Die Versenkung der Wilhelm Gustloff am 30. Januar 1945

gustloff

Sie war die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten. Rund 10.300 Menschen befanden sich auf dem Schiff, davon etwa 8.800 Zivilisten, unter ihnen eine große Zahl Kinder, sowie etwa 1.500 Wehrmachtsangehörige, darunter 162 Verwundete, rund 340 Marinehelferinnen und 918 Marinesoldaten der 2. U-Boot-Lehrdivision, die von Kiel aus erneut in den Rettungseinsatz gehen sollten.

Auf der Höhe von Stolpmünde wurde die Wilhelm Gustloff gegen 21 Uhr von dem sowjetischen U-Boot S 13 gesichtet. Um 21.16 Uhr ließ der Kommandant von S 13, Alexander Iwanowitsch Marinesko, aus etwa 700 Metern Entfernung vier Torpedos abfeuern. Ein Torpedo klemmte, drei trafen die Wilhelm Gustloff am Bug, unter dem E-Deck und im Maschinenraum. Das Schiff sank in etwas mehr als einer Stunde gegen 22.15 Uhr, etwa 23 Seemeilen von der deutschen pommerschen Küste entfernt. Mit ungefähr 8.800 bis 9.300 Toten ist der Untergang der Wilhelm Gustloff die größte Katastrophe der Seefahrtsgeschichte.


Bau und Ausstattung

Datei:Der Führer auf der Gustloff 01.jpg

Der Führer auf der „Gustloff“ im Gespräch

Das Schiff, das nach dem Blutzeugen der Bewegung Wilhelm Gustloff benannt wurde, war ausschließlich für Kreuzfahrten konzipiert. Es wurde im Auftrag der NSDAP-Arbeitsorganisation Deutsche Arbeitsfront (DAF) bei Blohm & Voss in Hamburg unter der Baunummer 511 auf Kiel gelegt. Die „Wilhelm Gustloff“ war Eigentum der DAF und wurde von der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschiffahrtsgesellschaft (HSDG) bereedert, das heißt verwaltet, mit Besatzung versehen und gewartet. Ihr Stapellauf fand am 5. Mai 1937 statt, die Taufe vollzog Hedwig Gustloff, die Witwe des Namensgebers, im Beisein Adolf Hitlers. Die Fertigstellung erfolgte am 15. März 1938, die Jungfernfahrt am 23. März desselben Jahres. Das Schiff war für 417 Besatzungsmitglieder und insgesamt 1.463 Passagiere ausgelegt.

Die Schiffstaufe:

Nutzung bis 1945

Auf seiner ersten regulären Fahrt lief das Schiff am 2. April 1938 London an, um den in England lebenden Deutschen des Reiches und der Ostmark Gelegenheit zu geben, über den Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich im Rahmen der damaligen Volksabstimmung abzustimmen.

Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die „Wilhelm Gustloff“ als Kreuzfahrtschiff der DAF-Unterorganisation „Kraft durch Freude” (KdF) genutzt. Von Genua aus unternahm das Schiff sechs zehntägige Fahrten um das mit dem Dritten Reich verbündete Italien. Sechs fünftägige Kreuzfahrten führten nach Norwegen. Die „Wilhelm Gustloff“ war nicht nur das größte und modernste, sondern auch das komfortabelste Kreuzfahrtschiff seiner Zeit. Im Sommer führten die preiswerten „KdF“-Reisen bis nach Norwegen, im Winter ging es von Genua aus bis nach Madeira und Tripolis. Im Jahre 1939 brachte das Schiff Soldaten der Legion Condor, mit der Hitler General Franco im Spanischen Bürgerkrieg unterstützt hatte, nach Deutschland zurück.

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