Was ist Propaganda?

Propaganda

(lat. propagare, „verbreiten, ausdehnen, fortpflanzen”) bezeichnet die bewusste bzw. gezielte politische Werbung sowie Beeinflussung von Anschauungen auf mündlichem, schriftlichem, elektronischem (z. B. Weltnetz) oder sonstigem Wege, um Ideen durchzusetzen oder Maßnahmen vorzubereiten oder zu begründen.

Zielgruppen von Propaganda sind meist bestimmte Völker bzw. Volksgruppen oder sonstige soziale Gruppen. Auch in Demokratien ist gezielt einseitige und verfälschte Darstellung von Informationen eine übliche, aber gerne verschwiegene Praxis.

In der katholischen Kirche versteht man unter dem Ausdruck „Propaganda“ die Aufgabe der Verbreitung des Glaubens, eine entsprechende Kardinalskongregation trägt deshalb diesen Namen (lat. Sacra Congregatio de Propaganda Fide), die Papst Gregor XV. 1622 in Rom gründete.


Arten


Die zu propagierenden Mitteilungen und die darauf aufbauenden Argumentationsketten sind auf die erwünschte Wirkung der Propagandamaßnahme ausgerichtet. Ausschlaggebend für einen Erfolg von Propaganda ist die geschickte Auswahl, Betonung oder Verharmlosung von Informationen bzw. Nachrichten und deren vorgegebene Interpretation. Dabei kommen der Wahrheit entsprechende (→ Weiße Propaganda), zweifelhafte (→ Graue Propaganda), aber auch falsche Informationen (→ Schwarze Propaganda) zur Anwendung. Gerade gezielte Falschinformationen bedürfen einer besonders fein abgestimmten Propaganda, wenn die auf ihnen aufbauenden Argumentationsketten in der angesprochenen sozialen Gruppierung weitgehend zu den erwünschten Verhaltensmustern führen sollen. Ein Beispiel dafür ist die Umerziehung in der deutschen Nachkriegszeit. Insbesondere bei Anwendung von grauer und schwarzer Propaganda werden die zu verändernden Anschauungen und Verhalten der Zielgruppe derart beeinflusst, möglichst ohne dass diese sich der Einwirkung der Propagandamaßnahme bewusst wird.


Wirkweise


Grundvoraussetzung zur Anwendung von Propagandamaßnahmen ist zunächst die möglichst weitgehende Erfassung des Ist-Zustandes bezüglich der soziologischen Verhaltensstrukturen der zu manipulierenden Zielgruppe sowie die relevanten politischen und historischen Fakten. Diese werden dann in Bezug auf die gewünschte Propagandawirkung (Soll-Wert) hin geprüft. Dabei ist eine konkrete Propagandastrategie zu erarbeiten, auf welche Art und Weise und Anwendung welcher Mittel (Argumentationsketten, Denkmustervorgaben, Instrumente, Maßnahmenkataloge u. ä.) dieser Soll-Wert bei der sozialen Zielgruppe erreicht werden kann. Propaganda beabsichtigt eine Anschauungsbeeinflussung der zu manipulierenden Subjekte mittels wiederholter Vermittlung weniger schlagwortartiger Leitsätze, jedoch in der Regel keine weitgehend neutrale, kritische Thematisierung und Überprüfung von propagierten Inhalten. Volksaufklärung ist üblicherweise kein Gegenstand einer Propaganda; erstere hat eine möglichst vielfältige Wissensvermittlung zum Ziel und will zur Überprüfung der Sachverhalte, Diskussion und kritischen Meinungsfindung in Bezug auf weitere Vorgehen anregen. Allerdings ist eine gelenkte Aufklärung durch Anwendung von Argumentationsketten mit Überbetonung, Verharmlosung und zielgerichteter Interpretation betreffender Argumente durchaus Gegenstand von Propaganda.

Propaganda ist nach wie vor ein wichtiges Instrument im politischen Kampf um Einfluss und Macht. In der BRD-Schein-Demokratie können z. B. über die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten Pseudodiskussionen über Themen angeschoben werden, obwohl die politischen Entscheidungen schon im Vorfeld von den Entscheidungsträgern längst getroffen wurden. Solche Pseudodiskussionen können die momentan vorherrschenden Anschauungen der Bevölkerung aufgreifen und beeinflussen. Über die Medienpolitik kann die Politik festlegen, was in welcher Weise propagiert werden soll.

Propaganda ist nicht immer erfolgreich, weil nicht alle Menschen fremde Anschauungen ungeprüft übernehmen bzw. übernehmen möchten. Die meisten tun es aber doch, so dass heute allgegenwärtige Propaganda die öffentliche Meinung weiterhin massiv manipulieren kann, freilich ohne dass sie sich als solche offenbaren will.


Bewertung


Gegenwärtige Anwender von Propaganda wollen ihre Absichten möglichst geheimhalten und achten darauf, dass ihre Maßnahmen der Zielgruppe (meist die öffentliche Masse) weitgehend unbewusst bleiben. Auf diese Weise kann die gewünschte Anschauungsmanipulation am ehesten gelingen. Für die Öffentlichkeit hat Propaganda einen negativen Unterton, u. a. weil der manipulative Charakter von Propaganda von einigen Menschen zumindest teilweise erkannt wird. Sie wird oftmals als „verfälschte Meinungsbildung“ interpretiert und nicht selten mit politischen Propagandamaßnahmen historischer autoritärer und totalitärer Regime in Verbindung gebracht. So thematisiert z. B. die BRD-Propaganda den Begriff Propaganda fast nur im historischen Zusammenhang mit dem Dritten Reich und teilweise auch der DDR, im Falle der Zeit des Nationalsozialismus in der Regel negativ im Sinne von Greuelpropaganda. Bis 1990 propagierten sich BRD und DDR gegenseitig negativ (siehe auch Kalter Krieg). Die BRD, als eine Modalität der Fremdherrschaft (Zitat von Carlo Schmid), betreibt freilich eine Propaganda, welche vorrangig den Interessen der alliierten Besatzer und nicht denen von Volk und Nation dient.

Propaganda kann für gute, für nützliche und wichtige Zwecke benutzt werden. Sie kann ein Volk aufrichten, ermutigen und Vertrauen geben. Falsche und hinterhältige Propaganda kann aber auch unwiderruflich ein Volk und seine Nation zerstören. Propaganda erregt Aufmerksamkeit, wirbt um Sympathie, nutzt Gefühle und gewinnt Anhänger. Sie ist Voraussetzung für jeden erfolgreichen Organisationsaufbau. Propaganda verstärkt Unzufriedenheit zur Rebellion und treibt diese voran zur Revolution. Propaganda ist stets vom Ziel her zu beurteilen, ihre einzige Rechtfertigung und Existenzberechtigung ist die Wirksamkeit und somit der Erfolg. Sie wirkt vor allem durch die öffentliche Rede und dann durch die technischen Propagandamedien. Ihre Grundsätze sind Einfachheit und ständige Wiederholung. Propaganda ist immer offensiv: Sie verteidigt nicht, sie greift an. 

Propaganda dient auch der Ablenkung des Volkes von der Beschäftigung mit wichtigen politischen oder geschichtlichen Sachverhalten. So finden bestimmte Themen mitunter eine übetriebene, verfälschte bzw. einseitige Berücksichtigung von seiten der gleichgeschalteten Massenmedien der BRD, während andere Sachverhalte untertrieben, verfälscht oder gar nicht thematisiert werden. Die Medien-Instrumentalisierung gerade bezüglich Sport und Unterhaltung ist wesentlicher Bestandteil der BRD-Propaganda seit Beginn der Umerziehung nach dem Zweiten Weltkrieg (→Kulturverfall). So ist es z. B. auch eine manipulative Propagandamaßnahme, wenn während einer Fußballweltmeisterschaft oder -europameisterschaft das vorübergehende Zeigen der Flagge Schwarz-Rot-Gold im Rahmen eines „kontrollierten Nationalismus“ geduldet wird. Die Maßnahme bewirkt bei den meisten Menschen, dass man nach Abschluss der Meisterschaften auch seine Nationalflagge wieder einzurollen hat; ansonsten könnte man leicht als Rechtsextremist diffamiert werden.


Ursprung der modernen Propaganda


Der Ursprung der modernen Propaganda liegt in Amerika und Großbritannien zur Zeit des Ersten Weltkrieges. In den VSA wurde 1916 während der Amtszeit von Woodrow Wilson die Creel-Kommissionins Leben gerufen, die unter Beteiligung von John Dewey, Walter Lippmann und dem neugegründeten britischen Propagandaministerium die Aufgabe hatte, das pazifistisch gestimmte amerikanische Volk gegen die Deutschen zu mobilisieren. Dies wurde ein großer Erfolg. Lippmann verfasste später eine Demokratie-Theorie, die besagt, dass das Volk im wesentlichen aus zwei Klassen bestehe. Einerseits aus der Klasse der Spezialisten, die aktiv mit den Angelegenheiten der Allgemeinheit betraut sind und die Entscheidungen treffen und andererseits aus der großen Mehrheit, die mangels eigenen Wissens zur Unterstützung der „vernünftigen“ Entscheidungen der “anerkannten” Spezialisten gebracht werden müsse. Untersucht wurde die Weltkriegspropaganda im wissenschaftlich-soziologischen Kontext einer allgemeinen Theorie der öffentlichen Meinung erstmals und grundlegend in der „Kritik der öffentlichen Meinung“ von Ferdinand Tönnies.

Aufgrund der im Ersten Weltkrieg mit Propaganda gemachten Erfahrungen haben die Nationalsozialisten extremen Wert auf deren Anwendung gelegt und sie unter dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels zu einer Perfektion gebracht:

„Wir haben ein Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda begründet. Diese beiden Titel drücken nicht dasselbe aus. Volksaufklärung ist im Wesen etwas Passives, Propaganda dagegen etwas Aktives. Wir können uns nicht damit begnügen, dem Volke nur zu sagen, was wir wollen und Aufklärung darüber zu geben, wie wir es machen. Wir müssen dieser Aufklärung vielmehr eine aktive Regierungspropaganda zur Seite stellen, eine Propaganda, die darauf hinzielt, Menschen zu gewinnen.“

Das Standardwerk der Nachkriegspropaganda ist „Propaganda“ des Amerikaners Edward Bernays, der schon Mitglied der Creel-Kommission war.


Techniken zur Erzeugung von Propaganda


  • massiver und gezielter Einsatz von Medien
  • Unterstützung durch Prominente oder durch Angehörige geeignet erscheinender Berufsgruppen
  • Aufrufe, sich der Mehrheit anzuschließen, weil die zu den Gewinnern gehören wird („Jeder macht mit“, „Alle machen mit“, „Der Sieg ist nah“)
  • Fatalisierung: pathetische Aussagen, die Naturgegebenheit, Unabwendbarkeit und Richtigkeit von Maßnahmen suggerieren („Der Euro kommt“ statt „Der Euro wird eingeführt“)
  • Überhöhung: pathetische Appelle an Vaterland, Freiheit, Frieden, Ehre, Ruhm, “unsere Sache” usw. und Verbindung von Personen oder Themen mit solchen positiv besetzen Wörtern
  • starke Vereinfachungen von komplexen Themen
  • vage oder mehrdeutige Aussagen (Erzeugung von Zweifeln bzw. Assoziationen)
  • Schuldzuweisungen, Diskreditierung von Gegnern, Präsentation von Sündenböcken
  • Die Behauptung, es sei der „Wille des Mannes auf der Straße“ – aber auch: Diskreditierung missliebiger Aussagen als Meinung „des einfachen Mannes auf der Straße“ oder gar verkürzt „der Straße“ oder „der Stammtische“
  • Erzeugung von Vorurteilen – aber auch: Deskreditierung mißliebiger Urteile als Vorurteil
  • ständige Wiederholung einfacher Aussagen (sogenannter „Slogans“)

Techniken der Propagandaverbreitung


Gebräuchliche Werkzeuge der Propaganda sind Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, politische Reden und Schriften (z. B. BRD-Regierungserklärungen, Zeitungen, politische Kommentare, Kolumnen und Weltnetz-Blogs, Bücher), Plakate, Filme, Musik, Kunst u. a. Die Lehrpläne von Schulen werden von der Propaganda instrumentalisiert (hier oft als Umschreibungen der Geschichte oder pseudowissenschaftliche Aussagen). Auch die Schleichwerbung in redaktionelle Beiträgen verschiedener Art (Presse, Fernsehen, im Spielfilm usw.) ist zu nennen. Durch die modernen Massenmedien kann die Propaganda schnell verbreitet werden.

Eine historische Technik der Propagandaverbreitung ist die Lithographie. Mit dem Steindruck ließen sich Flugblätter mit Karikatur und Spottversen schon für die Französische Revolution schnell herstellen. Nach der Oktoberrevolution entwarfen russische Avantgardekünstler Plakate, sogenannte Rosta-Fenster, zur massenhaften Verbreitung neuester Nachrichten und politischer Karikaturen.


Beispiele von Propagandamaßnahmen in der BRD


  • Umerziehung nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Dämonisierung von Begriffen und deren Missbrauch im Zusammenhang mit – positiv oder negativ besetzten – Propagandaparolen wie z. B. „Menschenwürde“/„Menschenrechte“, „Demokratie“, „Toleranz“, „Emanzipation“, „Rassismus“, „Rechtsextremismus“
  • hieran anschließend: andauernd propagierte Behauptungen, rechte oder allgemein volkstreue Parteien, wie z. B. die NPD, seien „rassistisch“ und „menschenverachtend“, wobei diese Begriffe ausschließlich im dämonisierten Sinne der BRD-Propaganda verwendet werden
  • Irreführung des Volkes im Zuge der angeblich für das deutsche Volk bedeutungsvollen Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • andauernd thematisierte sogenannte „Rassismus-Debatte“
  • wiederholt geäußerte irreführende Propagandaparole, die BRD sei „volkssouverän, selbstbestimmt, sozial und demokratisch“

Schwarze Propaganda ist eine Propaganda, welche als psychologische Waffe in Kriegen eingesetzt wird. Es handelt sich schlicht um eine nicht endende Flut von Greuelmärchen oder Schauergeschichten, die bewusst in Umlauf gebracht wird. Sie zielt darauf ab, den Gegner mit allen Mitteln zu verunsichern, zu beunruhigen, zu verwirren und herabzuwürdigen. Es werden dabei völlig abstruse Geschichten und Lügen über den Gegner, für die manipulierbare Masse weitgehend glaubhaft, verbreitet, selbst wenn sie unsinnig oder widersprüchlich erscheinen. Im Ersten Weltkrieg wurde den deutschen Soldaten nachgesagt, den Kindern ihrer Feinde die Hände abgehackt zu haben und ähnliches mehr. Im Gegensatz zur offiziellen „weißen“ Propaganda wurde die Herkunft der „schwarzen“ Propaganda geheimgehalten.

Während des Zweiten Weltkrieges war der englische Deutschenhasser Sefton Delmer wesentlich beteiligt an der Schwarzen Propaganda gegen Deutschland. Auch nach dem Kriegsende wirkt die Schwarze Propaganda im heutigen Deutschland fort, vor allem dadurch, dass den Deutschen immer wieder verschiedene Verbrechen und Völkermorde vorgeworfen werden, wobei vor allem die Medien großen Anteil daran haben. Daran lässt sich erkennen, dass auch Jahrzehnte nach dem Kriegsende die psychologische Kriegsführung gegen Deutschland noch nicht beendet ist.

“Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen. Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern, bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und diese selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie Englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.”

– Sefton Delmer nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm –

Metapedia


Propaganda – Hypnotisierte Massen und Bewußtseinskontrolle,  Teil 1 bis 4:


Jasinnas YouTube- und Alternativkanal:

https://www.youtube.com/user/Jasinna/featured

http://vimeo.com/jasinna

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