18. April 1947 – 6700 Tonnen Sprengstoff explodieren auf der Insel Helgoland

„Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands”

(W. Churchill 1939)

Die Insel Helgoland wurde nach Kriegsende noch bis Anfang 1952 von den Briten bombardiert. Helgoland sollte nach dem Willen der Briten (Bnai Brith = Britishjews) am 18. April 1947 (Zwei Jahre nach Kriegsende(!) für alle Zeit im Meer versenkt und vernichtet werden. Die gigantische Explosion erschütterte die kleine Insel gewaltig. Aber Helgoland trotzte der Kraft von 6700 Tonnen Sprengstoff und Munition. Am 18. April 1947, lösten die englischen Besatzer beim Versuch, der Hochseeinsel dem Erdboden gleichzumachen, die laut Experten größte nichtnukleare (Operation Big Bang) Explosion der Geschichte aus.

Am 18. April 1945 verübte die britische Luftwaffe ein verheerendes Bombardement, bei dem 1.000 britische Flugzeuge innerhalb von 104 Minuten etwa 7.000 Bomben abwarfen und die Insel unbewohnbar machten. Die Bewohner hatten in den Luftschutzbunkern überlebt und wurden am nächsten Tag evakuiert.

Zwei Jahre später

Am 18. April 1947 um 13 Uhr war es soweit: Rund 4.000 Torpedoköpfe, fast 9.000 Wasserbomben und über 91.000 Granaten verschiedensten Kalibers, insgesamt 6700 Tonnen Sprengstoff wurden platziert. Eine erste, kleinere Explosion vertreibt die Vögel. Kurze Zeit später explodiert die größte Sprengstoffladung aller Zeiten. Eine Denotation – ein fünftel so stark wie die Hiroshima-Bombe – erschütterte die Insel und ein mächtiger Rauchpilz steigt empor.

Big Bang Helgoland

Doch als sich der Rauch verzieht, blicken alle erstaunt auf die Reste Helgolands: Zwar verwandelte die Explosion die Nordsee-Insel in eine Trümmerwüste – unzählige Krater hinterließ die Explosion – dennoch: Helgoland war nicht im Meer versunken. Die Insel hatte die größte nicht-atomare Explosion der Menschheitsgeschichte überstanden.

Am 1. März 1952 wird Helgoland von den englischen Besatzer zerstört, dennoch nicht komplett von der Landkarte gefegt an Deutschland zurückgegeben.

das einzige unzerstörte Bauwerk auf dem Oberland
Der Flakturm – heute der Leuchtturm für die Deutsche Bucht – war das einzige unzerstörte Bauwerk auf dem Oberland. 
Helgoland anschließend in Schutt und Asche
Ohnehin schon von Bombenangriffen weitestgehend zerstört, lag Helgoland in Schutt und Asche.

helgoland-1-3-1952Helgoland – Zerbombt, besetzt und wieder aufgebaut

Dieses Bild hat Geschichte geschrieben und steht für die lange Auseinandersetzung um eine kleine Insel, die schon immer der Zankapfel in der Nordsee war: Am 1. März 1952 wird Helgoland von den Briten an Deutschland zurückgegeben.

Filmaufnahmen von der Insel Helgoland 1955:

Helgoland FlaggeDie Insel Helgoland gehört heute zu Schleswig Holstein und besitzt das älteste Wappen im Kreis Pinneberg. Es stammt aus dem Jahre 1696 und beruht auf einer von Herzog Friedrich IV. verliehenen Schiffahrtsflagge. Die Farben des Wappens wurden erst im 19. Jahrhundert mit dem Erscheinungsbild der Insel begründet. Bekannt geworden ist der folgende Spruch:

„Grön is dat Land, rot is de Kant, witt is de Sand. Dat sünd de Farven vun’t hillige Land.“

(Grün ist das Land, rot ist die Kante (seltener: Wand), weiß ist der Sand. Das sind die Farben von Helgoland.)

Die Helgoländer sprechen noch heute ein helgoländer Friesisch, das „Halunder“ genannt wird. Es gehört zur nordfriesischen Sprache.


Quelle

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