wir Nicht-Ostpreußen ja keine Ahnung haben und das unsere ‘deutsche’ Regierung so leichtfertig verschenkt hat. Es ist ein Mahnmal für alle die grausam hingemordeten Menschen aus Königsberg und für die dort Vergessenen, Frauen und Kinder, für die das Leben außerhalb jeglicher Zivilisation, das Vegetieren in der Steinzeit und zur Sklavenarbeit benutzt, so unsagbar schwer war.

Es ist meine feste Überzeugung, daß noch nie ein Buch wie dieses geschrieben wurde und nie mehr ein solches geschrieben werden kann, das den Leser derart zwingt, die tiefe Seelenangst, Not und Verzweiflung mitzuerleben, um zuletzt fassungslos vor dem Scherbenhaufen einer verlorenen Kindheit zu stehen.

Immer wieder hatte ich beim Lesen den dringenden Wunsch, daß sich jemand fände, der dieses arme, zerbrochene Menschenkind in Liebe und Geborgenheit hüllte, um wiedergutzumachen und die Wunden zu pflegen für den Rest dieses geschundenen Lebens.

Man müßte dieses Buch auf dem Internet veröffentlichen, damit die Menschen in aller Welt lesen könnten, was sich damals in Ostpreußen abgespielt hat. Nicht nur war es ein Wunder, daß dieses Kind überlebt hat, es ist auch eine Verpflichtung für Deutsche, diese unbeschreiblichen Verbrechen an ihrem Volke in alle Welt hinauszuschreien. Das Internet wäre der Ort!”

(Aus dem Brief einer Leserin.)

Erika Morgenstern tritt ebenso in vielen Dokumentationen zum Thema Flucht und Vertreibung als einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen auf. Ein Gespräch mit der Königsbergerin:

Königsberg 1945 1/3

Königsberg 1945 2/3

Königsberg 1945 2/3

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