Die Luftangriffe auf Gelsenkirchen am 6. November 1941

[…] Die einzigen guten Deutschen sind die toten Deutschen; lasst jetzt die Bomben auf Deutschland regnen.

(1942, der Jude Lord Vansittart, Apostel des Hasses, in “Neuf mois au gouvernment” – La Table Ronde, 1948)

Prolog:

„Unser eigentliches Ziel waren immer die Innenstädte. Die Zerstörung von Industrieanlagen erschien uns stets als eine Art Sonderprämie“

(Arthur Bomber-Harris)

Eine der großen Geschichtslügen, die Deutschen hätten mit dem Luftterror begonnen, ist historisch schon lange widerlegt. Bereits 1939 erfolgten sieben Luftangriffe der RAF auf Nordwestdeutschland. Am 10./11. Mai 1940 wurde die Innenstadt von Mönchengladbach angegriffen. Entgegen dem Völkerrecht  wurden danach auf Befehl der Kriegsverbrecher Churchill, Roosevelt, Stalin und Konsorten durch den alliierten Bombenterror gezielt die Wohnbezirke aller deutschen Städte mit 50.000 und mehr Einwohnern in Schutt und Asche gelegt; unersetzliche Kulturgüter geplant vernichtet und etwa 1 Million Zivilisten grausam ermordet, darunter über 54.000 Kinder unter 14 Jahren.

„… ich will nicht den Kampf gegen Frauen und Kinder führen. Ich habe meiner Luftwaffe den Auftrag gegeben, sich auf militärische Objekte bei ihren Angriffen zu beschränken“

(Adolf Hitler in seiner Rede vor dem Reichstag am 1. September 1939)

Entsprechend diesem Befehl richteten sich die deutschen Luftangriffe auf Warschau im September 1939 und Rotterdam 1940  ausschließlich gegen militärische Ziele als Teil eines Feldzugs. Im Fall von Warschau wurde der Zivilbevölkerung 9 Tage Zeit gegeben, die Stadt zu verlassen, falls das polnische Militär die Stadt nicht freiwillig übergäbe. Der Angriff auf Rotterdam im Mai 1940 erfolgte, weil der niederländische Stadtkommandant die Kapitulationsaufforderung ablehnte. Das Bombardement von Coventry vom 14. November 1940 galt den im Stadtzentrum gelegenen Rolls-Royce Flugzeugmotorenwerken und zahlreichen kleineren Rüstungsbetrieben.


Die Terrorangriffe auf Gelsenkirchen

1941

12. Juni: Schwerer Bombenangriff (Altstadt, Bismarck).

26. Juni: Weitere Bombenangriffe auf Gelsenkirchener Stadtgebiet.

1941 insgesamt 26 Bombenangriffe, 5083 Bombenabwürfe. 24 Tote.

1942 

Ab 4. Januar: Weiterhin Angriffe britischer Bomber auf das Stadtgebiet, erstmals Tagesangriffe amerikanischer Bomber.

9.  März: Bombenangriff (Heßler).

10. März: Bombenangriff (Bismarck).

13. März: Bombenangriff, 7 Tote, 16. März: Bombenangriff (Zeche Graf  Bismarck).

31. Mai: Absturz eines britischen Bombers mit Bombenladung auf  Gelsenkirchen-Buer (In der Steinkuhle) 13 Tote, 110 Verletze

26. Juli: Bombenangriff (Erle).

17. September: Schwerer Bombenangriff (Altstadt. Scholven, Resse, Erle, Hassel), 5 Tote

1942 insgesamt 196 Fliegeralarme, 6 Bombenangriffe, 17.873 Bombenabwürfe, 58 Tote.

1943

Anstieg der Luftangriffe, Einsatz von Phosphor-Brandbomben, fast täglich Fliegeralarm. Durchsagen von Luftlagemeldungen durch den Drahtfunk.

13. Januar: Bombenangriff (Rotthausen), 7 Tote.

21. Januar: Bombenangriff, 6 Tote.

23. Januar: Bombenangriff, 4 Tote.

12. März: Bombenangriff (Euer, Erle, Hassel, Scholven), 4 Tote.

8. April: Bombenangriff, 6 Tote.

27. April: Bombenangriff, 6 Tote.

1. Mai: Schwerer Bombenangriff (Altstadt, Heßler), 69 Tote.

5. Mai: Absturz eines britischen Bombers im Grimberger Hafen.

28. Mai: Schwerer Bombenangriff (Hassel, Beckhausen, Horst), 27 Tote.

25.Juni: Absturz eines viermotorigen Bombers auf das Kolpinghaus an der Hindenburgstraße (heute: Husemannstraße), 24 Tote.

26. Juni: Bombenangriff (Deckendorf), 14 Tote.

10. Juli: Bombenangriff (Altstadt, Neustadt, Ueckendorf), 41 Tote. Verlegung der Schulen (sämtliche Volksschulen, die ersten vier Klassen der Höheren Schulen für Jungen und die ersten fünf Klassen der Höheren Schulen für Mädchen) mit insgesamt 44.000 Schülern nach Oberbayern, Salzburg. Niederbayern, Mainfranken, Bayreuth, Westpreußen, Hessen-Nassau.

12. August: Tagesangriff (Gelsenberg-Benzin). 3 Tote beim Absturz eines Bombers am Rhein-Herne-Kanal.

1943 insgesamt 433 Fliegeralarme, 23 Bombenangriffe, 104.812 Bombenabwürfe, 294 Tote.

1944

Steigerung der Bombenangriffe (auch Tagesangriffe) durch britische und amerikanische Bomber.

13. Juni: Schwerer Bombenangriff, Zerstörung der Gelsenberg-Benzin AG,  270 Tote.

19. Juli: Bombenangriff auf die Scholven-Chemie AG, 31 Tote, Stillegung der Produktion.

26. August: Schwerer Bombenangriff (Scholven) 63 Tote.

11. September: Schwerer Bombenangriff (Bismarck, Horst; Beckhausen, Scholven), 88 Tote.

12./13. September: Bombenangriffe, 49 Tote. Gelsenberg-Benzin AG kamen bei den Angriffen 151 Mädchen und Frauen ums Leben.

15./16. September: Vernichtung der Städtischen Bücherei mit 40.000 Bänden

23. September: Bombenangriff, 20 Tote.

27. September: Bombenangriff (Buer, Horst, Heßler), 34 Tote.

30. September: Bombenangriff (Buer, Horst), 7 Tote.

6.  Oktober: Bombenangriff (Buer, Horst), 18 Tote.

9.  Oktober: Bombenangriff (Altstadt).

25. Oktober: Bombenangriff (Buer, Horst), 13 Tote.

27. Oktober: Bombenangriff (Buer), 15 Tote.

1. November: Bombenangriff (Altstadt, Ueckendorf, Bulmke, Bismarck, Erle), 48 Tote.

4. November: Bombenangriff (Schalke), 83 Tote.

6. November: Schwerster Bombenangriff auf Gelsenkirchen, 518 Tote, Stillegung des Straßenbahnverkehrs in Alt-Gelsenkirchen, Sonderzüge zur Evakuierung der Ausgebombten nach Ostwestfalen (Detmold, Bünde, Lage, Lübbecke, Lemgo, Rheda Wiedenbrück u.a.).

9.  November: Bombenangriff (Scholven), 42 Tote.

11. November: Bombenangriff (Altstadt), 10 Tote.

15. November: Bombenangriff (Schalke, Bismarck, Bulmke, Heßler), 4 Tote.

23. November: Bombenangriff (Heßler, Horst), 84 Tote.

11. Dezember: Bombenangriff (Altstadt, Ueckendorf, Schalke, Heßler), 12 Tote.

29. Dezember: Bombenangriff (Buer, Rassel, Scholven), 93 Tote.

1944 insgesamt 167 Fliegeralarme, 16 Angriffe, Abwurf von 16.273 Sprengbomben, 378 Minenbomben. 176.787 Stab- und Phosphor-Brandbomben, etwa 1.050 Tote, 94.435 Obdachlose, 3.224 zerstörte Häuser, 1.873 beschädigte Häuser, 62 zerstörte Industrieanlagen, 14 zerstörte Schulen, Krankenhäuser und Kirchen.

1945

12. Januar: Bombenangriff (Altstadt), Zerstörung des Stadttheaters am Stadtgarten.

19. Januar: Bombenangriff (Buer), 15 Tote.

23. Januar: Schwerer Bombenangriff, 54 Tote. (Altstadt, Schalke, Feldmark, Rotthausen, Heßler, Bulmke, Hüllen, Erle, Resse).

2.  Februar: Bombenangriff, 2 Tote. (Altstadt, Bismarck, Bulmke, Hüllen, Rotthausen, Horst, Buer, Resse. Erle).

3.  Februar: Bombenangriff (Horst; Scholven), Absturz zweier Bomber (Bahnhof Buer-Nord und Buerelterstraße in Scholven).

4.  Februar: Bombenangriff , 56 Tote (Ueckendorf, Neustadt, Rotthausen, Feldmark, Schalke, Horst, Heßler. Bismarck, Buer).

9.  Februar: Bombenangriff (Bulmke), 3 Tote

16. Februar: Bombenangriff, 14 Tote.(Rotthausen, Heßler, Horst, Bismarck, Resse, Buer, Hasset, Scholven, Schalke, Feldmark).

19. Februar: Schwerer Bombenangriff (Rotthausen, Heßler, Buer, Scholven), 169 Tote.

22. Februar: Bombenangriff (Horst, Buer, Hasset, Scholven), 22 Tote.

23. Februar: Bombenangriff (Erle, Resse, Hassel), 13 Tote.

24. Februar: Bombenangriff (Bismarck, Bulmke, Hüllen, Rotthausen, Schalke, Ueckendorf, Feldmark), 80 Tote.

27. Februar: Bombenangriff (Bismarck, Bulmke, Hüllen, Ueckendorf,  Schalke), 24 Tote.

28. Februar: Bombenangriff (Feldmark, Heßler, Horst), 39 Tote.

5.   März: Schwerer Bombenangriff (Altstadt, Schalke, Feldmark), 93 Tote.

8.   März: Bombenangriff (Buer, Horst, Scholven, Hassel), 19 Tote.

10. März: Bombenangriff (Scholven), 1 Toter.

13. März: Schwerer Bombenangriff (Rotthausen), 158 Tote.

19. März: Schwerer Bombenangriff (Altstadt, Bulmke, Hüllen, Schalke), 180 Tote, Teilzerstörung des Hans-Sachs-Hauses.

24. März: Bombenangriff (Buer, Scholven). 8 Tote.

25. März: Bombenangriff (Altstadt). 7 Tote.

26. März: Bombenangriff (Scholven, Buer), 7 Tote.

27. März: Bombenangriff.

29. März: Bombenangriff (Buer, Beckhausen, Rassel, Erle), 56 Tote. 5 Tote im nördlichen Stadtgebiet durch Artilleriebeschuß der Amerikaner.

30. März: Bombenangriff (Horst), 5 Tote. Abends: Vorstoß der Amerikaner bis zum Rhein-Herne-Kanal. Artilleriebeschuß auf das südliche Gelsenkirchen, 8 Tote

1. April: (Ostersonntag) Amerikanischer Artilleriebeschuß auf Alt-Gelsenkirchen, 4  Tote.

3. April: 13 Tote durch Artilleriebeschuß der Amerikaner.

4. April: 4 Tote durch Artilleriebeschuß der Amerikaner.

5. April: 11 Tote durch Artilleriebeschuß,

6. April: 10 Tote durch Artilleriebeschuß der Amerikaner.

7. April: 28 Tote durch Artilleriebeschuß der Amerikaner.

9. April: 30 Tote durch Artilleriebeschuß und Kämpfe. Besetzung von Gelsenkirchen-Bismarck und Gelsenkirchen-Altstadt durch die Amerikaner Plünderungszüge, Überfälle auf Wohnungen und Bauernhöfe, Morde durch Kriegsgefangene und Fremdarbeiter.

10. April: 13 Tote durch Artilleriebeschuß der Amerikaner.

11. April: Besetzung von Rest-Gelsenkirchen durch die Amerikaner.

Beim schwersten Angriff auf Gelsenkirchen am Montag, 6. November 1944, saßen die meisten Menschen beim Mittagessen, als kurz vor 14 Uhr der Drahtfunk meldete: „Starke feindliche Bomberverbände auf dem Anflug auf Gelsenkirchen“. Um genau 13.47 Uhr wurde der Fliegeralarm ausgelöst. 738 Bomber befanden sich im Anflug auf Gelsenkirchen. Durch die Funkmeldungen aufgeschreckt, ließen die Menschen alles stehen und liegen und rannten in Bunker und Luftschutzräume. Kaum dort angekommen, fielen auch schon die ersten Bomben. Sofort zu Beginn des Angriffs durch die britische Luftwaffe brach die gesamte Gas- und Stromversorgung zusammen. Die Folge: Es gab keine Luftschutzsignale mehr, und der Funkmelde- und Warndienst war ebenfalls tot. Mit den Einschlägen war auch die Wasserversorgung zerstört worden, so dass an ein Löschen nicht zu denken war. Die Bombardierung an jenem Montagmittag dauerte 48 Minuten. In dieser Zeit haben die Briten 6460 Spreng- und 167 131 Brandbomben abgeworfen – vornehmlich auf Alt-Gelsenkirchen. 70.744 Wohnungen in 17. 880 Häusern wurden in Schutt und Asche gelegt. Überall in den Trümmern lagen Tote. Als der Terrorangriff nach einer knappen Stunde vorbei war, wagten sich die ersten Menschen aus den Luftschutzbunkern auf die Straßen. Ihnen bot sich ein Bild der Verwüstung: Trümmer überall, an vielen Stellen stieg noch dunkler Rauch auf. In der ganzen Stadt stank es nach verbranntem Fleisch. Ein Ziel dieses Tages-Großangriffs waren die beiden großen Hydrieranlagen an der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Scholven und -Horst. 514 Maschinen bombardierten das Areal und die Umgebung der Treibstoff-Werke, bevor der aufsteigende Rauch die Bodensicht vernebelte. Die nachfolgenden 187 Maschinen warfen Bomben auf das gesamte Stadtgebiet von Gelsenkirchen.

Am Abend des 6. November 1944 um 19.25 Uhr flogen die Briten erneut einen Angriff. Er trieb die Menschen wieder in Bunker und die Luftschutzräume. Wieder gab es viele Zerstörungen, wieder gab es viele Tote. Auch dieser Angriff hatte ausschließlich Alt-Gelsenkirchen gegolten. Wie schon am Morgen waren Schalke, die Altstadt, Bulmke und Hüllen auch am Abend am schlimmsten betroffen. Dort standen nur noch wenige Häuser unversehrt. Eine Frau war im Luftschutzkeller ihres Hauses verschüttet worden, zusammen mit ihrem Ehemann und anderen Hausbewohnern. Alle konnten herausgeholt werden. Nur sie war eingeklemmt und die Rettungsmannschaften konnten sie nicht rechtzeitig bergen. Phosphor lief in den Keller und sie verbrannte. Ihre kleine, vom Feuer verkohlte, eingeschrumpfte, verdorrte Leiche wurde später in einer Schubkarre in einer Ruhepause zwischen den Angriffen zum nahe gelegenen Friedhof an der Kirchstraße gekarrt und dort irgendwann hastig bestattet. In der Altstadt war die evangelische Kirche nach der Bombardierung am Abend ein einziger Trümmerhaufen. Ein Volltreffer zerstörte die Fundamente, Kirchenschiff und Turm brannten vollkommen aus. Auch die benachbarte Propsteikirche stand in Flammen, der Turm stürzte auf das Kirchendach. Die evangelische Altstadtkirche verlor durch den schweren, abendlichen Luftangriff alle Pfarrhäuser, außerdem Gemeindehaus, Kindergarten, Station der Gemeindeschwestern und die Kapelle auf dem ev. Altstadtfriedhof an der Kirchstraße. Auf dem Friedhof selbst waren zahlreiche Bombentrichter. Im Krankenhaus wurde aufgrund der starken Beschädigungen sofort der Betrieb eingestellt. In der Stadt spielten sich überall erschütternde Szenen ab.

An jenem 6. November 1944, als die Terrorbomber Kaskaden an Phosphor auskübelten, als Gelsenkirchen in einem riesigen Feuersturm verglühte, als die Schwester des Schalker Pfarrers Konrad Hengsbach, Pauline, zwischen herabgestürzten Balken bei lebendigem Leib verbrannte, starben im Stadtgebiet 518 Menschen, Zigtausende wurden verletzt. Angesichts der riesigen Schäden die Totenzahl ohne die zahlreichen Luftschutz-Bunker auf dem Stadtgebiet (befestigte und abgestützte Keller, Hochbunker in Form von riesigen Quadern oder runde Türme wie ein Zuckerhut) noch erheblich höher gewesen. Schreie der Sterbenden, das Blut und die Fleischfetzen zerrissener Körper, haben sich in die Erinnerung der Zeitzeugen eingegraben. Einer von ihnen berichtete später:

„Ich wurde beim Hinuntersprinten aus dem 1. Obergeschoss unter Zersplittern von Fenstern und Türen von dem Luftdruck der ersten Bomben zusammen mit meiner 13jährigen Schwester durch das geräumige Treppenhaus in das Parterre geschleudert. Im Bombenhagel und zwischen herumfliegenden Trümmerteilen und Granatsplittern der Flak gelangten wir in den öffentlichen Luftschutzkeller unter dem Feuerwehrmuseum an der Kaiserstraße, das zweite Haus links neben der Kaiserstraße 71. Dazwischen lag das Wohnhaus mit Praxis des Dr. med. Kirchmeyer. Meine 19jährige Schwester war mit zwei Kindern in Panik zur Kirche St. Joseph gerannt und fand Zuflucht in der dortigen Krypta. Unter dem Feuerwehrmuseum erlitten wir das Nonplusultra eines Weltuntergangs. Zehntausende Spreng- und Brandbomben hagelten auf Schalke herab. Alle Versorgungsleitungen waren sofort unterbrochen. Kein Wasser. Kein Strom. Keine Funksignale oder Warnmeldungen. Jemand im Keller zündete eine Wachskerze an, die aber sofort durch Luftdruck erlosch. Orientierung boten allein die Streifen an den Wänden, die mit Leuchtfarbe gestrichen waren. Die Sprengbomben waren zur Erhöhung des Horroreffekts unter der Zivilbevölkerung mit ratternden und pfeifenden Luftschrauben ausgestattet. Durch die perfide Akustik der niedergehenden Bombenteppiche ahnten wir im voraus, wann und mit welchem Gewicht eine Bombe in unserer Nähe einschlagen werde, und wir duckten uns instinktiv und kauerten auf dem Boden. Fortwährend pressten wir die Finger auf die Ohren und öffneten die Münder, damit der gewaltige Luftdruck nicht die Lungen und Trommelfelle zerriss. Der Keller schwankte und drückte seitlich zusammen. Von überall her tierische Schreie in Todesangst. Kinder und Frauen weinten hysterisch, fluchten und beteten laut, warfen sich wimmernd auf den Boden, flehten vergeblich den unsichtbaren Gott um Erbarmen an. Wir waren Gefangene in der Hölle. Rauch. Hitze. Dann ein infernalisches Krachen und Knacken. Das Gebäude über uns war eingestürzt. Qualm kroch durch Mauerritzen und zerborstene Türen herein. Das zusammengebrochene Haus über uns brannte wie Zunder. Die Hitze wurde unerträglich. Durch einen Durchbruch im hinteren Teil des Kellers wankten rußgeschwärzte Gestalten herein, mit nassen Decken umhüllt. Einer der Flüchtigen sagte mit tränenerstickter Stimme: ‚Die Schalker Straße existiert nicht mehr‘. Die mit meiner Mutter befreundete Schuhhändlerin Frau Z. mit ihrer 21jährigen Tochter war ein paar Meter von uns entfernt im Keller ihres Geschäftes an der Schalker Straße, Ecke Grillostraße, gegenüber dem früheren Schuhgeschäft Jampel, zusammen mit einer Tante … und dem Baby der Tante qualvoll verbrannt. Das war Dante’s Inferno pur. Es herrschte Heulen und Zähneknirschen. Die geschundenen Menschen brüllten und schluchzten vor Verzweiflung und Todesfurcht. Grauen und Gruseln drang aus allen Fugen.“

„Nachdem die ersten Angriffswellen mit 738 Flugzeugen nach einer knappen Stunde, die uns wie eine Ewigkeit vorkam, abgeflaut war, wollten wir den Luftschutzkeller, über dem die Ruinen brannten, verlassen. Der Keller-Haupteingang (Treppenabgang) zur Kaiserstraße war von glühenden Trümmern und brennenden Balken halb verschüttet, der Mauerdurchbruch zur Schalker Straße als Fluchtweg durch ein unendliches Flammenmeer versperrt und unpassierbar. Meine Mutter erfasste blitzschnell die Situation und organisierte aus den völlig verzweifelten, verstörten bis apathischen Frauen einen Rettungstrupp. Sie ergriff die noch nicht brennenden Teile der Bretter und Balken und drückte sie in fliegender Hast seitlich weg vom Kellereingang. Wir anderen schafften das schwelende Holz weiter nach hinten, um den Gang passierbar zu halten. Kleinere Trümmerteile warf meine Mutter in hohem Bogen durch Lücken im Balkendickicht nach oben in die gleißende Hitze des Feuers. So schaffte sie einen schmalen Notausstieg, durch welchen wir Überlebenden uns mit versengten Kleidern und rußverschmiert zwängten und den Weg ins Freie bahnten, das heißt in einen tosenden Orkan aus Gluten und Rauch, während über und neben uns aus den Trümmern herausragende Balken krachend, brennend und glühend herunter stürzten. Glimmende Holzteile regneten herab. Über und in Schalke waberten Lohen unter unendlichem Funkenregen. Mütter schrieen ihre Verzweiflung mit den todbringenden Schwaden zum Himmel.“

„Dann unser lähmendes Entsetzen: Die Häuser an der Kaiserstraße waren als riesige Trümmerhaufen auf die Straße gekippt. In den glosenden Fensterhöhlen glotzte gräßliches Grauen. Aus unserem Wohnhaus, dessen Inneres durch die durchlöcherte Fassade bis auf die halbe Fahrbahn geschleudert war, schlugen lichterloh die Flammen. Andere Häuser brannten gleichfalls wie überdimensionierte Fackeln. Die Brandstätten erzeugten einen fürchterlichen Sog wie biblische Feuersäulen: ‚Die Erde war wüst und leer‘, sie war ganz mit Flammen bedeckt. Wir, ein Trupp irrsinnig Verzweifelter, klammerten uns aneinander und kletterten über das Chaos der brennenden Trümmer in Richtung Schalker Markt; denn in Gegenrichtung brannten die Kirchtürme von St. Joseph wie Strohfeuer und drohten, auf die Straße zu stürzen. Das Wohnhaus Kaiserstraße 71 (nach meiner Erinnerung im Eigentum der Fa. Küppersbusch, Herdfabrik in Gelsenkirchen, stehend) war durch eine Sprengbombe vernichtet worden. Diese durchschlug das Haus bis in den Keller, den wir bei dem besagten Angriff nicht benutzten. Er war auch nicht als Schutzraum ausgewiesen.“

„Unserem Wohnhaus gegenüber bestand das Haus des Kinderarztes (oder: HNO) Dr. Kunze nur noch aus einem riesigen Flammenturm, dessen Sog einer flüchtenden, alten Frau, die über die lodernden Scheite stolperte, den Hut vom Kopf riss. Sie wollte hinterher rennen und sich zur Rettung ihres Hutes in die Flammen stürzen. Ich – 12 Jahre alt – hielt sie instinktiv zurück und zerrte sie an der Hand von dem glühenden Feuersturm weg, und wir torkelten gemeinsam über die gleißenden Ruinen. Am Fenster im ersten Stock dieses Hauses oder nebenan flehte eine lichterloh brennende Frau mit erhobenen Armen wild gestikulierend und gellender Stimme in Todesangst vergeblich um Hilfe.“

„Der Schalker Markt, eingeschlossen von riesigen Feuerfackeln, war zu einem einzigen Tohuwabohu, von Nero-Churchill entzündet, verkommen. Über der Gaststätte ‚Bei Mutter Thiemeyer‘ (Schalke-04-Legende), der alten ‚Kaiserhalle‘, und im Haus nebenan warfen verzweifelte und völlig durchgeknallte Menschen – besessen von nacktem Wahnsinn – in der irrwitzigen Hoffnung, noch etwas retten zu können, ganze Möbelstücke aus den Fenstern der brennenden Zimmer auf den Gehsteig, wo sie zerschellten.“

„Das Tapetengeschäft Ecke Schalker Markt / Schalker Straße brannte lichterloh wie Zunder, ebenso das Milchgeschäft Kruhöfer an der Ecke Kaiserstraße / Schalker Markt. Der Laden von Fritz Szepan (aus arisiertem Vermögen übernommen) und das frühere Tabakgeschäft des Ernst Kuzorra verglühten und zersprühten in gleißenden Lohen. Hinter vorgehaltener Hand wurde später Kuzorra’s angeblicher Ausspruch verbreitet: Jetzt kann Hitler mich am Arsch lecken!“   „Die Gewerkenstraße bestand nur noch aus riesigen, lichterloh brennenden oder glühenden Trümmerhalden, die von allen Seiten kreuz und quer übereinander gestürzt waren: Ein apokalyptisches Gebirge unter der tödlichen Sonne Satans. Immer wieder detonierten Blindgänger. Die Luft war grenzenlos mit wirbelndem Funkenregen zerstrahlt. Die Industrieanlagen nördlich und westlich des Schalker Markts mutierten zum Höllenfeuer Luzifers. Alles brannte und knisterte und heulte, Menschen kreischten, zitterten verbittert und verzweifelt. Wir fanden Notaufnahme im völlig überfüllten, mit blutigen und angekokelten, nach konzentrierten Schweißschwaden miefenden Menschen vollgestopften Spitzbunker (‚Schalker Zuckerhut‘) mitten auf dem Schalker Markt, der von Bombentrichtern zerwühlt und mit zahllosen, qualmenden Trümmern übersät war.“

„Meine Mutter begab sich sofort an die Pumpenaggregate, um wegen des Stromausfalls per Handbetrieb an der Frischluftversorgung für uns, die von der Außenwelt hermetisch abgekapselten Insassen, mitzuarbeiten. Drinnen war es stickig und überhitzt. Wir saßen auf Böden und Treppen, zusammengepfercht wie Ölsardinen. Die Briten steigerten das Grauen durch eine weitere, perverse Angriffswelle. So erlebten und überlebten wir den zweiten Großangriff abends am selben Tag, dem 6. November 1944, um 19:25 Uhr. Der Tod kehrte zurück. Schalke wurde zur Nekropole, zum Blutacker, zum Hochofen für Menschenfleisch. Der Gottseibeiuns griff nochmals gierig nach uns Überlebenden der Katastrophe. Auf das erlittene Entsetzen wurde wiederum grausamste Vernichtung angedockt und aufgestockt. Der ‚Zuckerhut‘ wurde bei dem abendlichen Alarm nach meiner Erinnerung zweimal von Sprengbomben getroffen. Unser Elend wurde vervielfacht. Wir drehten durch.“

„Der ‚Zuckerhut‘ schwankte pausenlos, so dass wir dachten, er kippt um. Wieder schreiende und verzweifelte Menschen, ein Haufen Wahnsinniger in Todesangst, innerhalb weniger Stunden erneut gebeutelt und drangsaliert, laut plärrende oder wimmernde Kinder mit voll geschissenen Hosen ohne Nahrung und Wasser, ohne Elektrizität, Erwachsene, die wie Kleinkinder in die Leibwäsche urinierten. Das nicht mehr zu überbietende Grauen war über Schalke hereingebrochen. Es roch nach verbranntem Fleisch und Unrat. Wo – zum Teufel!!!! – war Gott an diesem 6. November 1944?“

„Noch heute, nach über mehr als 60 Jahren, weine ich als alter Mann, wenn der Kalender den 6. November anzeigt. Wir waren durch den entflammten und enthemmten Horror und Terror getrieben worden, hatten die Eruptionen der Hölle überlebt, Vulkane des Phosphors, Attacken von Brandbeschleunigern, die gewaltigen Druckwellen der Luftminen, das Tosen von tausend Feuern.“

„Am späten Abend war draußen tückische Ruhe eingekehrt, und die Ordnungskräfte ließen einzelne Gruppen der Bunker-Insassen nacheinander über eine noch intakte Nottreppe zum Eingangsbereich vor, damit die Leute an die ‚frische Luft‘ kamen, die allerdings aus penetrantem Brandgestank bestand, aus dem Mief verbrannten Fleisches und Unrats. Ringsherum waren nur Trümmer und Feuerwalzen zu sehen. Manche Frauen standen stumm vor grenzenlosem Leid, sie schluchzten, andere drehten durch und röhrten verzweifelt ihren Schmerz gegen den brutalen, erbarmungslosen, blutigen Himmel.“   „Die Leute brüllten vor Entsetzen, fielen sich weinend in die Arme: Schalke war ausradiert, der Stadtteil zerschlagen, in den Kellern verbrannten stinkend die Leichen oder sterbend Begrabene wie Pauline Hengsbach, die – eingeklemmt zwischen herabgestürzten Balken – im Keller des Pfarrhauses St. Joseph an der Grillostraße 62, Ecke Anton-Hechenberger-Straße (jetzt: Königsberger Straße ) bei lebendigem Leib eingeäschert wurde, im Krematorium hasserfüllter Feinde, Schwester des Schalker Pfarrers Konrad Hengsbach, Tante des Franz Hengsbach, später erster Bischof des Bistums Essen. Konrad Hengsbach wurde am Ohr von Phosphor übergossen. Es regnete Feuer vom Himmel – wie in Ägypten des Alten Testaments. Konrad Hengsbach trug mir später auf, den Untergang Schalkes schriftlich festzuhalten. Im Phosphor-Sprüh wurden Menschen bei 1300 Grad Celsius gekocht und verschmort, lebendig gebraten. Der unangenehme Gestank von Phosphor verursachte Brechreiz. Wenn ich heute Karbid oder Knoblauch rieche, tauchen in mir die Bilder der Phosphor-Verbrannten wieder auf.“

„Einer der Überlebenden im Keller des Pfarrhauses war Heinrich R., später Rektor der Volksschule an der Caubstraße in Schalke-Nord, die ich als Notbehelf 1946 frequentierte. R. war übrigens der Meinung, ich sei der geborene Chronist. Viele hatten am 6. November 1944 ihr Hab und Gut verloren, waren obdachlos. Gott hatte sich von Schalke abgewandt. Unsere Schwester G. hielten wir für tot. Irgendwann stieß sie mit den beiden Geschwistern verstört zu uns. Sie hatte sich aus der Krypta der brennenden Schalker Pfarrkirche St. Joseph gerettet. ‚Entkam den Flammen wie durch ein Wunder‘ titelten die ‚Ruhr-Nachrichten‘ in einem Rückblick am 15. Oktober 1977.“

„Von unserem Vater Paul K., der ‚auf Consol‘ verschüttet war, hörten wir erst Tage später, dass er lebte. Ich meine mich zu erinnern – allerdings unter Vorbehalt – dass er mit einigen Kumpels durch den Schacht ‚Oberschuir‘ in der Feldmark ans Tageslicht geholt wurde. Später fanden meine Mutter und Frau K. (Ehefrau des Dr. med. Hans K.) heraus, daß das Wohnhaus des Oberstudiendirektors Schönhauer vom Adolf-Hitler-Gymnasium trotz eines Treffers durch eine Brandbombe eine provisorische Unterkunft bot. So hausten wir vorübergehend dort. Noch 3 oder 4 Tage nach den beiden Großangriffen am 6. November 1944 hatten Rettungstrupps aus dem Keller der zusammengestürzten Drogerie Schmitz (Ecke Kaiserstraße und Grillostraße, zwei Häuser links vom Feuerwehrmuseum) eine Frau herausgeholt. Sie lag vor dem Haus auf Trümmern und war total schwarz, verbrannt, verkohlt, verrußt, das Gesicht unkenntlich: Aber ich merkte, als ich mich über sie beugte, dass sie – bestialisch nach verbranntem Fleisch und Kot stinkend – noch schwach röchelte. Wo Straßen asphaltiert waren, konnte man nicht gehen, weil der Teer durch die Hitze der Feuersbrünste zu einer zähen Masse aufgequollen war.“

„In der Turnhalle des Gymnasiums (Eingang Schalker Straße), die nur teilweise zerstört war, wurden die Leichen und Leichenteile gesammelt, verbrannt, geschrumpft, zerfetzt. 518 Bombenopfer wurden identifiziert. Später errechneten Statistiker für diesen Tag des Entsetzens auf dem Kriegsschauplatz Gelsenkirchen den Abwurf von 6.460 Sprengbomben und 167.131 Brandbomben. 17.880 Häuser wurden in Schutt und Asche gebombt.“

„Zur Bergung der Toten wurden auch gefangene Fremdarbeiter eingesetzt. In den Trümmern der Fa. Pleiss, Bäckereibedarf, Ecke Martin-Faust-Straße und Anton-Hechenberger-Straße (jetzt: Magdeburger Straße und Königsberger Straße), war zwischen den Trümmern des Warenlagers Zucker verschmort. Ich sah, wie die jungen, unrasierten, total verdreckten Zwangsarbeiter verzweifelt Stücke der harten Masse losschlugen und gierig hinunterschlangen, um Zusatznahrung zu haben. Dies geschah unter Lebensgefahr; denn Plünderer wurden standrechtlich erschossen.“

„Wenig später wurde meine Mutter fälschlich bei den NS-Behörden unter der Anschuldigung des Plünderns denunziert. Ihre handschriftlichen Niederschriften, die sie im Gewahrsam der Gestapo fertigte, besitze ich noch heute. Es stellte sich heraus, dass sich die angeblich von meiner Mutter geplünderten Kleidungsstücke bei einer aus Schalke evakuierten Familie in Ostwestfalen befanden. Von unserem Wohnhaus Kaiserstraße 71 blieb lediglich ein Teil der Fassade stehen. Die gewaltige Öffnung in der Mitte der 1. Etage war zuvor ein Erker, in welchem bis zum Bombeneinschlag ein riesiges Aquarium stand, das mich täglich mit seiner Unterwasserwelt fasziniert hatte. Den einzigen Rest von Wert aus den Trümmern barg ich in Handarbeit 1946. Unsere Waschmaschine (Holzbottich mit Wassermotor) grub ich mit bloßen Händen aus einer Ecke der ehemaligen Waschküche, wozu ich die Trümmer beiseite schaffen musste.“

„Wir Kinder waren in der Taxierung der Bomben und britischen Flugzeugtypen wahre Experten und konnten Flugzeuge beim Anflug an ihren Motorgeräuschen identifizieren, was sehr leicht bei den ‚Spitfire‘ gelang. So schätzte ich nach der Tiefe und Größe des Kraters ‚unsere‘ Bombe auf 20-Zentner. Sie war in die Waschküche geschlagen und der Luftdruck nach oben entwichen, so dass das Gerät – bedeckt von Ziegelsteinen und Mörtel – nicht gänzlich zerstört und vom Bombentrichter aus relativ schnell frei zu räumen war. Zwar war alles trostlos demoliert, aber es fand sich am früheren Alten Markt in Gelsenkirchen ein älterer Handwerker in einem provisorischen Schuppen, der die Dauben des Holzbottichs erneuerte (die metallenen Reifen hatte ich gleichfalls gerettet) und den Wassermotor reparierte, reinigte und ölte.“

„Vor dem 6. November 1944 war für solche Reparaturen (Löten und Schweißen von Haushaltsgeräten, Töpfen, Eimern u.a.) ‚Philipp Heinrich‘ als renommierter Betrieb zuständig, Schalker Straße, Ecke Grillostraße, schräg gegenüber dem Schuhgeschäft des jüdischen Kaufmanns Jampel, wo ich mit meiner Mutter die ‚Reichskristallnacht‘ 1938 hautnah erlebte, alle Gebäude bis auf die Grundmauern zerstört am 6. November 1944.“

Bilanz der insgesamt 184 Terrorangriffe auf Gelsenkirchen:

Offiziell 3.092 Todesopfer (nach anderen Quellen 10.656). 2.820 Fliegeralarme, 184 Bombenangriffe, Abwurf von 55.035 Sprengbomben und 363.491 Brandbomben, Zerstörung von 52 % der Häuser, 42 % beschädigt. 6 % können weiterbewohnt werden. 28 % der Industriebetriebe zerstört. Trümmermenge über drei Millionen Kubikmeter. Fast völlige Zerstörung der Stadtteile Altstadt, Schalke, Bulmke und Hüllen, teilweise Zerstörung der Stadtteile Bismarck, Heßler, Horst und Scholven. Einwohnerzahl bei Kriegsende ca. 160.000, 1939 genau 317.568.


(Quelle)

Gelsenkirchen vor dem Terror:

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