Das Drama der Kosaken

Der nachfolgende Aufsatz verwendet Auszüge aus dem Erlebnisbuch des Wehrmacht-Oberleutnants Karl-Gottfried Vierkorn „Gefangen in Sibirien“ (Selbstverlag 1994, 3. Auflage) mit dem Kapitel „Die Auslieferung der Kosaken“.

Von deutschen Truppen gefangene Männer aus den Gebieten des Don, Kuban, Terek und Ural ließen sich im Jahr 1943 freiwillig zur 1. Kosakendivision (ab 1944 XV. Kosaken Kav. Korps) unter dem deutschen General Helmuth von Pannwitz aufstellen, um zusammen mit der Deutschen Wehrmacht um ihre Befreiung vom bolschewistischen Regime zu kämpfen. Am Kriegsende umfaßte das Korps etwa 20 000 Kosaken, 30 000 Pferde und rund 2 500 Mann deutsches Rahmenpersonal. Der Einsatzraum war der Balkan. Am Kriegsende kämpfte sich der Verband nach Osttirol ins Becken von Lienz intakt zurück und begab sich in Gewahrsam der britischen Besatzungstruppen, des V. britischen Korps und hoffte, nicht der Roten Armee der Sowjetunion ausgeliefert zu werden.

Im Glauben an die Ehrenhaftigkeit und Menschlichkeit der Briten, der auch durch ihre Versprechungen von hoher Stelle genährt wurde, ließen sich die Kosaken entwaffnen.

Viele „Familien“ (so Vierkorn) waren den Kosaken in den Krieg gefolgt und nahmen nach dem Rückzug in Norditalien vorübergehend Aufenthalt. Das XV. Kosaken Korps hatte während der 14 Tage in Osttirol begrenzte Bewegungsfreiheit, was 1 500 Mann des deutschen Rahmenpersonals zu erfolgreicher Flucht nutzten. Nur wenige Kosaken gingen „stiften“ (rissen aus). Aber 783 Deutsche (139 Offiziere, darunter Karl-Gottfried Vierkorn ) 644 Unteroffiziere und Mannschaften) und das „Gros der Kosaken“, nebst einem Großteil ihrer Angehörigen mußte den Weg nach Sibirien zu Hunger, Fronarbeit, und Tod antreten. Ihre Offiziere wurden größtenteils umgebracht. Von den 783 Deutschen überlebten in den vom M.W.D. beherrschten Lagern nur 230. Die Heimkehr setzte viel später ein als die der meisten deutschen Kriegsgefangenen in der Aufsicht der Roten Armee; die letzten aus Sibirien sind 1953 und 1955 heimgekehrt.

Soweit die Auszüge aus der Einleitung des Oberleutnants Karl-Gottfried Vierkorn zu seinem bitteren Erlebnisbuch „Gefangen in Sibirien – Achteinhalb Jahre hinter Stacheldraht“.

Auf der Konferenz in Jalta auf der Krim beschlossen der Generalissimus der UdSSR, Stalin, der Präsident der USA Roosevelt, und der Ministerpräsident von Großbritannien, Churchill im Jahr 1945, daß die von Westmächten gefangenen Kosaken an die Sowjetunion ausgeliefert werden. Die in Osttirol niedergelassenen Kosaken gerieten in britische Gefangenschaft.

Zunächst wurden die Deutschen von den Kosaken getrennt. Am 28. Mai begann der Transport der beiden Volksgruppen, ohne zu erfahren, wohin die Reise ab Osttirol geht. Eine Unzahl schwerer Militär-LKW wurde bereitgestellt. Ungezählte flüchteten und suchten in der Schneewasser führenden Drau den Ertrinkungstod. Entlang der Straße in Richtung Judenburg, die in Kärnten durch das Lavanttal führte, waren alle einhundert Meter MG-Nester und Panzerspähwägen postiert, so daß ein Entrinnen aussichtslos war. Auch am Wagen fuhren bewaffnete Wächter mit. In Judenburg, wo die lange Kolonne vor den britischen und sowjetischen Brückenköpfen zu stehen kam, standen die schwer bewaffneten Briten Mann an Mann am Straßenrand.

Als die Kosaken und ihre deutschen früheren Betreuer am nördlichen Brückenkopf der dort 75 Meter breiten Mur die Rote Armee gewahrten, befiel die meisten die Panik: sie zerrissen die heilig gehaltenen Fotografien ihrer Angehörigen, rissen sich Auszeichnungen und Rangabzeichen von den Uniformen. Der Landtorberg (die neue Auffahrt um den Altan in die Stadt) war davon bedeckt. Einer jungen Wirtin gefielen die jungen, feschen Kosaken außerordentlich, wie sie die noch in englischer Hand Gefangenen jetzt in hohem Alter mir begeistert schilderte. Und sie bezeugte, daß einer dieser Burschen aufstand, sich in einem schnellen Ruck die Gurgel durchschnitt und, das Blut üppig versprengend, hinter die Planken versank. Auch der österreichischen Bevölkerung schwante Schlimmes von Seiten der Truppen Stalins, in deren Hände sie an diesem 28. Mai 1945 ausgeliefert werden. Die Straße der Angst in Judenburg war bis zum britischen Brückenkopf am südlichen Murufer von weinenden Frauen gesäumt.

Eine später in Marsch gesetzte Kosakeneinheit des englischen Zwangstransportes hat vierzehn Kilometer vor Judenburg ein Halt zur Nächtigung in der großen Scheune des Kathalmüllers eingelegt. Nach ihrer Ablage mußten die Gefangenen unter Kommandorufen auf der Wiese hin- und her, hinab- und hinauflaufen. Ein zusehendes Mädchen im Volksschulalter konnte den Zweck davon nicht erkennen. Nachts versammelten sich die Kosaken in der Kathaler Kirche nebenan, sangen aus vollem Hals inbrünstige Lieder und beteten himmelstürmend. Eine Ahnung war ihnen aufgegangen, was ihnen, den Widerstandskämpfern gegen den sowjetischen Kommunismus, blüht. Als die Armen am Morgen weitergezogen waren, hatten sie den Erdäpfel-Keller leergeräumt.

Leutnant K.-G. Vierkorn war mit dem ersten Gefangenentransport der Deutschen und Kosaken nach Judenburg gelangt, von Hunger war dabei noch nicht die Rede, sein Kontingent war von den Engländern mit Proviant für drei Tage ausgestattet worden.

Die Übergabe an die Sowjets: Auf der Murbrücke in Judenburg hat das englische Militär unter schwerem Betrug, laut Vierkorn etwa 20.000 Kosaken und 783 Mitgefangene des deutschen Rah¬menpersonals ab dem 28.Mai 1945 an die Rote Armee ausgeliefert. Nachdem die Zuschauer in der russischen Zone von der Durchzugsstraße von Wien nach Italien von den Sowjets vertrieben worden waren, mußten die Gefangenen – noch mit Gepäck – in das an die Straße angrenzende Ostwerk mit den großen Hallen des Gußstahlwerkes marschie¬ren. Wenige hundert Meter westlich dieser Straße befindet sich der Schnellzugsbahnhof. Wenn in diesen drei Wochen der Abfertigung von Gefangenentransporten Kosaken zum Bahnhof getrieben wurden, mußte jedesmal die Straße menschenleer sein.

Leutnant Vierkorn war mit den 783 Deutschen schon nach der ersten Nacht in mit Stacheldraht umgebenen Waggons mit je 84 Gefangenen besetzt, über Graz nach Sibirien zu Hunger, Fronarbeit, und für die Mehrheit in den Tod verbannt worden. Die zeitraubende Abfertigung der Kosaken erklärt sich daraus, daß sie auf ihre Personalien und Funktionen hin verhört und gemustert und ihrer letzten Habe teilweise bestohlen worden sind.

Fast alle Offiziere der Kosaken wurden in kurzen Verfahren schon in Judenburg ermordet. Ein Augen- und Ohrenzeuge berichtet wie folgt:

„Ein junger Gußstahlwerker, ich nenne ihn „Steirer“, hat das Geschehen im Gelände des Ostwerkes von erhöhter Stelle aus beobachtet: Kosaken mit Pelzmützen, die auf der ledernen Kuppe ein rotes christliches Kreuz aufgemalt oder gestickt trugen, identifizierte er als Offiziere. Rotarmisten trieben sie in größeren Gruppen und in Zeitabständen in eine Halle, von wo dann der Steirer das Knattern des Erschießungsfeuers vernahm. In der Bevölkerung und in der Welt der Reporter und Geschichtsschreiber wunderte man sich seit den traurigen Ereignissen der Auslieferung der Kosaken, weshalb trotz der vielen gehörten Schüsse keine Leichen zu sehen waren; einige meinten, die Leichen seien in die Mur, andere vermuteten, sie seien in die Essen geworfen worden. Auch der vom Befreiungskomitee in die Sicherheits polizei entsandte Vizebürgermeister E. Zäuner nahm auf seinen täglichen Kontrollgängen keine Erschossenen wahr (Andritsch S.368 Sp.2).

Der Steirer allein klärt auf:

Die Leitung der Gußstahlwerke hatte in den späteren Kriegsjahren den Bau größerer schwerer Hämmer geplant. Sie sollten in den Hallen des Ostwerkes errichtet werden. Die Gruben für die fünfzehn Meter tiefen und vier mal vier Meter im Querschnitt messenden Fundamente wurden ausgehoben und verschalt. Bevor betoniert wurde, ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Hier fanden die sowjetischen Mörder also ihre geeigneten Verstecke für die fast 2.000 erschossenen Kosakenoffiziere.

Wie schrieb Leutnant Vierkorn darüber? Sie wurden „größtenteils umgebracht“ (Gefangen in Sibirien S.6), aber im ganzen Buch verrät er kein Wort über den Ort und die bösen Vorgänge. Die deutschen Begleiter der Kosaken waren ja schon zu den Kohlenrevieren von Kusnezk in Sibirien unterwegs. So kommt denn der Verfasser der Judenburger „Stadtchronik“ 1989 zu anderen Zahlenverhältnissen gegenüber den Kosaken als Vierkorn: Auf die 2.000 Kosakenoffiziere folgten gleich 17.700 und in der zweiten Junihälfte 13.350 ihrer Soldaten. Auch 47 Frauen, ein paar Kinder und 7 Priester waren dabei.

Auf die Massengräber der Offiziere aber wurden von der zivilen Wirtschaft gelagerte gelagerte Ziegelhaufen geschoben. Und für bald sieben Jahrzehnte Schweigen darüber!

Lasset uns innehalten und den Opfern des Freiheitskampfes danken!

Episode: Nicht „Iwan“, „Johann“ will ich heißen!

In den knapp drei Monaten, da die Steiermark bis zur Stadt Judenburg von der Roten Armee bis Ende Juli 1945 besetzt war, durchstöberten sowjetische Militärstreifen die Häuser der Städte, und Gehöfte bis in die Seitentäler und suchten nach gefangenen, geflüchteten Ukrainern und Deserteuren.

In meine Familie am kleineren Bauerhof bei Fohnsdorf war ein etwa dreizehnjähriger Bub aus der Ukraine aufgenommen worden. Meine Eltern rief er „Vater“ und „Mutter“, und wir fünf Geschwister hielten ihn für unseren Bruder. Er wollte, daß wir ihn nicht „Iwan“, sondern „Johann“ nannten. Die russische Militärstreife suchte auch unser Bauernhaus auf, während meine Mutter mit ihren Kindern fernab auf einem Bergbauernhof Quartier bezogen hatte. Mein Vater, ein Knecht und Johann waren daheim. Die Streife betrat die Wohnküche. Johann verteidigte tapfer auf Russisch meine gütigen und gerechten Eltern bei jeder Gelegenheit. Jetzt zeigte er mit der Hand den Russen die Plätze am großen Tisch: „Do Vater sessen, do Mutter sessen, do Bruder sessen, do Veri, der Knecht, sessen, do i sessen …“ Und alle am Tisch aßen das gleiche.

Dann verlangte der Kommandant vom Vater Zucker, sechs Kilo nahm er und forderte Johann auf, diese Familie zu verlassen und mit ihnen zu gehen. Johann sagte, er wolle lieber dableiben. Der Russe sagte „njet“. Da kniete Johann nieder, faltete die Hände und bettelte ums Dableiben. Da riß der Rotarmist die Puschka von seiner Schulter und legte auf Johann an. Johann begann herzzerreißend zu weinen und schleppte sich aus dem guten Hause fort. Auch er wurde dem Jammerhaufen der Kosaken nach Sibirien beigeschlossen. Nie durchdrang ein Wort von Johann das Schreibverbot der UdSSR- Regimelager zu uns.

Zwei Genickschüsse, wofür?

Ein anderes Beispiel, wie russische Soldaten ihre kommunistische Rechtsauffassung im „befreiten“ Österreich auf einem großen Bauernhof nahe Judenburg auslebten. Der Bauer war im III. Reich Bürgermeister der kleinen Gemeinde; er leitete sie umsichtig und gerecht. Damals arbeiteten auf seinem Hof zwei polnische Fremdarbeiter zur beiderseitigen Zufriedenheit. Nachdem die Streife mit dem Filzen im Hause aufgehört hatte, schnappte sie den Bauern, hängten sich links und rechts bei ihm ein und zerrten ihn in die Nacht hinaus dem Feld zu. Der Familie wird bang, weil der Vater so lange ausbleibt. Seine Tochter, eine Krankenschwester, geht ihn suchen und findet ihn mit zwei Genick-Streifschüssen blutend am Ackerboden liegen. Nach einer Erstversorgung legt sie sich hin, wälzt den Vater auf ihren Rücken und robbt ihn, von den Russen ungesehen zum Gehöft. Er kommt mit dem Leben davon. In den Fünfziger Jahren schreiben die beiden polnischen Fremdarbeiter dieser Bauernfamilie einen Brief: Sie danken ihr „für die zwei schönsten Jahre ihres Lebens, die sie auf diesem Hof verbringen durften.“ Wie jedoch sprang die II. Republik Österreich mit den Menschen um? Derselbe Bauer wurde als Funktionär des III. Reiches automatisch „schwer belastet“, wurde bis 1951 seiner bürgerlichen Rechte beraubt, seine Steuer war um 20 Prozent strafweise erhöht und er mußte um den Gegenwert von Zig Kühen extra Strafe zahlen.

Alois Hasler


Quelle

Ein Kommentar

  1. nisof

    DIESE VERBRECHERISCHE DRECK „DEMOKRATIE“ HAT AUCH GANZ OSTEUROPA AN DIE KOMMUNISTISCHE VERBRECHER AUSGELIEFERT! UND HEUTE IST CHURCHILLS ENGLAND EINE DRECK GEWORDEN UND NOCH 20 JAHRE DAN WIRD AUSGEROTET DURCH ZIGEUENER AUS INDIEN, PAKISTAN, NEGER AUS AFRIKA UND ANDERE SCHMAROTZER! CHURCHILL DU BESSOFENE SCHWEIN, DEIN ENGLAND IST EINE SCHEISE GEWORDEN UND MAN KAN SIE LONDONISTAN NENNEN MIT ZIGEUNER AUS PAKISTAN ALS BÜGERMEISTER, UND DEINE ENGLÄNDER SIND NUR DEGENERIERTE SCHWULE-GAY-PARADEN DEMOKRATEN!

    Gefällt mir

Schreiben Sie gerne einen Kommentar, welcher dieses Thema ergänzt

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: