Der große Raub der Patente

Von

John de Nugent

Artikel aus The Barnes Review, März/April 1999, S. 27-33.
The Barnes Review, 645 Pennsylvania Ave SE, Suite 100, Washington D.C. 2003, USA


Eine der größten Räubereien aller Zeiten war der Diebstahl deutscher Patente nach dem Zweiten Weltkrieg.

Claudius Dorniers Superwal

Der Superwal (hier gezeigt unter einem Zeppelin aus den 1920er Jahren) des deutschen Flugzeugingenieurs und -herstellers Claudius Dornier. Erstmals 1926 gebaut, wurde er zu einem Meilenstein in der Entwicklung von Flugbooten und ebnete den Weg zu regelmäßigen Flügen zwischen Europa und Südamerika. Die Kreativität Deutschlands in der Motor-, Rückstrahl- und Raketentechnologie vom Beginn des Jahrhunderts bis 1945 wurde als bemerkenswert angesehen. Wenige wissen, daß am Ende des Ersten Weltkrieges, nach 1.000 Tagen Kampf, Deutschlands 35 Flugzeughersteller und 20 Flugmotorenfabriken 18.500 Flugzeuge in ihrem Inventar aufwiesen. Der Versailler Vertrag erzwang eine strenge Kürzung der deutschen Luftfahrt. Die Nationen der Interalliierten Kontrollkommission suchten sich das Beste der fortgeschrittenen deutschen Flugzeuge und Technologie heraus, während sie alle übriggebliebenen Militärflugzeuge zerstörten.

Mit dem Stolz der Amerikaner ist es durchaus vereinbar, anzuerkennen, daß Einwanderer zu unserem Wohlstand und unserer Größe beigetragen haben. Es ist schon ein wenig schwerer zu akzeptieren, daß ein guter Teil unserer Führung in der Wissenschaft und unseres Reichtums – trotz der steigenden Lasten durch unausgebildete illegale Einwanderer und unproduktive Einheimische – dadurch zustande kam, daß man sich einfach deutscher Patente und Erfindungen nach dem Ersten Weltkrieg und in weit größerem Ausmaß nach dem Zweiten Weltkrieg bemächtigte.

Da gibt es solche, die behaupten, daß der Schlüssel zu Amerikas Glück seine jüdischen Bürger gewesen sind. Schließlich ist dies nun eine „Dienstleistungswirtschaft“ von Aktienhändlern und Finanz- und Unterhaltungsdiensten. Aber kann Amerika wirklich auf alle Manufaktur und auf allen Anbau verzichten und sich statt dessen auf Notwendigkeiten wie Broadway-Theaterstücke, Hollywood-Sitcoms und Geldspekulation konzentrieren?

Die Botschaft in Bernt Engelmanns Buch Deutschland ohne Juden, 1984 in englischer Sprache von Bantam Books in New York als Germany without Jews herausgegeben, ist klar: Ihr Deutschen seid mittelmäßig gewesen bis wir Juden kamen, und nun, da wir verschwunden sind, seid ihr wieder in die Mittelmäßigkeit zurückgesunken.

Engelmann führt eine endlose Liste jüdischer Ärzte in Deutschland oder Österreich an, von denen mehrere, z.B. Paul Ehrlich (1854-1915) und Robert Koch (1843-1910), den Nobelpreis für Medizin und Physiologie gewannen (Ehrlich 1908, Koch 1905). Sigmund Freud (1856-1939), von zweifelhafter Qualität, ist einer von Engelmanns geschätztesten Beispielen.

Engelmann vernichtet ganze Wälder durch seine vielen Seiten gedruckter Lobreden über vergessene jüdische Schauspieldichter, Sänger, Operettenproduzenten, Kritiker, Verleger usw. Wie könnte man auch den unsterblichen Meyerbeer vergessen? Für den Wachsamen riecht das nach ethnischer Selbstbeweihräucherung. Ein begabter Jude schreibt ein Stück, ein anderer veröffentlicht es, noch einer rezensiert es wohlwollend, ein vierter sitzt hinter der Kasse und zählt sein Geld und ein fünfter nimmt seine 10 Prozent als Vermittler – ein nicht sehr überzeugender Beweis, daß die Nation von Mozart, Bach und Beethoven Nachhilfestunden in Musik nötig hatte.

Gottlieb Daimler (1834-1900) und Karl Benz (1844-1929) erfanden 1878-1887 den modernen Benzinmotor. Andere Deutsche übernahmen im 19. Jahrhundert die Führung in der Chemie und schufen die erste Kontaktlinse (in den 1880er Jahren), Röntgenstrahlen (Wilhelm Röntgen 1895), die Quantum Physik (entdeckt im Jahre 1900 von Max Planck (1858-1947), Aspirin (Acetylsalicylsäure) und nicht zuletzt 1913 das Saccharin. In den vorhergehenden Jahrhunderten erhielten die Deutschen keine Anerkennung für die Erfindung des Hörnchens, oder „Kipferl“, wie die Deutschen es nennen, um in Wien den Sieg über die Türken im Jahre 1683 zu feiern; man beachte das türkische religiöse Symbol, den Halbmond, den Crescent (eine Backware, die dann von den Franzosen als „croissant“ übernommen wurde). Gleichermaßen wurde ihnen die Anerkennung versagt für die erste Quiche, die im Lothringer und Rheinländischen Dialekt („Kiisch“) „Überbleibsel von Speisen, zu einem Kuchen gebacken“ bedeutet.

Abgesehen von Backwaren offenbaren die Tatsachen, daß sich die schöpferischste Zeit der Weltgeschichte möglicherweise in Deutschland zwischen 1932 und 1945 ereignete, und daß ein großer Teil von Amerikas Führungsposition in der Wissenschaft auf das tonnenweise Plündern deutscher Patente sowohl nach dem Ersten und in weit größerem Ausmaß nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen ist.

Und weil Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg so verheert war, gab es seither eine stetige Abwanderung junger deutscher Spitzenwissenschaftler nach Massachusetts und Kalifornien in die Computerwissenschaft und Genetik und nach Metro Los Angeles, Houston und Cape Canaveral in die Raumfahrtindustrie. Wie ein deutscher Wissenschaftler bemerkte: „Seit dem Krieg hatten wir nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten, um Grundlagenforschung auf längere Zeit zu machen. Diese Art von ernsthaftem Geld haben nur die Amerikaner. In Deutschland und auch in Japan machen wir angewandte und neutrale Forschung zur unmittelbaren Anwendung. Aber das Geld und die Positionen, um an der Spitze zu stehen, gibt es nur in Amerika, also wir müssen dorthin gehen.“2

Ein verblüffendes Eingeständnis, wie die deutsche Erfindungsgabe nach dem Krieg ausgeplündert wurde, erschien in einem Artikel von C. Lester Walker im Oktober 1946 in der Zeitschrift Harper’s. Unter dem Titel „Secrets by the Thousands“*** präsentiert er ein paar Schwierigkeiten für die Bernt Engelmanns dieser Welt, die unterstellen, daß die deutsche Wissenschaft in der Zeitspanne von 1932-45 „nichts ohne die Juden“ gewesen wäre.

Hermann Oberth

Heute ist Hermann Oberth (weißer Arbeitsmantel, Mitte) außerhalb von verwandten wissenschaftlichen Kreisen buchstäblich vergessen, obwohl er Deutschland (und damit der Welt) im Raumflug den Weg bahnte. Dieses Photo wurde am 23. Juli 1930 in Berlin aufgenommen, gerade bevor Oberth seinen Raketenmotor vorführte. Links neben der Rakete steht der 18jährige Wernher von Braun. Er wurde im Zweiten Weltkrieg in Deutschland zur Zentralfigur in der Entwicklung der ballistischen Geschosse in Peenemünde, einer abgelegenen Insel in der Ostsee. Während der früheren Jahre des Dritten Reiches war die Raketentechnologie in Kummersdorf konzentriert. Hitler besuchte diesen Ort im September 1933 und das veranlasste ihn, den Wissenschaftlern größere Gelder zur Verfügung zu stellen, als sie erhofft hatten.

In der Tat deutet der Artikel allen Ernstes an, daß der deutsche Kanzler Adolf Hitler aus seiner Sicht recht hatte, den Krieg bis zum letzten Atemzug zu verlängern. Laut dem stellvertretenden kommandierenden General der Army Air Forces Intelligence, Air Technical Service Command (Aufklärung der Armeeluftstreitkäfte, Kommando des lufttechnischen Dienstes), in einer Rede vor der American Society of Aeronautical Engineers: „Die Deutschen waren dabei, Raketenüberraschungen für die ganze Welt im allgemeinen und England im besonderen vorzubereiten, die den Verlauf des Krieges, glaube ich, verändert haben würden, wenn die Invasion auch nur die kurze Zeit von einem halben Jahr später stattgefunden hätte.“

Sogar ohne der brillianten jüdischen Minderheit war die deutsche „V2-Rakete, mit der sie London bombardierten, nur ein Spielzeug verglichen mit dem, was die Deutschen vorhatten.“ Sie hatten 138 Arten ferngesteuerter Geschosse in verschiedenen Stadien der Produktion oder der Entwicklung, indem sie jede Art von Fernsteuerung oder Zünder benutzten: Radio, Radar, Drahtsteuerung, Gleichstromimpulse, Akustik, Infrarotlicht, Lichtstrahlen und Magnetismus. Und zu alledem waren die Deutschen Jahre voraus in Strahlantrieb sowohl bei Unter- als auch Überschallgeschwindigkeit – sie bauten sogar einen „Düsenhubschrauber“, dessen winzige Düsen die Enden der Rotorblätter mit unglaublicher Geschwindigkeit antrieben.

Gerade als der Krieg zu Ende ging und Präsident Franklin Roosevelt die beiden Generale George Patton und Dwight David Eisenhower anwies, sich aus eroberten Gebieten zurückzuziehen und „Uncle Joe“ (Josef Stalin) Berlin und Osteuropa zu überlassen, machten die Deutschen ihre riesige A-4 Rakete für die Produktion fertig. 14 Meter lang, wog sie 10.872 kg und konnte 370 km zurücklegen – 96 km über der Erde bei einer Höchstgeschwindigkeit von 5.430 km pro Stunde. Ihr Geheimnis war ein Raketenmotor, der mit flüssigem Stickstoff und Alkohol lief. Sie wurde entweder durch Radar gesteuert oder durch eine Selbststeuerung per Kreiselkompass. Da sie mit (vielfacher) Überschallgeschwindigkeit flog, konnte sie nicht gehört werden bevor sie einschlug.

Unterirdische Fabrik

Techniker arbeiten in einer unterirdischen Fabrik an der Verbesserung von Raketen.

Eine weitere Rakete in der Entwicklung war die A-9, mit 13.137 kg noch größer und mit Flügeln ausgerüstet. Sie hatte eine Reichweite von 4.828 km. Sie wurde in Peenemünde hergestellt und raste mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 9.445 Stundenkilometern in den Himmel.

Aber die meisten Amerikaner wissen von den deutschen Raketen des Zweiten Weltkrieges. Einige wenige wissen sogar, daß zusätzlich zu dem Automotor die Deutschen auch den Düsenmotor erfanden und die Autobahn vervollkommneten (die drei wichtigsten Erfindungen, die dieses riesige Land [d.h. Amerika; Scriptorium Ed.] verbinden). So gut wie niemand weiß jedoch, daß auf dem Wright-Patterson Field in Ohio, in der Kongressbibliothek in Washington und im Department of Commerce in Washington nach dem Krieg eine „Goldmine“ von 1.500 Tonnen deutscher Patente und Forschungsberichten mit wildem Eifer ausgebeutet wurde. Ein sich daran weidender Bürokrat in Washington nannte sie „die größte Einzelquelle dieser Art von Material in der Welt, die erste systematische Ausbeutung der geistigen Schaffenskraft eines ganzen Landes.“

Zum Glück war es zum Vorteil für die Vereinigten Staaten, die, nachdem sie den Kreuzzug Hitlers gegen die Sowietunion durchkreuzten, den gleichen Spießrutenlauf gegen eine kommunistische Audehnung in den späten 1940ern aufnehmen mußten.

Die Entstehungsgeschichte des Vorhabens, die deutschen Geheimnisse an sich zu reißen, begann 1944 als, von der deutschen Technologie in allem, von Raketen und Düsenflugzeugen bis zu Tigerpanzern in Staunen versetzt, ein Joint Objectives Ausschuß eingerichtet wurde, um deutsche Erfindungen zu konfiszieren und sie, sobald sie sogar noch vor dem [deutschen] Zusammenbruch erlangt wurden, zum Einsatz gegen Japan zu benutzen.

Sogar noch bevor die deutschen Grenzen erreicht wurden, begannen die faszinierenden Entdeckungen, einschließlich einer, mit der jeder Amerikaner vertraut ist: das Tonband. Der Artikel in Harper’s vom Jahre 1946 zeigt den Direktor der Abteilung des technisch-industriellen Nachrichtendienstes in komischer Aufregung:

…ein braunes, papierähnliches Band von einer Spule ziehend. Es war 6,5 Millimeter breit, mit einer matten Seite und einer glänzenden Seite. „Das ist Magnetophonband,“ sagte er.3 Es ist aus Kunststoff, auf einer Seite mit Eisenoxyd metallisiert. In Deutschland ersetzte das Aufnahmen mit dem Phonographen. Das Radioprogramm eines Tages kann auf einer Spule magnetisiert werden. [Dann] kann man es entmagnetisieren, es löschen, und ein neues Programm jederzeit wieder aufnehmen. Keine Nadel, kein Geräusch oder Abnutzung. Ein Einstundenband kostet 50 Cent.“

In seinem Buch A Short History of Recording and Its Effects Upon Music [„Eine kurze Geschichte der Musikaufnahme und deren Auswirkungen auf die Musik“] zeigt Michael Chanan4 auf, daß bereits in den späten 1920ern, vor den „12 dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte“,5 ein Fritz Pfleumer ein Tonband aus Kunststoff entwickelt hatte. Es wurde von BASF6 im Jahre 1934 industriell hergestellt und in Umlauf gebracht. Die Idee gründete sich auf den Filmstreifen und wurde ursprünglich für Diktierzwecke in Büros angewendet. In England wurde von dem großen Radiogenie Guglielmo Marconi ein Projekt gegründet, um den gleichen Zweck erreichen. (Am Tag der Invasion spielten die Amerikaner laute Kampfgeräusche von Tonbändern an verschiedenen Örtlichkeiten ab, um die deutschen Verteidiger zu verwirren.)

Aber der große Sprung vorwärts kam, als ein A.M. Poniatoff, der der Präsident der kleinen Firma Ampex in Kalifornien war (ein Handelsname, den die ältere Generation noch kennt) und damals eine U.S. Armeeuniform trug, dabei half, Ende 1944 das deutschbesetzte Radio Luxemburg zu erobern. Poniatoff erkannte augenblicklich die Goldmine an Gewinnen und Qualität, die das Magnetophon bot und veranlasste die 3M Company, eiligst das neue Band in die amerikanische Produktion einzuführen, und es riß die Unterhaltungsindustrie von Los Angeles mit sich.

Sein größter Durchbruch kam 1947, als Bing Crosby es zum erstenmal benutzte, um seine Unterhaltungssendungen aufzunehmen. Der Jazzsänger zog nicht nur den Klang der Magnetophon-Aufnahmen vor, sondern investierte auch stark in Ampex. Später wurden die Filmtonaufnahmen ebenfalls auf Tonband aufgenommen. Damit verbesserte sich ebenso die Leistungsfähigkeit des Mischpults und Dubbing und die ärgerliche Panne wurde vermieden, wenn eine erfolgreich fertiggestellte Filmszene noch einmal aufgenommen werden mußte, wenn Tonfehler auftraten. Ampex führte später, im Jahre 1956, die ersten Videoaufnahmegeräte ein, die heute nur noch eine Erinnerung sind, die auf dem Altar des Freihandels mit Japan geopfert wurden.

Die Liste ist endlos: synthetischer Glimmer, der die amerikanische Produktion von Kaltwalzstahl um 1.000 Prozent erhöhte; „die Geheimnisse für 50.000 Farben, von denen viele beständiger und besser sind als unsere; Farben, die wir nie herstellen konnten“; Milch-, Butter- und Brotkonservierung ohne Chemikalien; und Kühlung und Klimaanlagen für deutsche U-Boote, die so wirkungsvoll waren, daß ihre Unterseeboote vom Atlantik zum Pazifik fahren konnten, dort zwei Monate lang kämpfen und dann nach Deutschland zurückkehren konnten, ohne Frischwasser für die Besatzung aufnehmen zu müssen. Dann gab es da auch noch den Schleudersitz, das Infrarotfernrohr für Gewehre, und den Negativ-Ionen-Luftreiniger, den viele Amerikaner benutzen, weil er ein Frischegefühl in die Luft bringt und den Blutdruck, Allergie- und Asthmasymptome reduziert.

Zusätzlich zu dem offiziellen Ausrauben Deutschlands (was die GIs immer „befreien“ nannten), gab es auch die persönliche Beraubungs-Spree, die von Robert Maxwell veranschaulicht wird, der Finanzier extraordinaire und zu einer Zeit der am meisten gehaßte Mann in Großbritannien. Der große Beitrag dieses orthodoxen jüdischen Bürgers, als Jan Hoch in der damaligen Tschechoslowakei geboren, war, daß er ein wissenschaftliches Verlagsimperium gründete, Pergamon Press genannt, das gänzlich auf deutscher Forschung gründete, die er mit stillschweigender Duldung des britischen Nachrichtendienstes plünderte. Maxwell dominierte schließlich die britische Sensations-Presse und raubte die Pensionsversicherung von 90 Millionen Pfund seiner eigenen Angestellten aus. Er verschwand 1991 endlich auf geheimnisvolle Weise, nackt, durch einen Sturz von seiner Yacht, nur eine Woche nachdem er sich dem Mossad widersetzt hatte – der ihm möglicherweise sein Geschäft erst ermöglicht hatte. Es ist interessant, daß sein Mitverschwörer in den Vereinigten Staaten, Robert Rubin, früher bei Goldman Sachs, jetzt Secretary of the Treasury (USA-Finanzminister) ist.7

Wenn er gerade nicht dabei war, einen nur mit einer weißen Flagge bewaffneten, sich ergebenden deutschen Bürgermeister zu erschießen (wie er sich in einem Interview mit Der Spiegel rühmte), oder britische Offiziere bestach, die seine heroischen Kriegsaufzeichnungen für ihn erfanden (für die er von Montgomery persönlich mit einer Medaille ausgezeichnet wurde), war Maxwell/Hoch8 in der britischen Besatzungszone von Berlin im Jahre 1946 mit der vollen Unterstützung des britischen Nachrichtendienstes damit beschäftigt, die Witwe Springers zu zwingen, die riesigen Forschungsergebnisse im Springer-Verlag für Wissenschaft für Pfennige pro Mark Wert herauszugeben.

Zu guter Letzt, nachdem Maxwell 94 Millionen Dollar aus den Pensionsfonds von 5.000 Angestellten der Mirror Group geraubt hatte, mußten seine U.S. Finanziere von Goldman Sachs eine geschätzte Summe von 250 Millionen Dollar berappen, um ihre Ansprüche zu befriedigen – worauf Maxwells Leiche von einem erstaunten Spanier aus dem Meer gefischt wurde, um mit allen Ehren in Israel bestattet und hoffentlich vergessen zu werden. Weit davon entfernt, durch ein Beispiel zu beweisen, daß die Deutschen nichts ohne jüdische wissenschaftliche Hilfe waren, zeigt sein Leben eher, daß ein Jude Billionär werden konnte, indem er deutsche Ideen ausnutzte.

Was die berechtigte Frage der Atombombe aufwirft, die europäische Juden für Amerika produzierten und deutsche Wissenschaftler nicht rechtzeitig für Deutschland zur Verfügung stellten. In seinem maßgeblichen Werk Verschwörung und Verrat um Hitler9 geht General Otto Ernst Remer im Detail darauf ein, wie Hitlergegner in der wissenschaftlichen Gemeinde ihren eigenen Werner Carl Heisenberg (geb. 1901) in das Schlüsselprogramm der Uranentwicklung am Kaiser Wilhelm Institut (jetzt ersetzt durch das Max Planck Institut für Physik) manövrierten. Seine klare Aufgabe, die stolz nach dem Zweiten Weltkrieg10 verkündet wurde, war, das deutsche Atombombenprojekt durch bürokratische Mittel zu verzögern, bis die Alliierten den Krieg gewonnen hätten.11

Zum Beispiel bat der Munitionsminister Albert Speer Heisenberg und seinen Mitverschwörer von Weizsäcker (Bruder des späteren deutschen Bundespräsidenten), zu nennen, was immer sie an Geld oder Materialien benötigten, nachdem sie behaupteten, durch Mangel aufgehalten worden zu sein. Von Weizsäckers Antwort „40.000 Mark“ ließ Speer vor Verblüffung erstarren und später zugeben, daß er selbst geplant hatte, 100 Millionen Mark für den Anfang vorzuschlagen.

Nicht nur sagte Heisenberg ausdrücklich zu Der Spiegel, „Wir versuchten niemals Atombomben herzustellen und wir sind froh, nicht dafür verantwortlich zu sein, welche gemacht zu haben“, er gab ebenso zu, die neuesten Informationen über die deutsche Forschung an der Spaltung des Urans an den halbjüdischen dänischen Wissenschaftler Niels Bohr weitergegeben zu haben, der prompt seine rassischen Mitbrüder in den USA informierte.

Somit hatte Deutschland nicht deshalb keine Atombombe, weil es keine Juden hatte, sondern eher weil eine Handvoll von Spitzenwissenschaftlern, die Hitler feindlich gesinnt waren, sich in das deutsche Atomwaffenprogramm einschlichen. Heisenberg gab 1942 sogar vor einer schockierten Luftwaffenaudienz nach dem verheerenden Bombenangriff der Engländer mit 1.000 Bombern auf die Hafenstädte Kiel und Lübeck zu, daß Deutschland eine Bombe herstellen könne aus Material „von der Größe einer Banane“ (begleitet von entsprechenden Gesten), um eine ganze Stadt auszulöschen, aber dann fing er sich und sagte, daß dies natürlich wirtschaftlich unmöglich sei.12

Jodl und Dönitz in Rheims

General Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes (Mitte mit Federhalter), der das Staatsoberhaupt der Nach-Hitler-Zeit, Admiral Karl Doenitz repräsentiert, unterschreibt die Kapitulationsdokumente in Rheims, Frankreich, am 7. May 1945. An diesem Datum war das Unterseeboot U-234 nach Japan unterwegs mit 12 Zylindern, die Mikrofilmmaterial von Deutschlands fortgeschrittentster Waffentechnik enthielten, einschließlich fortgeschrittener Atomforschung. In der Tat war Deutschland in der Lage, eine Atombombe herzustellen. Am 17. Mai befahl Admiral Dönitz dem Kapitän des U-Bootes, sich der amerikanischen Marine zu ergeben, ohne die ultrageheime Ladung zu vernichten.

Eine der interessantesten Behauptungen General Remers ist, daß gerade als die Amerikaner in den letzten Tagen sich beeilten, deutsche Erfindungen gegen die Japaner zu verwenden, Hitler auf ausdrückliche Bitte von Kaiser Hirohito ein mit Geheimnissen vollgepacktes U-Boot nach Japan sandte.

In Verschwörung und Verrat um Hitler erwähnt Remer zuerst wie der Propagandaminister Joseph Goebbels nach Stalingrad für seine Botschaft „Haltet durch, die Wunderwaffen kommen“ kritisiert wurde. Ironischerweise, während viele dieser Waffen zu spät kamen, um Deutschland vor seinem Schicksal der Besetzung, der Enthauptung seiner Regierung und der Zerstückelung zu retten, berichtet Remer, daß ein Besatzungsmitglied von U-234 ihm folgendes sandte:

Im Frühjahr 1945 wurde ich zum Dienst auf U-234 befohlen. Das Unterseeboot war ein besonders entwickelter Minenleger vom Typ XB von 1.760 Tonnen, 4.200 PS und einer Besatzung von 52 Mann. Der Kommandant war Kapitän Fehler.

Am 23. März 1945 lief das Boot aufgetaucht von Kiel in Richtung Südnorwegen aus. Am 15. April 1945 tauchte es bei Süd Christiansand, um zwischen Island und den Faroer Inseln zu passieren. Das Ziel war Japan.

Unsere Befehle waren, Luftwaffengeneral Kessler als Luftwaffenattaché mit seinem Stab und Technikern nach Tokio zu bringen. Der [Kaiser] hatte uns gebeten, Japans Luftverteidigung zu verbessern mit den Waffen, die in Deutschland entwickelt wurden.

Ebenso an Bord waren zu diesem Zweck außer dem General zwei Luftwaffenoffiziere, ein Marine-Luftabwehrspezialist, ein Unterwasser-Zerstörungsspezialist, ein Niederfrequenz-Spezialist vom Stabe von Professor Küpfmüller, wie auch zwei Messerschmitt-Ingenieure (Spezialisten für die Herstellung von Me-262s)13 und zwei japanische Fregattenkapitäne. Einer von ihnen war Kapitän Tomonaga, der mit uns in seiner Kapazität als Spezialist für Ein-Mann-Torpedos14 zusammenarbeitete, als wir unsere eigenen kleinen Kampfboote entwickelt hatten.

Unsere Ladung bestand aus 12 Stahlzylindern von der Art, die zum Aufbewahren von Minen bestimmt ist, und die umfassendes Mikrofilmmaterial über die letzten Entwicklungen von deutschen Offensiv- und Defensiv-Waffen enthielten, besonders in Raketen und Raketenabwehr-Kriegsführung, wie auch unsere Forschungsergebnisse auf den Gebieten der Hoch- und Niederfrequenztechnologie, und schließlich einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von Atomenergie und atomarer Kriegsführung.

Nachdem wir die Straße von Island passiert hatten und 28 Tage bei einer durchschnittlichen Tiefe von 80 Metern gefahren waren, erreichte uns in der Nacht vom 12. zum 13. Mai,15 während wir auf Schnorcheltiefe fuhren, eine Botschaft, in der Großadmiral [Karl] Dönitz uns befahl, zu kapitulieren. Zu dieser Zeit befanden wir uns in der Mitte des Atlantik, südöstlich der Küste von Neufundland.

Der Befehl an unseren Kapitän war in einem sehr persönlichen Ton abgefasst und wies ihn an, das Boot zu übergeben, ohne seine wertvolle Ladung zu vernichten.16 Nach einer zwölfstündigen Debatte und Überlegungen entschied Kapitän Fehler in Übereinstimmung mit General Kessler, und nachdem er die zwei japanischen Fregattenkapitäne informiert hatte, daß er den Befehl von Dönitz ausführen und auftauchen würde, um zu kapitulieren. Die zwei japanischen Offiziere nahmen sich ihr Leben, bevor das Boot auftauchte.

Acht Stunden später wurde U-234 als Kriegsbeute vom amerikanischen Zerstörer Sutton aufgebracht und zur U.S. Marinebasis bei Portland, Maine geleitet.

Die amerikanischen Offiziere und Beamten, die uns danach verhörten, waren augenscheinlich entsetzt über den Inhalt unseres Bootes. Sie kritisierten uns, weil wir vermeintlich keine Ahnung gehabt hatten, wie wertvoll unsere Ladung war. Ende Juli 1945 erklärte der befehlshabende Offizier des Untersuchungsausschusses mir gegenüber, daß die Beweise auf Mikrofilm und die Aussagen unserer Ingenieure erwiesen hätten, daß wir den Vereinigten Staaten in entscheidenden technischen Entwicklungen um „100 Jahre“ voraus waren.

Erbeutete deutsche A-4/V-2 Rakete

Ein Photo aus dem Jahre 1947 einer erbeuteten deutschen A-4/V-2 Rakete, die für den Start im U.S. guided missile program fertiggemacht wird. Der Autor bemerkt, daß nur zwei Jahre nach der Beschlagnahme von etwa 50 Tonnen deutscher Luftfahrt- und Physik-Dokumente durch die Vereinigten Staaten (einschließlich weit fortgeschrittener Arbeiten an Raumfahrzeugen) sich ein angeblicher UFO-Zwischenfall nahe Roswell, Neumexiko ereignete.

Das wirft die quälende Frage auf, woher diese ständigen „UFO“-Sichtungen kommen, die ein paar kurze Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – und der Erbeutung der deutschen Hochtechnologie – begannen. Die gleiche Regierung, die uns die Vertuschung des Berichts der Warren-Komission zumutete, den Angriffs der Israelis auf die USS Liberty verschwieg,17 und eine muntere Lässigkeit über die soziale Bedeutung der schwarz/weißen/asiatischen rassischen Unterschiede an den Tag legt, die in dem Bestseller der Harvard-Studie The Bell Curve bewiesen wurden, scheint ängstlich darauf bedacht zu sein, die Öffentlichkeit über alle diese „unbestätigten“ Sichtungen im Dunkeln zu halten.18

Es zumindest interessant, daß nur zwei Jahre nach der Beschlagnahme von „50 Tonnen“19 deutscher Luftfahrt- und Physik-Unterlagen die erste große UFO-Geschichte, nämlich der Vorfall im Jahre 1947 bei Roswell, Neu Mexiko, bekannt wurde. Schließlich sind das, was die Forscher seither fasziniert hat (besonders Skeptiker der Regierung, die die Area 51 bei Gromm Lake, nördlich von Las Vegas überwachen), genau dieselben Dinge, an denen die Deutschen arbeiteten: Raumfahrzeuge, die aus neuen, aber leichten Matreialien bestanden, die 180-Grad-Wendungen machten, ohne die Getränke zu verschütten und im allgemeinen die Gesetze der Schwerkraft ignorierten, möglicherweise durch die Anwendung von Kreiselkompassen innerhalb von Kreiselkompassen.

Eine der interessantesten Informationsquellen ist Tom Mahoods Netzseite http://www.sky.net/~wings/groom.htm [Anm. d. Scriptorium: diese Seite existiert nicht mehr – versuchen Sie’s stattdessen hier], die Photographien von der Area 51 zeigt, einschließlich der sehr scharfen orangenen Grenzschilder, Bilder und Informationen über Besichtigungsflugdienst des Passagierdienstes „Janet“, wie auch Photos, die den MII-60- „Pave Hawk“-Allwetterhubschrauber zeigen, der die Area 51 patrouilliert und Information über die geheime Sicherheits-Dienst EG&G Corporation in Las Vegas, und sogar einen Informationsbrief über Groom Lake von dem Sänger Glen Campbell. Was geht da vor sich?

Es ist allgemein bekannt, daß die deutsche SS in den späten 1930er Jahren20 Expeditionen nach Tibet sandte, das nach allgemeiner Annahme ein Land der Wille-über-Materie-Wunder ist. Der Zweck war sowohl Beweise zu sammeln über die Indo-Europäischen Ursprünge im Himalaja und die geheimen Techniken, die dort benutzt wurden, möglicherweise einschließlich des Antischwerkraft-Schwebens. Was dies alles mit Europa, dem alten Amerika und Ägypten verbindet, ist die Entdeckung von blonden Mumien oder nordischen Überresten in oder nahe vielen Stätten von architektonischen Wundern.

Wie jeder Leser der drei Artikel in der September/Oktober-Ausgabe der TBR von 1998, oder jemand, der die ausgezeichneten Programme über Ägypten am History Channel sah, bezeugen kann, vollbrachten sowohl die Menschen, die im alten Ägypten lebten, als auch die Herrscher von Macchu Picchu buchstäblich der Schwerkraft trotzende Kunststücke beim Bau ihrer Pyramiden und Tempel.

Man kann nur darüber spekulieren, welche Geheimnisse die Deutschen während des Dritten Reiches wieder aufleben ließen oder neu entdeckt haben und die nun von der gegenwärtigen Regierung in Washington genutzt werden. Von Ausgrabungen von blonden Mumien in Ägypten und in Südamerika durch Thor Heyerdahl, wie auch aus den Angaben des mexikanischen Kaisers Montezuma (der die Spanier als ihre „weißen Götter“der Sage willkommen „zurück“ hieß), ist es wohl bekannt, daß eine Art von uralten weißen Wissenschaftlern oder fortschrittlichen Physikern an den Ursprüngen dieser Kulturen beteiligt waren. Sogar die Chinesen geben die Existenz von rothaarigen, blauäugigen Stämmen zu, die dauernd in das alte China einfielen (wovon Bildmaterial in einer kürzlichen Ausgabe von National Geographic präsentiert wird). Von dem großen Gelehrten Konfuzius selbst (ca. 551-479 v. Chr.), aus der adeligen K’ung-Familie, wird gesagt, daß er für einen Chinesen ein Mann von ungewöhnlich hochgewachsener Gestalt war, und Dschingis Khan (1167-1227 n. Chr.), der mongolische Eroberer, hatte rotes Haar und grüne Augen.

Aber die historische Verdunkelung besteht weiter. Die Regierung scheint willens zu sein, darauf hinzudeuten, daß „Außerirdische“ aus dem Weltall hinter all dieser Hochtechnologie stecken. Gott bewahre, daß es sich herausstellen sollte, daß die alten Indo-Europäer diese Dinge bereits vor tausenden von Jahren vollbrachten – viel weniger die Deutschen, die ohne die Hilfe der Juden im Dritten Reich forschten!


„Operation Büroklammer“

Deutsche Soldaten bei Dallien

Nur drei Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges graben deutsche Soldaten Erdlöcher bei Dallien in der amerikanischen Besatzungszone. Als das kalte Wetter begann, erwiesen sich diese Unterkünfte (und die Nahrungsmittelzuteilungen) als unzureichend und verursachten eine Sterberate von 30 Prozent pro Jahr.

Laut dem U.S. Zone Report vom Oktober 1945 wurden bis zum September 1945 66.500 „prominente Nazis“ in der amerikanischen Zone verhaftet. Bis zum Ende jenes Jahres wurden in der britischen Zone weitere 70.000 „prominente Nazis“ verhaftet. Zusätzlich wurden zwischen Mai 1945 und September 1946 156.000 Personen in der britischen Zone aus dem öffentlichen Dienst „entlassen“ und 86.000 Anträge von anderen Personen wurden abgelehnt, die versuchten, in einem der den Einschränkungen unterliegenden Berufen Arbeit zu finden.*

Was das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen betrifft, so sollte beachtet werden, daß mehr deutsche Soldaten in sowjetischer Gefangenschaft starben oder ermordet wurden als an der westlichen Front in der Zeit von der Invasion bis zur Kapitulation am 7. Mai 1945 fielen oder verwundet wurden. Hunderttausende deutscher Soldaten und Zivilisten erlitten das gleiche Schicksal in Jugoslawien, der Tschechoslowakei und Polen.** Und in der französischen Zone wurden 40.000 deutsche Kriegsgefangene gezwungen, der Französischen Fremdenlegion beizutreten. Ironischerweise sahen sich diese Veteranen einem kommunistisch ausgerichteten Gegner gegenüber, da die meisten nach Französisch-Indochina (Vietnam) geschickt wurden, um gegen die aufständischen Vietminh zu kämpfen, die die Region von der französischen Kolonialherrschaft zu „befreien“ suchten.

Bereits 1944 lief die „Operation Büroklammer“ der westlichen Alliierten, die nach den Spangen benannt war, die die deutschen Wissenschaftler an ihren Karteikarten benutzten. Die, die daran teilnahmen, jagten „lebende Wissenschaft“ und waren auch hinter deutschen Patenten und Herstellungsgeheimnissen her. Sie waren schließlich erfolgreich, beides zu stehlen. Laut einer Verlautbarung des U.S. Verteidigungsministeriums im Februar 1950, wurden 24.000 deutsche Wissenschaftler und Ingenieure „genau befragt“ und 523 von ihnen wurden „in die U.S.A. verbracht“. Von diesen wurden 362 „ersucht“, sich um die amerikanische Staatsbürgerschaft zu bewerben. Wie der Direktor der Operation Büroklammer sagte, „ersparten“ diese deutschen Wissenschaftler „bereits bis zum Mai 1949“ mindestens eine Milliarde US-Dollars Rüstungskosten und mindestens 10 Jahre an Entwicklungszeit.

Obwohl die Amerikaner die Urheber der intellektuellen Ausraubung Deutschlands waren, wurde das von allen Siegern praktiziert – dem Vereinigten Königreich, Frankreich und der Sowjetunion.

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, standen die Fachleute der Franzosen, der Sowjets und der Engländer genauso in den Startlöchern wie das Office of Technical Services in Washington (OTS). Das Londoner Büro der British Intelligence Objectives Subcommittee sagte stolz: „Die Herstellungsgeheimnisse, die wir den Deutschen wegnehmen, sind ein größerer Schlag als der Verlust Ostpreußens“. Sogar der Ministerpräsident von Australien, Joseph B. Chifley, gab in einer Radioansprache im September 1949 zu, daß „der Raub von 6.000 deutschen Industrieunterlagen und 46 deutschen Wissenschaftlern, die Australien zur Verfügung gestellt wurden“, einen Wert darstellten, der nicht in Geld ausgedrückt werden kann und nun die australische Industrie in die Lage versetzte, eine hervorragende Rolle in der Weltwirtschaft zu spielen.

Diese Beute war so groß, daß man sehr bald nicht mehr in der Lage war, die Dokumente zu zählen; sie wurden durch das Gewicht des Papiers gemessen. Das U.S. Air Research and Development Command beim Wright-Patterson Air Force Base in Ohio erhielt auf diese Weise „zweifelsohne die größte Sammlung von erbeuteten geheimen Verfahrensweisen in der ganzen Welt“, und diese wog 1.554 Tonnen.

Ein Sachbearbeiter des OTS bezeichnete dieses Büro, dessen Aufgabe es war, den technologisch-wissenschaftlichen Fortschritt Deutschlands zu verteilen, als „die erste Organisation in der Welt mit dem Zweck, die Erfindungskraft eines ganzen Volkes auszubluten“. Es verteilte mehr als 3.000 Tonnen von Dokumenten, die in Deutschland beschlagnahmt wurden.

Um zu erreichen, daß niemand sich erdreisten konnte, diese Räuberei im größten Maßstab als ein Kriegsverbrechen zu bezeichnen, mußte es so eingerichtet werden, daß alle Deutschen jener Zeit ununterbrochen verleumdet und als Kriminelle, Barbaren, „Kriegsverbrecher“, „Militaristen“, „Faschisten“ (mit der propagandistischen Bedeutung des satanischen Bösen) behandelt wurden – sodaß keine jener unerwünschten Leute, die möglicherweise solche Ansichten hatten, eine Stelle einnehmen konnten, von der aus sie die Öffentlichkeit erreichen konnten. Das ist der Grund für die Existenz von alliierten Kontrolloffizieren an den deutschen Universitäten, für die alliierten Verfasser oder Assistenten im Umschreiben der deutschen Geschichtsbücher, und für die möglichst vielen ausländischen Dozenten für Geschichte und politische Wissenschaften an den deutschen Universitäten.

Und während die sicherlich nicht zimperlichen Nazis 1.628 Universitätsdozenten in den Ruhestand (mit Pensionen) schickten, machten die Antinazis im Jahre 1945 nicht weniger als 4.289 Professoren und Lehrer zu Opfern. Und diese bekamen überhaupt keine Pensionen. Wie Christ und Welt 1950 errechnete, entfernten die Nazis 9,5 Prozent des Universitätspersonals. Die Alliierten entfernten 32,1 Prozent.

Nahezu jeder dritte deutsche Universitätsprofessor in den westlichen Sektoren wurde seines Lehrstuhls oder seiner Forschungsstelle von den Siegern beraubt. Bis 1946 kamen aus den östlichen Territorien und Mitteldeutschland 1.028 Professoren und Lehrer als arbeitslose Flüchtlinge in das Gebiet der späteren Bundesrepublik, und später noch folgten Tausende mehr nach. Aber 1946 hatte die Entnazifizierung gerade erst begonnen, die laut der Kontrollrats-Direktive Nr. 24 vom 1. Januar 1946 die sofortige Entfernung früherer Nationalsozialisten „aus allen Dienststellen und aus zahlreichen Berufen“ vorsah, d.h. in der amerikanischen Besatzungszone allein. Zum Beispiel wurden bis Ende 1946 373.762 Personen als „ungeeignet für jede öffentliche Funktion oder Arbeit in der Wirtschaft, ausgenommen als Arbeiter“ befunden. (Zischka, Anton, War es ein Wunder, pp. 153-54.)


(Original und Quellenverweise)

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