„Die Wahrheit über Hitler aus englischem Mund”

Im allgemeinen kann die Beobachtung gemacht werden, daß die Engländer von ihrer Art her keinen rechten Zugang zum Wesen des Führers haben; um so bemerkenswerter sind die Erkenntnisse, welche in den folgenden Stellen zum Ausdruck kommen.

„Der Zauber seiner Persönlichkeit und seines Namens hat an seine Sache Männer mit einer Hingebung gebunden, die nur selten einem Führer gewährt wird. Nie hat eine Partei leidenschaftlichere Mitarbeiter gehabt.“

(Arthur Bryant, S. 246.)

„Hitler ist der einfache Mann aus dem Volke, kein philosophischer Automat, der totes Wissen hergibt, sondern im Gegenteil, er lehrt die Weisheit der Lebenserfahrung. So muß Hitler in den Augen seiner begeisterten Anhänger nicht nur als der deutsche Mensch, sondern ebenso als der natürliche Mensch gewertet werden. Nach allen Erzählungen scheint er eine große und echte Persönlichkeit zu sein; es würde deshalb ein großer Fehler sein, ihn einfach fiir einen ,Diktator‘ zu halten.“

(Wyndham Lewis, S. 46.)

„Man nehme Adolf Hitler als ein Symptom, als ein Sprungbrett, als einen bezeichnenden Zug auf dem Antlitz Europas, als politischen Heros, als eine Figur, die zur Antwort auf die unerträgliche innere Lage aufgeschnellt ist, als neuen Boulanger (!) oder was man sonst will. Mir genugt es, ihn als Sinnbild der heutigen deutschen Männlichkeit anzusehen, vorwarts getrieben durch die bewunderungswürdige Fähigkeit, Ausdauer und geistige Scharfsichtigkeit des Germanen, der seine Politik nicht aus zweiter Hand beziehen, sich nicht vom Zufall treiben lassen will, sondern den gewaltigen Stier ,Finanz‘ bei den Hörnern packt und versucht, sich die Freiheit zu erringen.“

(Wyndham Lewis, S. 181.)

So sehen jene einzelnen Engländer und Schotten in Adolf Hitler den „Mann aus dem Volke“, d. h. den echten Vertreter von „Jedermann“, so wie man nach ihrer Meinung auch im uniformierten SA.-Mann nicht eine besondere Ausprägung erblicken durfe, sondern einen einfachen deutschen Mann.

(I. A. Cole, S. 326.)

Darin liege das demokratische Grundelement des Nationalsozialismus. Dieser ,Jedermann“ Hitler freilich sei gerade auch deswegen der „Mann des Schicksals“ fiir dieses neue Jahrhundert geworden; seine Leistungen seien ohne Beispiel in der Geschichte.

(Ch. W. Domville-Fife, S. 266.)

G. Ward Price erinnert seine britischen Leser daran, daß seit den Tagen Luthers keine solche volkstümliche Kraft in Deutschland erschienen ist, noch ein soldier Glaube, der Berge versetzen kann.

(S. 56 und S. 82.)

Das hat auch Lord Rothermere in seinem Bemühen um eine deutsch-englische Verständigung in seinen Zeitungen zum Ausdruck gebracht:

„Der Glaube verrichtet Wunder. Die Deutschen haben einen neuen und mächtigen Glauben gefunden. Er hat das Wunder bewirkt, daß die Berge von Schwierigkeiten, die den Weg zur nationalen Wiedergeburt versperrten, versetzt wurden. Aber er hat noch mehr erreicht. Er hat Deutschland eine neue Seele gegeben. Die letzten zwei Jahre haben eine Entwicklung ge-eigt, die in ihren politischen Wirkungen ebenso tief und weitreichend ist wie die französische Revolution. Niemals zuvor in der Geschichte hat sich ein soldier Wandel in dem Charakter einer Nation, in ihren inneren Lebensbedingungen, in ihrer internationalen Stellung, ja sogar in der Haltung des Volkes innerhalb so kurzer Zeit vollzogen. Ich weise meine Landsleute darauf hin, daß Deutschland eine neue Gangart menschlichen Bestrebens eingeschlagen hat. Es hat eine beispiellose nationale Triebkraft voll höchster politischer Dynamik erreicht. Deutschland ist das neue Sparta. Der gleiche Geist in nationaler Zucht und Selbstaufopferung, der den wenigen Tausend Einwohnern eines kleinen griechischen Stadtstaates einen dauernden Platz in der Geschichte eintrug, wird jetzt wieder von 60 ooo ooo bewiesen, die in mancher Beziehung die klügsten, fleißigsten, kühnsten und tüchtigsten Menschen der Welt sind. Jeder, der Deutschland besucht, kann für seine Person die tatsächlichen Ergebnisse der Herrschaft Hitlers sehen. Ich will unten einige wenige der hervorragendsten erwähnen. Aber seine größte Tat kann nicht in Worten ausgedrückt oder in Statistiken umgesetzt werden – die Wiederentflammung der Seele des deutschen Volkes … Jeder ehrliche Mensch, der Deutschland in den Tagen vor Hitler kannte, wird einräumen, daß diese Taten ein Wunder nationaler Wiedergeburt darstellen. Sehen wir in Großbritannien klar, was diese Wiedergeburt bedeutet, oder ist unser Urteil noch durch verzerrte Eindrücke getrübt, die sich von Vorurteilen und Propaganda herleiten? Ich wiederhole, was ich bisher gesagt habe, daß fast alle über das nationalsozialistischie System selbst in unseren vertrauenswürdigsten Zeitungen veröffentlichten Nachrichten reiner Unsinn sind.“

(Lord Rothermere, S. 199/200/201.)

So lesen wir, noch einmal, in einer Zusammenfassung ein verständiges britisches Urteil mit einem schrfen Hinweis darauf, welche Mittel gegen die deutsch-englische Verständigung eingesetzt wurden. Zurückgeführt aber wird auch in diesem Urteil alles, was Deutschland seit 1933 leistete, mit voller Klarheit und Bestimmtheit auf die Persönlichkeit des Führers:

„Es gibt keine Lebensniederlage fiir einen Mann wie diesen, der an sich und an seine Sache glaubt.“

(Macdonald.)

Es ist das Geheimnis dieser Gewißheit, daß, wer mit einer vollkommen gerechten Sache und mit der Natur selbst verbündet ist, sein Ziel erreichen muß.

(Bryant, S. 199).

Von einer solchen Position her können die Taten des Führers in den Augen dieser Engländer und Schotten auf nichts anderem gegründet sein als auf Folgerichtigkeit (consistency), auf Aufrichtigkeit (sincerity), auf unbegrenzter Tatkraft (titanic energy), auf Mut und unvergleichlicher Kühnheit („De l’audace et encore de l’audace et toujours de l’audace“), auf Selbstlosigkeit, Selbstzucht und unermüdlichen Einsatz der eigenen Person (siehe z. B. Price, Sarolea, Mottistone, Laurie). Von solchen Einsichten her konnte man dann jenseits des Kanals auch zu diesem zusammenfassenden Urteil über Adolf Hitler kommen:

„Es gibt Zeiten, wo Gott in seinem tiefen Empfinden für Leiden, die die Menschen sich selbst zufügen, einen Mann sendet, einfach und unmittelbar in seinem Denken, nur von der Leidenschaft beseelt, eine Idee, die ihn ganz erfüllt, in die Wirklichkeit umzusetzen. Hitler hat nicht nur den Auftrag erhalten, das deutsche Volk zu retten, sondern auch einem aus den Fugen geratenen Europa den Frieden zu sichern.“

(Laurie, S. 20.)

Die nationalsozialistische Leistung

Was geleistet wurde, kann man nur ermessen, wenn man den Weg und seine Schwierigkeiten bedenkt, die von der Partei und ihrem Führer zur Wiederherstellung Deutschlands überwunden werden mußten.

„Von den wesentlichsten Nachkriegsereignissen sollte man ausgehen: der Blockade, der Republik und ihrem Kampf mit dem Kommunismus, den schwarzen Truppen im Ruhrgebiet, der Währungsinflation und dem Ruin der mittleren Klassen, Arbeitslosigkeit, Bürgerkrieg, Parteiarmeen, parlamentarischem Chaos, Haß gegen die Vertrage, keinem Glauben an Genf. Von dem deutschen Charakter kann ich nicht mit der Autoritat sprechen, die eine lange Erfahrung gibt, aber Beobachter haben übereinstimmend erklärt, daß diese Ereignisse eine „Niederlagenneurose“ hervorbrachten, die Deutschland zu töten drohte und die im Lauf der Ereignisse geheilt wurde durch einen tiefaufwühlenden Glauben und durch die Disziplin einer Führung, die das Verlorene zurückgab . . . Als erstes hatten die Deutschen ihre moralische Disziplin eingebüßt. Die jungen Männer, die sonst ihre militarische Dienstzeit gehabt hätten, von der aus sie in den Beruf gegangen waren, wurden durch Arbeitslosigkeit demoralisiert und wandten sich dem Kommunismus und dem Bürgerkrieg zu. Die neue demokratische Verfassung und die aufeinanderfolgenden demokratischen Regierungen brachten weder Führung noch Einheit. Das wirtschaftliche Elend trieb Familien, Klassen und Parteien zu gegenseitiger Anklage . . . Man sage, was man will von Hitler . . . Adolf Hitler beseitigte die ,Niederlagenneurose‘, indem er zunächst seiner Partei, dann dem Volke einen neuen Glauben an die nationale Zukunft, Führung, Disziplin, Organisation und an ein Programm gab. Deutschland war krank. Hitler besaß das Genie, ihm die heilende Hand aufzulegen.“

(Roger Chance, S. 66.)

So haben manche Engländer und Schotten erkannt, daß Hitler Deutschland seine Seele wiedergegeben hat, daß er die Deutschen wieder zu sich selbst zurückführte, nicht zu alten Zuständen, sondern zu neuen Ordnungen, welche weit in die Zukunft hinausweisen.

„Diejenigen, die die Ereignisse in Europa seit dem Kriege aus der Nähe betrachtet haben, wissen, wie schwierig der Weg nach aufwärts zur Wiedergesundung gewesen ist. Die Tatsache, daß das Deutschland, welches gezwungen wurde, den Vertrag von Versailles zu unterzeichnen, überhaupt eine Gesundung erlebte, ist für viele die Ursache eines ständigen Staunens, da die Friedensbedingungen, die den Stolz eines ritterlichen Feindes demütigten, so rachsüchtig waren. Heute kann es keinen Zweifel mehr über den Fortschritt geben, der in den letzten drei Jahren von Deutschland gemacht worden ist. Deutschland ist wieder eine Großmacht. Wahrscheinlich sogar eine noch größere als ehedem. Die vollständige Wandlung in den Ansichten und den Hoffnungen des deutschen Volkes ist ein Beweis für sein kraftvolles Herz und seine starke Aufbaukraft. Es ist sogar noch eine größere Leistung gewesen als der Wiederaufbau von Preußen unter Stein und Hardenberg nach der Schlacht von Jena.“

(Normann Hillson, S. 245.)

„Die Regierung ist mit der Arbeitslosigkeit fertig geworden … Sie hat die öffentliche Ordnung wiederhergestellt … Sie hat dem Lande seine Rüstung wiedergegeben und die ihm von den Alliierten auferlegten Demütigungen abgeschüttelt. Sie hat dem Lande ein Gefühl der Zielsicherheit gegeben. Sie hat einen riesigen philanthropischen Apparat geschaffen.“

(J. A. Cole, S. 327.)

So werden im Rundblick über Deutschland die verschiedenartigsten Veränderungen und Neugestaltungen hervorgehoben, die das nationalsozialistischie Reich von den Zuständen zwischen 1918—1933 unterscheiden.

„In Deutschland haben die Industriebetriebe aufgehört, den wettbewerbsmäßigen, unorganisierten Charakter englischer Prägung zu tragen. Jeder deutsche Erzeuger, vom größten Unternehmer bis zum einfachsten Arbeiter, wird dazu erzogen, sich als Glied in einem Unternehmen von offentlichem Nutzen zu fühlen und seine persönlichen Interessen natürlicherweise denjenigen des Landes in seiner Gesamtheit unterzuordnen. Persönliche Handlungsfreiheit bedeutet im allgemeinen sehr viel Wirrwarr, den man unter einem autoritaren System vermeidet. Der Unterschied zwischen Deutschland und den demokratischen Ländern ist derjenige, der zwischen einem Berufs- und einem Amateurspieler beim Fußball besteht. Die Amateure können tun, was sie wollen, aber die Berufsspieler haben die Befriedigung, besser Fußball zu spielen. ,Mannschafts- Arbeit‘ (team – work) bei nationalen Angelegenheiten erfährt in England sehr viel Lippendienst, dennoch bleibt das Land in hohem Maße individualistisch. Die Nazis predigen nicht nur dieses Ideal, sondern sie verwirklichen es nach dem Sinn ihres Wahlspruches Gemeinschaft und Dienst (fellowship and service).“

(G. Ward Price, S. 115.)

Zu diesem besonderen Punkt „Gemeinnutz geht vor Eigenhutz“ bemerkt ein anderer Engländer entgegen der besonders unsinnigen in Großbritannien so weitverbreiteten Hetze:

„Ich erkläre als meine ehrliche Oberzeugung, daß indem Deutschland von heute mehr wahres Christentum anzutreffen ist als jemals zur Zeit der Weimarer Republik.

(F. Yeats-Brown.)

Nicht allein in den äußeren Leistungen des Nationalsozialismus in bezug auf Arbeitslosigkeit, Industrieorganisation, Wohlfahrtseinrichtungen, nationale Gesundheit, Lebenshaltung, Gemeinschaftsgeist usw., sondern auch in der Einwirkung auf den Menschen selbst erkennen die Engländer und Schotten, die nach Deutschland gekommen sind, um die Wahrheit über den „Hitlerismus“ festzustellen, die aufbauende Kraft des Natianalsozialismus.

Dr. A. J. Macdonald, Rektor von St. Dunstan-in-the-West schreibt:

„Vielleicht findet man die beste Garantie fiir die Stabilitat von Hitlers Regime in der starken sittlichen Kraft und in dem strengen Leben des Mannes. Die moralische Reformation des modernen Deutschlands kann überall in Augenschein genommen werden. Das Hitlerregime hat den unsauberen Filmen Einhalt geboten, es hat die Straßen des Nachtlebens und die Nachtlokale geschlossen, und durch seine Propaganda stellt es die Reinheit der alten deutschen Ideale von Heirat und Familienleben wieder her. ,Es ist die erste Pflicht‘, wie er sagt, eines völkischen Staates, der Ehe die Weihe jener Institution zu geben, die berufen ist, Ebenbilder des Herrnhervorzubringen.'“

Der Verfasser geht dann zu den Fragen der Jugend über.

„Auch mit der Inangriffnahme des Problems der Nachkriegsjugend steht bis jetzt die Hitlerregierung allein da in Europa. Statt daß sie die Generation, die die Schule verlassen hat, aber noch nicht von der Industrie angefordert wird, mit der Arbeitslosenunterstützung in Faulheit verkommen oder ohne die Unterstützung verhungern laßt, hat Hitler die deutsche Jugend in verschiedene Organisationen hineingebracht, bei denen sie eine politisch und moralisch gesunde Erziehung bekommt, ihre Körper durch gesunde, disziplinierte Übungen müde macht und wo sie gleichzeitig Nahrung, Kleidung und Unterkunft erhält. Eines der überraschendsten Dinge, die dem Reisenden in dem neuen Deutschland begegnen, ist der fröhliche Ton und das gesunde Aussehen der jungen Manner, die zum Arbeitsdienst eingezogen wurden. Das gleiche gilt von den Kindern.“

(Macdonald, S. 40.)

G. Ward Price schreibt dazu:

„Die Kinder bieten das beste Zeugnis fiir die Vorteile dieser Regierung. Die Jungen und Mädel von Deutschland und Italien bieten jetzt in körperlicher und ganz allgemeiner Erscheinung das beste Bild von Europa. Sie übertreffen diejenigen anderer Nationen gerade so, wie es die englischen Jungen in den Tagen taten, als sie die einzigen waren, die Spiele spielten, während die deutschen Kinder blasse und bebrillte kleine Studenten waren.“

(Price, S. 164.)

Audi Sir Arnold Wilson verweist mit grofier Bewunde-rung auf die Leistungen, die in der Jugend vollbracht wor-den sind:

„Ich habe gesehen, wie die deutsche Jugend beim Spiel und bei der Arbeit eine Energie und eine Begeisterung entfaltet, die, weil sie so ganz und gar uneigenniitzig ist, ganz und gar gut ist. Große dynamische Kräfte sind zur Entfaltung gebracht worden, die Reservekräfte sind noch großer … Sie genießen das Gefühl und den Glauben, daß sie wieder eine geeinte Nation sind, die imstande ist, der Welt ins Gesicht zu sehen.“

(Wilson, S. 96.)

Zusammenfassend aufiert sich Sir Arnold Wilson dahin:

„Es gibt viel in der Lehre und Politik der Nazis, was wahr und gut ist, vieles, was der Jugend in der Welt Hoffnung und Vertrauen einfloßt.“

(The Nineteenth Cen-tury Bd. 117 S. 664.)

Deutschland hat ein neues Gesicht bekommen. Deutschland ist wieder glücklich geworden. Von der Jugend her wächst ein neues Menschentum heran. Die neue Haltung des Deutschen zeigt die Wege zu einer Hebung des Menschen: ,a finer race‘, wie der Brite sagt, wird sichtbar.

„Die Nation blickt voll Hoffnung und voll Vertrauen auf den Führer in die Zukunft. Hoffnung gegen Verzweiflung — das fertig zu bringen, bedeutet schon etwas.“

(Robert Hastings, S. 36.)

Wenn jene Engländer und Schotten während ihrer Beobachtungsreisen durch Deutschland alle ihre Eindrücke zu sammeln und zu verarbeiten suchen in dem Bemühen, zu den letzten Zielen und Idealen, zu den tiefsten Antrieben und Kräften vorzudringen, wenn sie nach den gemachten Wertmaßstaben suchen, um diese neue deutsche Welt zu beurteilen, dann müssen sie auf das klassische Altertum zurückgreifen:

„Hitler ist ein großer Führer geworden; für den forschenden Beobachter jedoch liegt das Hauptinteresse nicht in seiner persönlichen Regierung, sondern in dem Staatsideal, das er entwickelt hat und in Deutschland verwirklicht. Er ist ein Vertreter aller jener, von Plato angefangen, die sich den Staat als ein organi-ches Ganzes vorstellen, das bewußt von einem ethischen Prinzip geleitet wird und vom einzelnen verlangt, daß jeder an seinem Platz seinen Teil dazu beitrage, diese ethische Idee, die den Staat trägt, Wirklichkeit werden zu lassen. Hitlers Originalitat liegt darin, daß er solche abstrakten Ideen in ein lebendiges Lebensprinzip verwandelt, indem er die Abstraktion ,Staat durch die lebendige Wirklichkeit, die deutsche Nation‘ ersetzt.“

(A. P. Laurie, S. 29.)

So sind die Deutschen heute die Hüter des hohen Erbes der Hellenen geworden:

„Eine solche Erziehung von Persönlichkeiten nach der griechischen Auffassung vom Bürgertum ist die Aufgabe, die sich die Hitlerbewegung gestellt hat. Daß dieses Bewußtsein in den angelsächsischen Ländern nicht vorhanden ist, bedarf kaum der Hervorhebung. In Deutschland ist es jedoch lange Zeit vorhanden gewesen und brauchte deshalb nicht neu geschaffen, sondern nur als das Bedürfnis der Stunde wieder angeregt zu werden.“

(Wyndham Lewis, S. 57.)

Das sind sehr weitreichende weltgeschichtliche Zusammenhänge, die sowohl in die Vergangenheit zuriick als auch in die Zukunft hinausgreifen und dem englischen Leser sichtbar gemacht werden sollen. „Nationalsozialismus, wie er heute in Deutschland. verstanden und ausgeübt wird, hat wenig Ähnlichkeit mit der internationalen Form des Sozialismus, der in einigen anderen Ländern angepriesen wird. Ohne zu tief in die Ismen und Ideologien moderner politischer Gedankengänge zu tauchen, muß hier gesagt werden, daß im Naziglaubensbekenntnis folgende grundlegende Prinzipien enthalten sind: Dienst am Staate; die Entwicklung des Charakters und die Stärkung der Willenskraft, Verehrung aller deutschen Führer der Vergangenheit und der Gegenwart; die Ehre, die durch die Ernennung auf einen Führer fällt, muß die Wirkung haben, daß ihm der Dienst Freude bedeutet und sein Bestreben stärkt, jedes Opfer zu bringen, das in der Folge von ihm verlangt werden kann, wenn es auch noch so hart ist; die Schaffung eines gesunden Volkes, weil ein krankes niemals den Anspruch auf Größe in der modernen Welt erheben kann; die Verpflichtung jedes einzelnen, seine geistige und körperliche Beschaffenheit zu verbessern, eine Person zu heiraten, die sich der gleichen Pflicht unterzieht; absoluter Gehorsam jedes einzelnen gegenüber den Führern des Volkes, die ihrerseits Männer und Frauen mit Willenskraft, Kenntnissen und Fähigkeiten sein müssen und ohne Rücksicht auf ihre gesellschaftliche Stellung ernannt werden; die Abschaffung jeder Art von Rang, der sich nur auf den Besitz von Eigentum grundet.“

(, S.41.)

Wer sich das vergegenwärtigt, der kann allerdings zu der Formulierung kommen:

„Tatsächlich ist das neue Deutschland in mancher Hinsicht spartanisch, wenn es fortdauernd auf körperliche Leistungsfähigkeit und der Aufrechterhaltung einfacher Beziehungen zwischen allen Gliedern der Gemeinschaft frei von jedem Klassengefühl besteht.“

(Charles W. Domville-Fife, S. VI.)

Diese deutsche Zielsetzung, die dem hellenischen Geist in seinen stärksten Formen entspricht, ist von einzelnen Engländern und Schotten gewürdigt worden. Wer kann den grenzenlosen Idealismus, den großen Schwung und den ungeheuren Fleiß in der deutschen Erneuerung durch die Bewegung von Adolf Hitler leugnen wollen? Freilich — selbst wenn der Engländer diesen „metapolitischen“ Einschlag im neuen Deutschland erkennt und anerkennt, so kommen doch manche Fremde noch mit der Frage, ob die „Politik von Tag zu Tag“, die derNationalsozialismus führt, ob seine konkrete Handlungsweise, ob der Stil seiner Außenpolitik nicht doch kritisiert werden müsse? Insbesondere werden hier die Ereignisse zur Erörterung gestellt, welche die Beziehungen des deutschen Volkes zu den anderen Nationen betreffen.

Der Aufstieg Großdeutschlands

Wie ist Hitlers Weg im Bereich der internationalen Politik zu werten, so wird gefragt. Was sind seine Ziele in diesem Bereich? Wie steht es insbesondere mit den britischen Interessen gegenüber dem deutschen Aufstieg? Die erste Frage der Briten auf dem Gebiet der Außenpolitik Deutschlands war immer: Will Hitler den Krieg? Die von bestimmten Plutokraten abhängige Presse hat sieben Jahre lang immer mit diesem Kriegsschreck gearbeitet. Einzelne unabhängige Engländer und Schotten aber haben versucht, sich auch von dieser Meinungsmache möglichst freizuhalten. Wir wollen auch dazu einige Stimmen anführen. Zunächst wird mit Recht darauf verwiesen, daß die Deutsche Regierung wie keine andere eine Zusammensetzung aufweist, die jeden leichtfertigen Kriegsentschluß zur Unmöglichkeit macht.

„Hitlers erstes Kabinett umfaßte elf Männer, von denen nur drei aus körperlichen Gründen nicht an der Front gestanden hatten; fünf waren verwundet worden. Welches Kabinett in Europa kann so etwas aufweisen? Sie wissen, was Krieg bedeutet. Warum soll man ihren Wunsch, ihn zu vermeiden, anzweifeln?“

(Sir Arnold Wilson, S. 149.)

Dann kamen die ersten großen außenpolitischen Unternehmungen des neuen Reiches; die britische Öffentlichkeit stand vor der Frage, wie Hitlers Friedensoffensive zu beantworten sei.

„Die Forderung des deutschen Kanzlers an die Staatsmänner von Europa war, obwohl in der Art der Überbringung zu plötzlich, zum mindesten neu und empfahl sich dadurch, daß sie eine Herausforderung nicht zum Krieg, sondern zum Frieden darstellte. Diese bedeutsame Tatsache sollte ständig im Auge behalten werden.“

(William Harbutt Dawson, S. 401.)

Die „Herausforderung zum Frieden“ durch Adolf Hitler kam freilich einseitig von Deutschland; denn weder die westliche Presse noch die westlichen Staatsmänner haben Hitlers Friedensvorschläge ernsthaft aufgegriffen, obwohl jedem Einsichitigen deutlich sein müßte, daß die alten Friedensdiktate Keime zu neuen Kriegen enthielten.

„Daß Kriege in Europa ausbrechen können, ist durchaus möglich. Die Verträge von Versailles und Trianon haben die Samen gelegt zu zahlreichen Kriegen; der erste Schritt zum Frieden hin aber besteht darin, daß die Nationen die ehrlichen Absichten und den Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit bei anderen Nationen voraussetzen sollten. Daß wir uns so weit von dieser vernünftigen Haltung entfernt haben, ist nicht den Völkern Europas zuzuschreiben, sondern ihrer Presse und ihren Politikern.“

(A. P. Laurie, S.43.)

Damit wird mit dem Finger auf die Kriegsschuldigen im eigentlichen Sinne gewiesen. Sir Arnold Wilson fürchtete, daß, wenn der Krieg unter diesen Umständen kommen würde, Großbritannien kein gutes Gewissen haben konnte.

„Die deutsche Nation steht unter harten Anspannungen“ – schrieb er 1936 – „sie bringt unerhörte Opfer an materieller Bequemlichkeit und persönlicher Freiheit fiir die Sache der Einheit, die sie nicht nur an sich erstrebt, sondern auch als Schritt auf dem Wege zu internationaler Gleichberechtigung, zu Ansehen und Chance im Rat der Weltmachte. Ihnen dieses verweigern, ihnen alle Forderungen abschlagen, bedeutet, daß ein Krieg kommen muß; es wird ein Krieg sein, in den wir unter den gegenwärtigen Umständen nicht mit einem reinen Gewissen eintreten konnten, und diese Tatsache würde für den schließlichen Erfolg verhängnisvoll sein.“

(S. 280.)

Die innere Kriegsschuldfrage findet auch in einer Bemerkung der „Contemporary Review“ eine Beleuchtung, wenn es da im Anschluß an das Miinchener Abkommen von 1938 heißt:

„Ob es nun möglich ist, mit Deutschland zu einer Verständigung zu kommen oder nicht, eins ist ganz sicher: die Haltung, die von den meisten in Mr. Chamberlains Opposition eingenommen wird, ist der sicherste Weg, den Krieg unvermeidlich zu machen.“

(H. Powys Greenwood, S.530.)

Was freilich der Ausgang sein würde, wenn trotz Hitlers Bemühungen um den Frieden durch den Einfluß von Männern wie Winston Churchill, Duff Cooper, Eden und den Führem der Labour-Party der Kampf unvermeidlich würde, haben einzelne Schotten und Engländer mit Besorgnis gefragt. Sie ahnten etwas von dem völlig neuen Geist, der das nationalsozialistische Reich beseelt.

„Wenn es noch einen Krieg geben sollte, was Gott verhüten möge, wird der Geist des deutschen Volkes nicht wieder zerbrochen werden.“

(Arnold Wilson, S.65.)

Es hat also Engländer gegeben, die mit völliger Klarheit und Bestimmtheit gesehen und verkündet haben, daß die Hoffnungen auf innerdeutschen Verfall eitel waren und daß die englische Staatsführung sich von ihren eigenen schwächlichen Wünschen und den interessierten Prophezeiungen der jüdischen Emigration in das gefährlichste und unsinnigste Unternehmen der englischen Geschichte hineintreiben ließ.

Seit 1933 sprach die westliche Welt vom Krieg gegen Hitler. Wer an diesem Kriege interessiert war, wurde dabei von Jahr zu Jahr offenkundiger. „Es ist meine Pflicht, dem Volk Angst einzujagen“ – hat einer der Kriegshetzer, der damalige Kriegsminister Duff Cooper, in seinem Feldzug gegen den Hitlerismus und fiir die Beschleunigung der Rekrutierungen in England in einem persönlichen Gespräch bekannt.

(Philip Gibbs, S. 122.)

Hitler aber trat dagegen mit dem größten Abrüstungsangebot hervor, das die Weltgeschichte kennt. Einzelne Engländer und Schotten haben die Bedeutung und die Tragweite dieser Vorschläge erkannt.

„Wenn Hitler der eigentliche Urheber dieses grandiosen Planes ist, dann erweist er sich als ein großer und kiihner Mann. Er hat schon Deutschland aus der Verwirrung und dem Zusammenbruch gerettet; wie, wenn es sich erweisen würde, daß er Europa vor dem gleichen Schicksal bewahrte? Es wird ein Unglück geben, wenn die Maßnahmen, die hier vorgeschlagen werden, von den Mächten, die es hauptsächlich angeht, nicht in vollständiger und offener Weise in Betracht gezogen werden, und gleichfertig muß bei ihnen die Entschlossenheit herrschen, daß sie alles in ihrer Macht Stehende tun wollen, um die Vorschläge zu verwirklichen.“

(William Harbutt Dawson, S. 406.)

Der Beauftragte von Lord Rothermere, der Journalist Ward Price, bringt einmal zum Ausdruck, welche schwere Verantwortung diejenigen auf sich geladen haben, die diese einzigartige Gelegenheit zu Abrüstung und Frieden nicht ergriffen haben.

„Jetzt, da alle europäischen Regierungen großere Zerstörungskräfte als je zuvor aufbauen, mag daran erinnert werden, daß im Jahre 1934 der deutsche Kanzler eine allgemeine Begrenzung der Rüstungen vorschlug. Wenn das durchgeführt worden wäre, hätte man sich riesige Ausgaben und viel Aufregung erspart. Hitlers Plan sah eine Beschränkung der französischen und der deutschen Armee auf je 500000 Mann vor. Er wollte fünf Jahre warten, damit die Franzosen Zeit hätten, um auf diesen Stand hinunterzukommen. Tanks und Kanonen sollten nur in kleiner Form vorhanden sein, und Bombenflugzeuge sollten von allen Mächten aufgegeben werden. Deutschland bot an, sich für mindestens fünf Jahre mit der halben Luftflottenstärke Frankreichs oder mit 30% derjenigen aller seiner Nachbarn zusammengenommen zufrieden zu geben, je nachdem, welche dabei die niedrigere sein würde. Endlich willigte Hitler in die Ernennung einer internationalen Kommission die die Durchführung dieser Beschränkungen überwachen sollte. Die französische Regierung trägt die Verantwortung dafür, daß diese Gelegenheit, die sie uns allen bot, dem Rüstungswettrennen aus dem Wege zu gehen, zurückgewiesen wurde, und die englische Regierung trägt die Verantwortung dafür, daß sie versäumte, die französische Regierung zu einem anderen Kurs zu überreden. Die Folge der Ablehnung von Hitlers Vorschläge ist gewesen, daß wir jetzt – anstatt große Summen zu sparen, indem wir Deutschland die Gleichberechtigung im kleinen Maßstab zuerkannten – gezwungen sind, immer größere Summen auszugeben, um zu versuchen, nun auch den höchsten Stand zu erreichen, zu dem Deutschland fähig ist.“

(G. Ward Price, S.i j 1/1 52.)

Zu dem Entschluß, Deutschland die Gleichberechtigung auf dem Gebiet der nationalen Rüstungen zu gewähren, konnten die westlichen Politiker und deren Drahtzieher sich nicht durchringen. Wie Ward Price, so klagt auch Philip Gibbs darüber in tiefer Resignation; denn er sieht, daß gerade auf diesem Gebiet der Völkerbund völlig versagt hat.

„,Unsere Aufrüstung‘, erklärte mein Freund, Parlamentsmitglied der Liberalen Partei, ,ist ein Beweis dafür, daß wir die Idee des Völkerbundes aufgegeben haben. Jetzt ist die Regierung in der Hand der Rüstungsindustrie, und die Arbeiterpartei unterstützt die Aufrüstung, weil sie Arbeit und Lohn bedeutet — bis eben der Zusammenbruch oder die Explosion kommt. Als es noch eine Gelegenheit gab, überall Rüstungsbeschränkungen durchzuführen, da haben wir diese Gelegenheit gründlich verpaßt. Ich denke oft, es wäre besser gewesen, wenn die Befürworter des Völkerbundes nicht aus Parteimitgliedern bestanden hätten. Sämtliche Parteien priesen ihn als ein wunderbares Ideal, um das sich in Wirklichkeit keiner kümmerte“

(S. 130.)

Mit dem Wiederaufstieg Deutschlands und der Wiederherstellung seiner europäischen Freiheit ist es bei der feindseligen Einstellung der Westmächte gegen das sich erhebende Reich zu einer Reihe von Krisen gekommen. Auch zu diesen kritischen Augenblicken der europäischen Geschichte zwischen 1933 und 1939 liegen uns einige Äußerungen von Engländern und Schotten vor, welche uns einen Einblick in jene Kreise in Großbritannien gewähren, welche heute zum Schweigen verurteilt sind. Zur Rheinland-Besetzung hören wir:

„War es, im ganzen gesehen, eine so ungeheuerliche Sünde, die deutschen Soldaten von einem Teil ihres eigenen Landes in den anderen marschieren zu lassen, von dem man sie durch fremdes Diktat siebzehn Jahre lang ausgeschlossen hatte, daß wir ihn (Hitler) immer noch mit unverdaulichen Predigten über die Pflicht, folgsam und artig zu sein, bearbeiten müssen? Die Engländer sollten ein wenig mehr von dem ,Sportgeist“ zeigen, der ihnen so gut ansteht. Denn wie lange würden wir ein solches Diktat hingenommen und ertragen haben? Kann es viele von uns geben, die, wenn sie in der Lage der Deutschen gewesen wären, nicht lieber gesehen hätten, es würden hundert Verträge gebrochen, als daß sie eine solche Demütigung auch nur 17 Tage, geschweige denn 17 Jahr lang ertragen hätten? Weiter noch, wenn Hitler einer Vertragsverpflichtung aus dem Wege gegangen ist: haben wir denn niemals das gleiche getan, wenn starke Gründe dafiir vorlagen?“

„Was Hitler getan hat, ist folgendes: er hat den ersten wirklichen Versuch seit 1919 gemacht, Europa zu normalen Zuständen wieder zuruckzuführen, und zwar aus dem Bewußtsein heraus, daß nur dann das dringende Werk eines Wiederaufbaues beginnen kann, wenn ein klarer Kurs vorgezeichnet und feste Grundlagen gelegt worden sind.“

(William Harbutt Dawson, S. 402/3.)

Nach der Rheinland-Besetzung und der Aufhebung der Locarno-Bestimmungen wurde die nächste große Erregung in England durch den A n s c h l u ß , d. h. die Wiederherstellung der Verbindung Österreichs mit dem Reich, hervorgerufen. Gegen diese künstliche Aufregung schrieb A. P. Laurie:

„Es wird die Anklage erhoben, daß das deutsche Volk unter Anwendung von Gewalt gehandelt habe. Da aber alle diese Veränderungen in vollkommen ordentlicher Weise erreicht worden sind, da sie unter der jubelnden Zustimmung der betroffenen Bevölkerung und ohne Verlust eines einzigen Menschenlebens vor sich gegangen sind, fällt die Klage auf Gewalt vollständig unter den Tisch. In diesem Lande gibt es Leute, die reden von einem ,Angriff‘ auf Österreich. Ein ,Angriff, bei dem die Bewohner des ,angegriffenen  Landes die Gewehre der ,Angreifer‘ schmücken, ist etwas Neues in der Geschichte.“

(S. 80.)

Auf Österreich folgte schnell die Sudetenfrage; diese fand ihre Lösung in München, wo England und Frankreich der Verbindung der rein deutschen Teile von Böhmen und Mähren mit dem Reich ihre Zustimmung erteilen mußten. Damit war eine besondere deutsch-britische Friedenserklärung verbunden worden. Wie aber haben die mächtigen Gegner Deutschlands in Großbritannien den Münchener Abschluß aufgefaßt? Als einen Schritt zum Frieden oder als ein Mittel zur Kriegsvorbereitung? Auch zu dieser Frage hat sich Dr. Lauri geäußert:

„Seit der Unterzeichnung der Friedenserklärung zwischen Chamberlain und Hitler im September sind die Ereignisse in Europa rasch weitergegangen. In Großbritannien war die Antwort auf die Friedenserklärung ein wilder Feldzug in der britischen Presse gegen Deutschland und ein Ansturm auf Chamberlains Politik sowohl von der parlamentarischen Opposition wie auch von Mitgliedern seiner eigenen Partei. Die Friedenserklärung wurde einfach übergangen und der Krieg mit Deutschland wie eine Selbstverständlichkeit besprochen. Chamberlain konnte seine Stellung nur dadurch halten, daß er die Ausgaben fiir Rüstung gewaltig steigerte.“

(S. 167.)

Wenn man angesichts dieser Entwicklungen im Winter 1938 – 39 nach den tieferen Gründen forschte, die die Mächte des Westens dazu brachten, im Krieg gegen Deutschland die einzige Rettungsmöglichkeit fiir ihr System der Weltbeherrschung zu erblicken, so trifft man auf die plutokratisdien Mächte und Tendenzen und ihre Methoden, Presse und Parlamente zu kontrollieren.

„Die deutsche Regierung hat gezeigt, daß Gold nicht nötig ist; das ist einer der Gründe fiir die Politik, die Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten gegen Deutschland betrieben haben. Millionen werden für diese Propaganda ausgegeben; wenn aber einmal die Völker von Großbritannien, Frankreich und USA. sich darüber klar werden, daß das Geschrei, Deutschland strebe nach Weltherrschaft, heute eine ebensolche Lüge ist, wie es 1914 eine Lüge war, daß die einzige Gefahr für die Demokratie ihre eigene Mißregierung ist, ihre Schwäche gegenüber den Interessen des Kapitals und ihre Preisgabe öffentlicher Interessen gegenüber dem gierigen Drängen der Politiker nach Macht, daß sie von der Hochfinanz wie Schafe zur Schlachtbank getrieben werden, genau so, wie sie in den Burenkrieg hineingetrieben wurden, dann werden sie in Empörung ausbrechen!“

Das sind warnende Worte aus dem Sommer 1939. Der Verfasser fügte hinzu:

„Die Empörung hat in England schon begonnen, wenn sie auch von unserer Presse noch nicht berichtet wird.“

(Laurie S.175.)

Deutsch-britische Verständigung

Während von 1933 ab die ständige Hetze der englischen Presse mit allen daraus hervorgehenden Folgerungen die Entwicklung auf den Krieg hintrieb, hat Deutschland mit erstaunlicher Selbstbeschränkung urn Verständigung und deutsch-englische Zusammenarbeit geworben*). In Deutschland wurde die Presse gegenüber der englische’n Hetze bewußt gezügelt, die englische Presse aber durfte mit der faulen Entschuldigung von der sogenannten Pressefreiheit zügellos die englischen Massen gegen das deutsche Volk aufpeitschen. Trotz dieser Haltung der britischen Presse haben in dieser Frage der Zusammenarbeit der beiden Völker an der Nordsee einzelne Engländer und Schotten die wiederholten Angebote des Führers doch beachtet und befürwortet; zum Unglück Großbritanniens aber vergeblich. Jene Engländer und Schotten, die das Bemühen des Führers verstanden hatten, erkannten, was ein deutsch-bri-tischer weltpolitischer Ausgleich fiir das Schicksal Europas bedeuten mußte. Voraussetzung eines solchen endgültigen Ausgleichs war die Gleichberechtigung der beiden Mächte, was praktisch-politisch in der Sicherung der Blockadefestigkeit Deutschilands zum Ausdruck kommen mußte. Diese Unabhängigkeit von der Willkür der britischen Blockade oder Blockadedrohung sollte nach britischem Wunsche unter allen Umständen, also auch mit den Mitteln des Krieges verhindert werden! Deshalb das Garantieangebot, selbst in der Form von „Blankoschecks“, an verschiedene osteuropäische Mächte. Den anderen Streitpunkt des deutsch-britischen Ausgleichs bildete die ‚Kolonialfrage. Vom Führer ist auch hier nichts vorgeschlagen worden, was nicht auch von Großbritannien ohne eine wirkliche Beeinträchtigung seines Weltreichs hätte gewahrt werden können.*) Siehe Fritz Berber: Deutschland-England 1933 bis 1939, Die Dokumente des deutschen Friedenswillens. Essener Verlagsanst., 1940. Es ist nicht unsere Absicht, hier den Umkreis der Stimmen zu erfassen, welche zeigen, daß eine Reihe von Engländern und Schotten mehr oder weniger bereit war, den Weg zur deutsch-britischen Verständigung einzuschlagen. Wir wollen nur zwei Mitglieder des Oberhauses zu dieser Frage hören; die eine Stimme hebt die Bedeutung der Tatsache hervor, daß das Angebot Hitlers von der ganzen deutschen Nation mitgetragen würde, und die andere Stimme den Ernst und die Aufrichtigkeit dieses Angebots. Lord Rennel hat in den Debatten des Oberhauses 1936 ausgeführt:

„Uns wird heute eine anscheinend sehr große Möglichkeit geboten: in dem Bewußtsein, die ganze Nation in Übereinstimmung hinter sich zu haben, fordert der von einem großen Volk, das so viel zur Kultur der Menschheit beigetragen hat, anerkannte Führer uns auf, die Vergangenheit zu vergessen, die Streitaxt zu begraben, Mißtrauen und Argwohn beiseite zu legen und am runden Tisch Platz zu nehmen, um einen Plan zu beraten, der den Frieden der Welt sichert.“

(Debates, Band 100, Sp. 567.)

Das andere Wort stammt von Lord Mottistone, der während der Debatten im Oberhaus öffentlich bekannt gab:

„Ich habe viele Unterredungen mit Hitler gehabt. Ich glaube, ein jeder, der mit diesem bedeutenden Manne in wirkliche Berührung gekommen ist, wird mit mir in einem Punkte übereinstimmen, so sehr wir auch in anderen Punkten vielleicht verschiedener Meinung sein mogen — das ist die Tatsache, daß er absolut vertrauenswurdig, aufrichtig und selbstlos ist. In diesem Punkte stimmen alle überein, auch diejenigen, die Hitlers Politik an sich für falsch halten.“

(Debates Bd. 96 Sp. 1044.)

So wie hier Lord Rennel und Lord Mottistone, hat eine ganze Reihe von bedeutenden Engländern und Schotten die Angebote des Führers, die deutsch-englische Politik auf eine Linie zu bringen, im positiven Sinne aufgenommen. Leider waren es aber immer nur Männer, die keine unmittelbare politische Verantwortung trugen. Die Verantwortlichen haben, wie bekannt, genau das Gegenteil der Politik verfolgt, die ihnen diese Männer auf Grund der in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse anrieten. Damit ist der weitsichtige Versuch Hitlers nicht ans Ziel gelangt. Großbritannien glaubte die wahre Gleichberechtigung Deutschlands verhindern zu müssen. So kam es zum Kriege. Wie sein Ausgang sein wird, kann heute niemandem mehr zweifelhaft sein: die Sicherung des Großdeutschen Reiches, des Lebens und der Arbeit seiner Bewohner wird gewonnen werden gegen alle die Kräfte, die Großbritannien dagegen ins Feld zu bringen versuchte und die es selbst in die Waagschale zu werfen hat. Der Krieg wird mit dem deutschen Siege enden; damit wird auch die Wahrheit über Adolf Hitler siegen! […]


Siehe auch:

Bericht von Lord Rothermere zur Lage im Deutschen Reich der Jahre 1934 und 1935:

Hier

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5 Kommentare

  1. Sach‘ mal, aus welchem Buch denn sind die obigen Zitate, wo jeweils die Seitenzahlen angegeben sind?

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