Zitate aus den Reden des Vertreibungs-Präsidenten Beneš und von tschechischen Politikern zum Umgang mit den Deutschen zu Kriegsende

In der Kriegszeit

Aus „Unser Kampf“, einem Memorandum von Oberstleutnant Kalla, dem Tschechoslowakischen Militärattaché in London, vom 18.Januar 1940, über die Ziele des Kampfes des tschechoslowakischen Widerstands:


Und trotzdem benötigen wir, dass in den Sudeten viel Blut fließt, und zwar aus zwei Gründen:

a) damit sich die Deutschen über Generationen daran erinnern, welche furchtbaren Folgen ihre Sünde hatte, die sie an der Tschechoslowakei und an Europa durch das Verursachen des Krieges begangen haben. Der Schrecken muss derart groß sein, dass er die Sudetendeutschen noch Jahrzehnte später in Angst versetzt,

b) damit die deutsche Minorität wirklich möglichst weitgehend dezimiert würde.

Quelle: Češi a sudetoněmecká otázka 1939–1945, Dokumenty, sestavila Jitka Vondrová, ÚMV Praha 1994, dokument č.17, str.41. (Die Tschechen und die sudetendeutsche Frage 1939 – 1945, Dokumente, zusammengestellt von Jitka Vondrová, Prag 1994, Dokument Nr.17, Seite 41.)


Dr. Edvard Beneš im Londoner Rundfunk am 27.10.1943:

Ich spreche zu euch, Freunde, mit Nachdruck, ernst und feierlich. Das Ende dieses Krieges wird bei uns geschrieben werden mit Blut. Es wird bei uns gekämpft werden wie überall auf dem europäischen Kontinent, und es wird den Deutschen erbarmungslos und vielfältig all das heimgezahlt werden, was sie seit 1938 in unseren Ländern verübt haben. Die ganze Nation wird in diesem Kampf eingebunden sein, es wird keinen Tschechoslowaken geben, der nicht mit Hand anlegt, und keinen Patrioten, der nicht eine gerechte Vergeltung üben würde für alles, was die Nation erleiden musste.

Quelle: Dr. Edvard Beneš, Šest let exilu a druhé světové války. Řeči, projevy a dokumenty z r. 1938–45, Orbis – Praha 1947, str. 220. Také otištěno v Edvard Beneš, Odsun Němců z Československa, Výbor z pamětí, projevů a dokumentů 1940 – 1947. Dita Praha 1996, 2000, str.121-123. (Dr. Edvard Beneš, Sechs Jahre im Exil und im zweiten Weltkrieg. Reden, Ansprachen und Dokumente aus den Jahren 1938 – 1945, Orbis – Prag 1947, Seite 220. Auch in Edvard Beneš, Abschub der Deutschen aus der Tschechoslowakei, Auswahl aus Erinnerungen, Reden und Dokumenten 1940 – 1947. Dita Prag 1996, 2002, S. 121-123.)


Dr. Edvard Beneš im Tschechoslowakischen Staatsrat in London am 3.2.1944:

Kurz, unser Widerstand und Umsturz in diesem Krieg wird und muss revolutionär und militärisch organisiert und gewaltsam sein, und wird und muss bei uns eine große Volksvergeltung und für Deutsche und für faschistische Gewalttäter ein wirklich blutiges und erbarmungsloses Ende bringen.

Quelle: Dr. Edvard Beneš, Šest let exilu a druhé světové války. Řeči, projevy a dokumenty z r. 1938-45, Orbis-Praha 1947, str. 393-394. (Dr. Edvard Beneš, Sechs Jahre im Exil und im zweiten Weltkrieg. Reden, Ansprachen und Dokumente aus den Jahren 1938 – 1945, Orbis – Prag 1947, Seiten 393-394.) www.go-east-mission.de, Go East Seite 2/5

General Sergej Ingr, der Befehlshaber der Tschechoslowakischen Streitkräfte, im Londoner Rundfunk am 3.11.1944: Diese oft zitierte Rede mit dem Aufruf zum Kampf gegen Deutsche unter dem alten Schlachtruf der Hussiten konnten wir trotz intensiver Bemühungen nicht durch Quellen (offensichtlich News Chronicle in London) belegen. Deswegen lassen wir das Zitat aus.


Bericht von Dr. Prokop Drtina, des politischen Sekretärs von Edvard Beneš, an die Heimat – Widerstandsgruppen, London 16.7.1944:

In der Frage unserer Deutschen gibt euch der Präsident zu dem, was er im Staatsrat sagte, noch folgende Erklärung: Die internationale Lösung dieser Frage hängt ab und wird noch viel abhängen von der Entwicklung der letzten Kriegsphase. Die Haltung zu den Deutschen und zu Deutschland, dazu, wie mit Deutschland nach dem Krieg umzugehen ist und damit auch dazu, was zu tun wäre mit unseren Deutschen, entwickelt sich in der ganzen öffentlichen Weltmeinung immer zum Besseren hin, so wie es unsere Nation braucht. Wir rechnen also mit der Möglichkeit des Transfers unserer deutschen Bevölkerung. Man kann heute nicht definitiv sagen, dass ganze drei Millionen Deutsche transferiert werden könnten aufgrund irgendwelcher internationalen Regelung. Auf diesem Wege wird es möglich sein, vielleicht nur einen Teil, womöglich maximal etwa zwei Millionen, loszuwerden, so dass wir uns weder verlassen noch warten können auf eine internationale Lösung. Es ist notwendig, dass wir viel selbst erledigen sofort in den ersten Tagen der Befreiung, damit möglichst viele aller schuldigen Nazis von uns fliehen aus Angst vor der Bürgerrevolte gegen sie in den ersten Tagen der Revolution, und damit möglichst viele derjenigen, die sich als Nazis verteidigen und Widerstand leisten werden, von der Revolution erschlagen würden. Denkt immer daran, und darauf muss die ganze Nation vorbereitet werden.

Quelle: Archiv SÚA Praha (strojopis) A1-50-57/17-24, publikováno v ‚Příspěvky k dějinám KSČ 6/1964‘, část Dokumenty, Z korespondence Slovensko – Londýn v roce 1944 (Vilém Prečan). Bod 10 je na str. 927-928. (Maschinengeschrieben, archiviert im SÚA-Archiv Prag unter Nr. A1-50-57/17-24, publiziert in ‚Beiträge zu der Geschichte der KSČ‘ (Kommunistische Partei der Tsch.) 6/1964, Teil Dokumente, Aus der Korrespondenz Slowakei – London in 1944 (Vilém Prečan). Punkt 10 ist auf den Seiten 927-928.)


Im Bericht von doc. Tůma aus Prag vom 1.9.1944, der sich zu Drtinas Instruktionen vom 16.7.1944 äußert und die Meinung des Heimatwiderstandes wiedergibt, heißt es:

Zum Punkt 10 – 11: Wir verstehen und es wird alles vorbereitet sein, damit in dieser Richtung die Masseninstinkte gelenkt werden, die zur Explosion der Rache angesammelt sind, übrigens ganz natürlich. (…)

Quelle: Češi a sudetoněmecká otázka 1939–1945, Dokumenty, sestavila Jitka Vondrová, ÚMV Praha 1994, dok. č. 140, str. 286. (Die Tschechen und die sudetendeutsche Frage 1939 – 1945, Dokumente, zusammengestellt von Jitka Vondrová, Prag 1994, Dokument Nr. 140, Seite 286.)

Zum Kriegsende und nach dem Krieg

Aufruf der Tschechoslowakischen Regierung an das Volk der tschechischen Länder‘, damit es zu entschiedenen Kampftaten für die Befreiung der Republik übergeht, 17.April 1945, Košice“ (Kaschau): „Tschechen und Tschechinnen! Einheit und Eintracht der Volksreihen ist in dieser Zeit das heiligste Gebot. Reicht euch alle brüderlich die Hände und schließt euch zusammen ohne Unterschied der politischen Zugehörigkeit, des Standes, der Klasse und ohne Unterschied des Religionsbekenntnisses, in eine breite Volksfront, die imstande wäre, den Fall der deutschen Okkupationsmacht und des verräterischen Hacha – Regimes zu beschleunigen. Füllt das ganze Land mit dem Geist der Offensive, des Kampfesmutes und des Siegesbewusstseins. Lasst aus euren Herzen den www.go-east-mission.de Go East Seite 3/5 entfesselten Hass gegen die deutschen Henkersknechte hervorquellen. Erinnert euch an die furchtbaren Qualen während der sechs Jahre der deutschen Okkupation und vergegenwärtigt euch, dass jetzt der Augenblick der Rache für die blutigen Hinrichtungen durch Heydrich, Daluege und Frank gekommen ist, für den Tod der Hingerichteten und zu Tode gefolterten, für die Qual der Gefangengehaltenen, für die Erniedrigung der Versklavten, für Tränen und Leid von so vielen unglücklichen Familien unserer Nation.

Geht abrechnen mit den Deutschen für all ihre Gräueltaten und kennt kein Erbarmen mit den deutschen Mördern. Rechnet gnadenlos auch mit den Verrätern der Nation und der Republik ab!

Quelle: „’Výzva československé vlády k lidu českých zemí‘, aby přešel k rozhodným bojovým činům za osvobození republiky, 17.duben 1945, Košice“. Vyšlo na str. 60-63 knihy „Cestou května. Dokumenty k počátkům naší národní a demokratické revoluce. Duben 1945 – květen 1946“, Svoboda Praha 1975. (Erschienen im Buch „Der Weg vom Mai. Dokumente zum Beginn unserer nationalen und demokratischen Revolution. April 1945 – Mai 1946, Kaschau.“ Verlag Svoboda, Prag 1974. Seiten 60-63, zitierter Abschnitt auf S.62.)


Dr. Edvard Beneš im Sitzungssaal des Rathauses in Brünn am 12.5.1945:

So beendet der Nazismus seinen Krieg. Bis zum letzten Augenblick trieb er das deutsche Volk in einen fanatischen Kampf und dieses Volk ging in diesen Kampf hinein. Das, was unglaublich und unbegreiflich erscheint, geschah wirklich. Das deutsche Volk ging in blutiges Morden wie blind und taub hinein, es widersetzte sich nicht, überlegte nicht, hielt nicht an; es ging und ließ sich stumpf oder fanatisch töten und tötete selbst. Diese Nation hat in diesem Krieg aufgehört, überhaupt menschlich zu sein, menschlich erträglich, und kommt uns nur noch vor wie ein einziges großes menschliches Ungeheuer. Für all das muss diese Nation eine große und strenge Strafe treffen. (…) Wir haben uns gesagt, dass wir das deutsche Problem in der Republik definitiv aus liquidieren müssen.

Quelle: Edvard Beneš, Odsun Němců z Československa, Výbor z pamětí, projevů a dokumentů 1940–1947. Dita Praha 2000, str.138. (Edvard Beneš, Abschub der Deutschen aus der Tschechoslowakei, Auswahl aus Erinnerungen, Reden und Dokumenten 1940 – 1947. Dita Prag 2000, S. 138.)


Dr. Edvard Beneš aus dem Balkon des Rathauses in Brünn am 12.5.1945:

Jetzt gehen wir gleich an die Arbeit. Und wir werden Ordnung unter uns machen, besonders auch hier in der Stadt Brünn mit den Deutschen und allen anderen. (Applaus.) Mein Programm ist – ich verheimliche es nicht – , dass wir die deutsche Frage in der Republik ausliquidieren müssen. (Applaus, Rufe: „Bravo!“) In dieser Arbeit werden wir die ganze Kraft von euch allen brauchen.

Quelle: Edvard Beneš, Odsun Němců z Československa, Výbor z pamětí, projevů a dokumentů 1940–1947. Dita Praha 2000, str.139. (Edvard Beneš, Abschub der Deutschen aus der Tschechoslowakei, Auswahl aus Erinnerungen, Reden und Dokumenten 1940 – 1947. Dita Prag 2000, S. 139.)


Dr. Edvard Beneš auf dem Altstadtring in Prag am 16.5.1945:

Es wird notwendig sein, die politischen Parteien neu zu formieren und ihre Anzahl gegenüber der Vorkriegszeit zu reduzieren, das Verhältnis der Tschechen und Slowaken neu zu bilden, und insbesondere kompromisslos die Deutschen in den tschechischen Ländern und die Magyaren in der Slowakei auszuliquidieren, wie nur diese Liquidierung im Interesse des einheitlichen Nationalstaates der Tschechen und Slowaken überhaupt durchführbar ist. Unsere Parole sei: unsere Heimat definitiv zu entgermanisieren, kulturell, wirtschaftlich, politisch.

Quelle: Edvard Beneš, Odsun Němců z Československa, Výbor z pamětí, projevů a dokumentů 1940–1947. Dita Praha 2000, str.139. (Edvard Beneš, Abschub der Deutschen aus der Tschechoslowakei, Auswahl aus Erinnerungen, Reden und Dokumenten 1940 – 1947. Dita Prag 2000, S. 139.)www.go-east-mission.de Go East Seite 4/5


Dr. Edvard Beneš in Tábor am 16.6.1945:

Ich möchte für uns alle in der Tschechoslowakei zwei Sachen hinzufügen:

1. Lasst uns niemals vergessen, was uns die Deutschen in diesem Krieg angetan haben, und was sie beabsichtigten mit uns zu tun. Es war so entsetzlich und furchtbar, dass daran ewig gedacht werden muss.

2. Lasst uns entscheiden, dass wir die Republik entgermanisieren müssen, überall und in allem. Überlegt, wie wir es tun sollten. Es wird gehen um Entgermanisierung der Namen, Gebiete, Städte, Sitten – es wird um alles gehen, was sich überhaupt entgermanisieren lässt. Heute kommt die Zeit dafür. Erinnert euch, wie viel Germanisierungen wir schon in den Jahrhunderten seit der hussitischen Zeit durchgemacht haben. Also wird unsere Parole sein: Überall und in allem die Republik zu entgermanisieren.

Quelle: Projev byl uveřejněn ve Svobodných novinách (Praha) 1, 1945 č. 23 z 17.6.1945, na str. 1-2. Část projevu je v knize Edvard Beneš, Odsun Němcú z Československa, Výbor z Pamětí, projevů a dokumentů 1940-1947, Dita Praha 2000, str. 146-148. (Die Rede wurde veröffentlicht in der Zeitung Svobodné noviny (Prag) 1, 1945, Nr. 23 vom 17.6.1945, Seite 1-2. EinTeil der Rede ist im Buch Edvard Beneš, Abschub der Deutschen aus der Tschechoslowakei, Auswahl aus Erinnerungen, Reden und Dokumenten 1940-1947, Dita Prag 2000, S. 146-148.)


Dr. Prokop Drtina, politischer Sekretär des Präsidenten, bei der Versammlung seiner Partei, der Nationalen Sozialisten, im Prager Lucerna – Saal am 17.5.1945:

Die Bestialität und der Vandalismus, die Deutsche in dieser Zeit in Prag begangen haben – und die sie auch jetzt noch, wie ich höre, in den so genannten Sudetenstädten begehen, wo sie Gewalttaten an Tschechen verüben – diese gewohnten Greueltaten der Nation von ‚Kulturträgern‘ weisen uns selbst darauf hin, was unsere erste Aufgabe bei der Gründung des neuen Lebens ist und sein muss: die ganze Republik vollständig von den Deutschen zu säubern. Das ist das Gebot des Augenblicks für jeden von uns, das ist historische Aufgabe unserer Generation. (…) Sollen sie also gehen, wohin ihr Herz sie zieht und wohin sie selbst gehen wollten: Heim ins Reich! Ich bin der Meinung, dass in unserer neuen Republik auf Deutsch nicht mehr gesprochen werden sollte, als nur diese drei Wörter: Heim ins Reich! Um es aber zu erreichen, müssen wir mit der Vertreibung der Deutschen aus unseren Ländern sofort beginnen, augenblicklich, auf alle Art und Weise, vor nichts dürfen wir zurückschrecken oder zögern. Und jedem einzelnen Glied der Nation fällt hier eine historische Verantwortung zu. Jeder von uns muss bei der Säuberung der Heimat helfen. Auch die Armee muss helfen. (…) Wir können aber nicht nur nicht zurückkehren zu unserer ursprünglichen Nationalitätenpolitik, wir können schlicht überhaupt nicht mit den Deutschen in einem Land und einem Staat zusammenleben. Unter uns können Deutsche nicht mehr leben und laufen, weil wir uns nach der soeben gewonnenen blutigen und schmerzlichen Erfahrung nicht sicher sein könnten, dass sich unter uns nicht Mörder bewegen. Einer von uns muss aus diesem Land weg – entweder die Deutschen, oder wir – aber weil es ein tschechisches Land ist und weil wir gesiegt haben, müssen sie weg! (…) Ich bezweifle nicht, dass das, was ich sagte, in Übereinstimmung mit der Meinung einer riesigen Mehrheit unserer Nation ist.

Quelle: Dne 19.5.1945 vyšel ve Svobodném slově referát o tomto projevu pod titulem „Dr. Prokop Drtina – Pavel Svatý: Nemůžeme žít s Němci v jednom státě“. Vyšlo knižně: Prokop Drtina, Československo můj osud, svazek 2, kniha 1, str. 63-64. Melantrich Praha 1992. (Am 19.5.1945 erschien in der Tageszeitung Svobodné slovo ein Referat über diese Rede mit dem Titel “Dr. Prokop Drtina – Pavel Svatý: Wir können nicht mit den Deutschen in einem Staat leben“. Abgedruckt im Buch: Prokop Drtina, Die Tschechoslowakei – mein Schicksal, Band 2, Buch 1, Seite 63-64. Melantrich Prag 1992.) 12) Politiker Prokop Drtina und Journalist Ivan Herben schreiben in der Broschüre „Wir und die Deutschen“, erschienen 1945 in Prag: www.go-east-mission.de Go East Seite 5/5


Aufsatz „Der Teufel spricht deutsch“ von Ivan Herben:

Vielleicht wird jemand den Eindruck haben, dass es nicht richtig ist, von den Deutschen zu sprechen, wenn doch lediglich über die Nazis gesprochen werden sollte. Irrtum! …

Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Deutschtum und dem Nazismus. …Es gibt keine guten Deutschen, es gibt nur schlechte und noch schlimmere. …Es gibt auch keine demokratischen Deutschen, oder es gibt nur verschwindend wenige davon. Jeder Deutsche ist vor allem Imperialist, Habgieriger und Tyrann. …Die Pflicht unserer Generation ist nicht nur, das tschechische Grenzland abzusichern, sondern auch diese Wahrheiten über die deutsche Nation in die Seelen unserer Jugend einzuprägen.

Derjenige tschechische Vater, der sein Kind nicht zum Hass gegen die deutsche Lügenkultur und Unmenschlichkeit erzieht, ist nicht nur ein schlechter Patriot, sondern auch ein schlechter Vater.


Aufsatz „Wir müssen unseren historischen Sieg ausnutzen“ von Prokop Drtina:

Drei große Siegermächte, haben den Grundsatz angenommen, dass das deutsche Problem in der Tschechoslowakei so gelöst werden soll, dass die Deutschen unser Land verlassen sollen. Diese Entscheidung der drei Großmächte ist für unsere Nation von einer so weittragenden und erstaunlichen Reichweite, dass wir sie in diesem Moment vielleicht nicht einmal voll wertschätzen und ihre unabsehbare historische Bedeutung für die zukünftige nationale Entfaltung bewerten können. Es ist überhaupt nicht übertrieben zu sagen, dass es der größte diplomatische und politische Sieg ist, den unsere Nation jemals in ihrer ganzen langjährigen Geschichte des ewigen Kampfes um ihre Existenz gegen die deutsche Nation erreichte.

Quelle: Prokop Drtina a Ivan Herben, „My a Němci, Dějinný úkol strany národně socialistické při vystěhování Němců z Československa“, Knihovnička „Duch národa“, Melantrich Praha 1945. Citáty: Herben str.4 -7, Drtina str. 10. (Prokop Drtina und Ivan Herben, „Wir und die Deutschen, Historische Aufgabe der Nationalsozialistischen Partei bei der Aussiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei“, Kleine Buchreihe ‚Der Geist der Nation‘, Melantrich Prag 1945. Zitate: Herben: S. 4-7, Drtina S.10.)


Editorische Hinweise

Dieser Aufsatz ist eine überarbeitete Fassung meines Vortrags bei der regionalen Christlichen Konferenz der Versöhnung der Tschechen und Deutschen in Aussig am 19.5.2007. Ich stellte damals verschiedene Zitate aus der Sekundärliteratur zusammen und war dabei vom Hass der tschechischen Politiker gegen die Sudetendeutschen und gegen alles Deutsche schockiert, und von ihrer Entschlossenheit, sie loszuwerden. Ich sah auch die Notwendigkeit der Suche nach Originalquellen, weil ich beim Zusammenstellen verschiedene Varianten der Zitate und Ungenauigkeiten vorfand. Mein Vortrag aus Aussig (tschechisch, mit deutscher Übersetzung) ist als akustische Aufnahme im Format MP3 auf unserer Webseite hier verfügbar. Als ich dann Originaltexte zur Verfügung hatte, musste ich einige ursprünglich eingegliederte Zitate auslassen (z.B. ist die Rede von E. Beneš zu den Nationalausschüssen in Tábor am 3.6.1945 quellenmässig nicht belegbar), einige konnte ich hinzufügen bzw. erweitern. Den Text übersetzte ich möglichst wörtlich ins Deutsche und hielt dann bei der Tagung des Arbeitskreises Egerländer Kulturschaffender in Marktredwitz und Marienbad im Oktober 2007 einen Votrag. Über diesen Vortrag berichtete Journalist Gernot Wildt in der Sudetendeutschen Zeitung Nr. 45 vom 9.11.07 (S.9) ausführlich. Alle Kursivzitate entsprechen der Betonung in den Originalquellen. Sätze zitiere ich möglichst bis zum Ende, und wenn möglich auch ganze Abschnitte oder Absätze, um den Text nicht aus dem Zusammenhang zu reißen.

Die hier vorliegende deutsche Version vom Oktober 2008 entspricht genau der tschechischen Version „Citáty z projevů prezidenta Beneše a českých politiků k zacházení s Němci“ gleichfalls vom Oktober 2008. Diese aktuelle deutsche und tschechische Version lässt im Gegensatz zu der Version vom Oktober 2007 nur das Zitat Nr. 4 von General Ingr aus, und korrigiert einige kleinere Fehler (Im November 2008 wurde in beiden Versionen noch Zitat Nr.3 korrigiert.) Veröffentlicht auf der Webseite http://www.go-east-mission.de . Tschechische Version. Kommentare und Schlußfogerungen zum Aufsatz werden separat veröffentlicht. Für Reaktionen und Vervollständigungen durch Leser wäre ich dankbar! E-Mail: neustupny.berlin@web.de


Quelle

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