Landes- und Volkskunde der deutschen Schutzgebiete: Kamerun

Kamerun, unsere wertvollste Handels- und Plantagenkolonie, liegt im innersten Winkel des Busens von Guinea und berührt den Atlantischen Ozean mit einem 320 km langen Küstenstreifen, der ungefähr der Entfernung zwischen Berlin und Breslau entspricht. Umgeben von englischem und französischem Kolonialbesitz, verbreitert es sich fächerförmig ins Innere und dringt mit einer keilartigen Spitze bis zu dem ausgedehnten Binnenmeere des Sudan, dem Tsadsee (250 m), vor. Mit 495 000 qkm Flächeninhalt steht Kamerun nur wenig hinter dem Deutschen Reiche zurück und stellt unser drittgrösstes Schutzgebiet dar.

Der Name Kamerun ist dem portugiesischen Worte camarão (Seekrebs) entlehnt und kam ursprünglich bloss einem beschränkten Küstenstriche zu. Die ersten Entdecker, die Portugiesen, fanden nämlich in einer Bucht Millionen kleiner Krabben, die auch heute zeitweilig in ungeheuren Mengen auftreten und ein beliebtes Nahrungsmittel bilden. Diese merkwürdige Erscheinung gab Veranlassung zu dem Namen Kamerun- oder Krabbenbucht, der jetzt auf das ganze Schutzgebiet angewendet wird.

Die einen sanften Bogen beschreibende Küste ist mit Ausnahme der steil ins Meer stürzenden Felswände des Kamerungebirges durchweg flach und wird durch zahlreiche Flussmündungen und die beiden Ästuarien des Rio del Rey (Mashantu) und Kamerun im Norden und Süden des Kamerungebirges mannigfach gegliedert. Ästuarien sind schlauch- oder trichterförmige Buchten, die von den einmündenden Flüssen mit Süsswasser erfüllt werden, in die jedoch zur Flutzeit das Meer eindringt. Fände dieser Vorgang nicht statt, so hätte das von den Wasserläufen mitgebrachte Erdreich die Buchten schon längst ausgefüllt. So fegt der Ozean alltäglich den Grund wieder aus und stört den ruhigen Absatz der Sinkstoffe. Das Ästuar des Rio del Rey öffnet sich seewärts mit vier grösseren langgestreckten Armen, die durch zahlreiche Nebenarme miteinander in Verbindung stehen, aber bloss kleinere Flussläufe aufnehmen. Das vielzackige Kamerunästuar dagegen, das öfters auch als Haff bezeichnet wird, ist ein seeartiges Wasserbecken, das die Umrisse eines Ahornblattes nachahmt und in dessen fünf Spitzen fünf Flüsse enden. Eine 8 km breite Einfahrt vermittelt den Zugang zum offenen Ozean und gewährt Kriegsschiffen jederzeit Einlass, da die Tiefe bis zur Einmündung der 1200—1500 m breiten Wasseradern 6—17 m beträgt und sich bei Hochwasser um 3 m erhöht. Hier liegen an der einzigen Stelle, um die sich kein schlammiges Schwemmland angesetzt hat und die als eine 10 m hohe Lateritplatte den Wasserspiegel überragt, die wichtigsten Siedelungen des ganzen Küstengebietes, die volkreichen Dörfer Didotown, Belltown und Acquatown, die unter der Gesamtbezeichnung Kamerun der Sitz der Regierung und der Mittelpunkt des Handels sind. Ihre Bedeutung ist um so grösser, als die weiter südwärts liegende Küstenstrecke hafenarm und wegen der heftigen, hier ebenfalls Calema genannten Brandung schwer zugänglich ist. Ein unentwirrbares Netz vielgewundener Kanäle oder Krieks bringt die einzelnen Flüsse des Kamerunbeckens, z. B. den Mungo, Lungasi und Wuri oder eigentlichen Kamerunfluss miteinander in Zusammenhang, und ebenso wird durch den 1300 m breiten Quaquaarm eine Vereinigung mit dem längsten Strome des Schutzgebietes, dem Sannaga, bewirkt.

In weiter Erstreckung nimmt sumpfiges Schwemmland den Uferrand ein, und überall grünt in dichten Beständen die schlammliebende Mangrove. Flussaufwärts dringt sie tief ins Innere ein und stellt zur Flutzeit einen überschwemmten Wald dar, in dem beständig ein heisser, fieberbrütender Dunst herrscht. Erst mit dem Aufhören des Brackwassers verschwindet die Mangrove landeinwärts, weil ihr der trockene, salzarme Untergrund nicht zusagt. Die Küste Südkameruns, deren flacher Sandstrand sich um einige Meter über den Meeresspiegel erhebt, ist aus demselben Grunde von ihr frei. Statt der Mangrove nistet sich dort ein Grasgürtel mit vereinzelten Strauchgruppen und Baumriesen ein. Die in westsüdwestlichcr Richtung sich heranwälzenden Dünungswellen schütten die von den Flüssen mitgeführten Erd- und Trümmermassen zu langgestreckten Uferwällen auf, die sich zum Teil untermeerisch zu gefährlichen Barren anhäufen und die Küste versperren oder die, den Meeresspiegel überragend, die Flussmündungen nordwärts abgelenkt haben. Hand in Hand mit der Aufhäufung von Strandwällen geht die Bildung von Strandseen, die jedoch in Kamerun viel seltener als in Togo sind. Nur das Gebiet zwischen Kamerun und Klein-Batanga stellt einen typischen Lagunenstreifen dar.

Das Küstenland ist im Süden kaum 20 km breit, dehnt sich aber nach Norden hin bis auf 75 km aus und erscheint als eine ganz unmerklich ansteigende Tiefebene, die nicht von zusammenhängenden Bergketten durchzogen, sondern bloss von niedrigen Einzelkuppen unterbrochen wird. Die bemerkenswerteste Erhebung, schon lange als gute Schiftahrtsmarkc bekannt, ist der Elcfantcnberg (520 m) in Südkamerun. Die Niederung besteht, mit Ausnahme eines schmalen Thonschiefer- und Sandsteinstreifens der Kreideformation am Fusse des Kamerungebirges, aus Graniten und Gneisen, die von einer tiefgründigen Lateritdecke überlagert werden. Sie entstand teils an Ort und Stelle, teils aus fortgeführten und wiederabgesetzten Verwitterungsmassen krystallinischer Gesteine und hat unter dem Einflüsse der tropischen Hitze und ausgiebigen Bewässserung eine hohe Fruchtbarkeit erlangt. Unmittelbar hinter dem Mangrovestreifen der Küste beginnt ein finsterer Urwald, der in einer Breitenerstreckung von 150—300 km bis auf das Randgebirge der innerafrikanischen Hochebene hinaufreicht und ausserordentlich dünn bevölkert, ja stellenweise ganz und gar menschenleer ist. Hier und da birgt er ein Stück Kulturland der Eingeborenen oder üppigen Buschwald, untermischt mit Gras- und Krautwuchs, der den urbar gemachten, aber infolge des landesüblichen Raubbaues erschöpften und verlassenen Boden rasefi wieder überwuchert. Doch vermag in diesen Rodungen, die einem verwilderten Parke ähneln, eigentlicher Urwald nicht mehr heranzuwachsen.

Der Urwald ist so gleichförmig und ermüdend wie der Ozean, und was der Wanderer gestern sah, wird er heute und morgen wieder zu Gesicht bekommen. Unendlich mannigfaltig bleibt bloss die Fülle der das Dickicht zusammensetzenden Pflanzen, von denen man hunderte verschiedener Arten aufzählen könnte, und dieser strotzende Reichtum allein ist es, durch den der Urwald überwältigend wirkt. Zwischen immergrünen Palmen gedeihen riesige Wollbäume, Brotfruchtbäume und Pandanus, und durch das dunkle Blattgrün schimmern die goldgelben Früchte der Mangos und Apfelsinen und die prachtvollen roten Blüten der Tulpenbäume. Mancherorten, freilich nicht so häufig wie in Togo, bildet die Ölpalme ganze Waldungen, die grösstenteils wild wachsen, aber auch angebaut werden und noch in den Uferlandschaften des Mbam auftreten. Wein- und Fächerpalmen vereinigen sich ebenfalls zu geschlossenen Beständen, und zu ihnen gesellt sich im Küstengebiet die Kokospalme. Der Wald birgt ferner stattliche Stämme von Rot- und Ebenholz, der Kaffeebaum wächst wild und wird von den Eingeborenen wenig beachtet, während die im Binnenhandel sehr begehrten Früchte des Kolanussbaums eifrigst gesammelt werden. Das undurchdringliche Gewirr der Stämme erstickt im Kampfe ums Dasein das Unterholz, und die Bäume werden ihrerseits wieder von fadendünnen oder armdicken Gummilianen und anderen Schlingpflanzen umklammert und getötet. Orchideen und andere Gewächse überwuchern die modernden Reste umgestürzter Waldriescn, auf den Ästen der lebenden machen sich Schmarotzerpflanzen breit, und so fest sind Zweige, Blätter, Kronen und Ranken verschlungen, dass man sich nur mit Axt und Messer einen Weg durch die lebende Mauer bahnen kann. Alles strebt nach oben, nach Luft, Licht und Himmelsblau, am Boden dagegen herrscht eine feuchte moderige Luft mit Tag und Nacht fast gleichmässiger Temperatur, und kaum erhellt ein Sonnenstrahl das Halbdunkel, an das sich das Auge erst gewöhnen muss. Bei bedecktem Himmel erreicht die Dämmerung oft einen solchen Grad, dass man kaum noch die Ziffern der Uhr oder der Instrumente abzulescn vermag. Strahlt hoch oben die Sonne durch das dichte Blätterdach, so ergreift den Menschen, der tagelang da unten auf schlüpfrigen Pfaden, durch Wasserlöcher, Sümpfe und Bäche wandern muss, Sehnsucht, hinaufzugelangen, um wieder einmal die Sonne und den Himmel zu schauen.

Allmählich wird das Dickicht lichter und geht im Gebiet der Yaunde, Wute, Bali u. s. w. in eine hellere Parklandschaft über. Nicht gleich gewöhnt sich das Auge an die hereinflutenden Lichtwellen, und erleichtert atmet der Wanderer auf, wenn er den blauen Himmel über seinem Haupte immer grösser und grösser werden sieht und wenn er endlich aus dem dumpfen, bedrückenden Urwald mit seinem Modergeruch in ein unabsehbares freies Grasland eintritt. Es macht neben dem Tropenwald die verbreitetste Pflanzenformation Kameruns aus und ist durch dichtere Bevölkerung, regeren Verkehr und ansehnliche Anfänge kräftiger Staatenbildungen ausgezeichnet, deren Bewohner dort, wo der Sklavenraub nicht wütet, Wohlstand, Zufriedenheit und Arbeitslust zur Schau tragen. Reine Grasfluren mit übermannshohem, schilfartig hartem Grase herrschen vor, zum Teil untermischt mit verkrüppelten Bäumen, z. B. der Anona Senegalensis, und erst in Adamaua treten wieder vereinzelte Waldinseln, Dornbusch- und Laubbuschwälder, auf, die aus den bekannten Steppenbäumen, Akazien, Mimosen, Dornsträuchern, Tamarinden, Affenbrotbäumen, Butterbäumen (Bassia Parkii), Combretaceen mit hellgrünen, wie lackiert glänzenden Blättern und zerstreuten Dum- und Delebpalmen, bestehen. Die Palme gehört in Afrika überhaupt unbedingt zum Landschaftsbilde, und wo sie fehlt, erscheint es öde und fremd. Auch in Adamaua überwiegt der an die Obstgartensteppe erinnernde, lichte, mittelhohe Baum- und Buschwald, und nur die Flussläufe sind von mehr oder minder dichten Galeriewäldem (Wasserwäldern) umsäumt.

Die Tierwelt ändert sich ebenfalls zusehends und wird, wenngleich sie sich dem Auge nicht sonderlich aufdrängt, immer reicher und mannigfaltiger. Das Sumpfdickicht der Mangroven und der luft- und lichtlose Urwald sind arm an grösseren Lebewesen; denn das Tierleben tritt überall zurück, wo die Pflanzenwelt sich ungezügelt entfaltet. Bloss die Vögel, von denen man in Kamerun bisher 316 Arten kennt, sind durch zahllose Wat- und Schwimmvögel vertreten, die im unergründlichen Schlamm reichliche Nahrung finden. Ferner beleben Krabben, Fische, Flusspferde und die nie fehlenden Krokodile die Wasserläufe. Im Urwalde hausen Elefanten und Schlangen, darunter 4—5 m lange Riesenschlangen, Fledermäuse, Affen und endlich die nur auf Westafrika beschränkten menschenähnlichen Affen Gorilla und Schimpanse, die von den Eingeborenen nicht ohne Grund gefürchtet werden. Unter den Vögeln des Waldes sind am erwähnenswertesten die Nashornvögel (Bucerus atratus) mit gewaltigem Auswuchs auf dem Oberschnabel, und Millionen von Cikadcn verursachen ein auf die Dauer unerträgliches Gezirp. Auf der Savanne tummeln sich starke Rudel von Antilopen und Büffeln und ungeheuere Elefantenherden. Alle in Afrika vorkommenden Raubtierarten werden hier beobachtet, und unter den Insekten fallen besonders Moskitos, Wanderameisen, Heuschrecken und Sandfliegen lästig. Letztere, die kleinen Sandkörnchen gleich in der Luft herumschweben, bemerkt man gewöhnlich nicht eher, als bis man über und über von ihnen bedeckt ist und ihre sehr schmerzhaften Stiche fühlt. Eine Landplage sind ferner die Heuschrecken, die binnen wenigen Stunden ungeheuren Schaden anrichten können. Premierlieutenant v. Stetten begegnete zeitweilig fast täglich ihren Zügen, die oft 4—6 km lang waren und wie grosse gelbe Wolken die Sonne verhüllten. Im allgemeinen gehört die Tierwelt Kameruns zur Fauna von Niederguinea und zeigt viele Übereinstimmung mit Togo. Eine Sonderstellung nimmt vielleicht Adamaua ein, weil hier die Wasserscheide gegen den Ozean überschritten wird und weil Wasserscheiden in der Tierverbreitung crfahrungsgemäss eine wichtige Rolle spielen.

So sind wir allmählich durch den Urwald des Tieflands zum Gebirge gekommen, das vorwiegend aus Gneisen und granitischen Gesteinen besteht und den aufgewulsteten Westrand des innerafrikanischen Hochlandes darstellt. Er wurde durch die zerstörenden Naturkräfte erst gebirgig gestaltet und fallt in zwei breiten Stufen zur Niederung ab. Der untere, weniger schroffe Absatz wird durch die unteren Wasserfalle der Flusse genau bestimmt und endet in einer verhältnismässig sanft geböschten Abdachung, die zahlreichen Bächen und Flüssen den Ursprung giebt. Dahinter folgt die zweite, viel steilere Erhebung, die von den Wasserläufen in jähem Absturz überwunden wird. Sie geht in den 800 m hohen Kamm des westafrikanischen Schiefergebirges über, der bis 1400 m aufragende Gipfel trägt und einen ernsten Gebirgscharakter annimmt. Seine abgerundeten Kuppen erinnern an die Gipfel des Harzes, und die Gehänge sind mit wahren Felsmeeren besäet. Teils liegt das Blockwerk in seinem eigenen Zersetzungsschutt halb begraben, teils haben die Regengüsse das lockere Erdreich fortgeschwemmt, so dass das anstehende Gestein unverhüllt zu Tage tritt. Nicht minder scharf ausgeprägt und ungefähr gleich hoch wie die atlantische Abdachung ist der Plateauabfall zum Benuë, der selbst samt allen seinen linksseitigen Zuflüssen am Nordrande des innerafrikanischen Hochlandes entspringt.

Naturgemäss bedeutet der rasche Geländeabsturz hier wie in Ostafrika einen schwerwiegenden Nachteil, weil sämtliche Wasseradern beim Eintritt in die Tiefebene einen Gefällbruch erleiden und den Höhenunterschied durch Wasserstürze von oft beträchtlicher Höhe und durch eine lange Reihe von Stromschnellen ausgleichen müssen. Da sic der Schiffahrt ein unerwünschtes Hindernis bereiten, so ist der Verkehrswert des Wassemetzes leider sehr beschränkt, während sonst der durch die dichte Waldbedeckung und die reichlichen Niederschläge geförderte Wasserüberschuss das Kamerungebiet vorteilhaft vor unsern andern afrikanischen Besitzungen auszeichnet. Entsprechend dem Verlaufe der Gebirgsabdachung nähert sich die Grenze der Schiffbarkeit der Küste immer mehr, je weiter man nach Süden kommt. Am Mungo macht sie 75 km stromaufwärts Halt, am Sannaga endet sie schon bei 46 km und am südlichen Grenzflüsse Campo bereits bei 20 km. Kein Wunder, dass der deutsche Einfluss im Hinterlande sehr gering geblieben ist und sich nur an den Hauptflüssen, dem Mungo, Sannaga und Nyong, tiefer ins Innere Bahn gebrochen hat. Ja der längste Strom, der unserer Oder vergleichbare Sannaga oder Lom, nimmt trotz seines Wasserreichtums und seiner zahlreichen Nebenflüsse, unter denen der Mbam der bedeutendste ist, als Wasserstrassc eine ganz untergeordnete Stelle ein. Zwar ist er bei der ehemaligen Station Kaiser Wilhelmsburg 400 m, bei Edia 1200 m und unweit der Mündung 2000 m breit und besitzt bei gewöhnlichem Wasserstande 6—16 m, zur Regenzeit io—20 m Tiefe. Aber beim Durchbruch durch das Gebirge wird der Fluss zweimal, an den 3—14 m hohen Herbertfällen und in den inmitten zahlloser Schnellen gelegenen Ediafallen, in seinem Gefall gestört, während die Nachtigalfälle oberhalb Kaiser Wilhelmsburgs bloss Stromschnellen sind und bereits der Hochebene angehören, auf der sie sich mit Unterbrechungen mehrere Tagereisen weit fortsetzen. Ausserdem haben die vom Sannaga ins Meer geschleppten Schuttmassen die Mündung durch eine schwer passierbare Barre abgesperrt. Durch einen Nebenarm, den schon genannten Quaqua, steht der Sannaga nordwärts mit dem Kamerunästuar in Verbindung. In früheren Zeiten gab es noch einen zweiten Kanal zwischen Fluss und Becken, der aber, seitdem der Sannaga den Durchbruch durch die vorgelagerten Höhen erzwungen hat, bis auf einen Rest, den fischreichen Ossa- oder Lungasisee an einem rechten Nebenarm des unteren Sannaga, verschwunden ist. In ähnlicher Weise sendet der Strom mehrere Abzweigungen zu einem zweiten stattlichen Flusse, dem Nyong, dessen von tiefschwarzem Wasser erfülltes Bett ebenfalls zweimal von Fällen und Schnellen unterbrochen wird. Günstigere Verhältnisse herrschen in dieser Beziehung bei den östlichen Grenzflüssen, dem zum Kongo eilenden Sanga und Ngoko und dem zum Tsad abfliessenden Schari und Logone. Die umgebenden Niederungen sind weithin mit Sand, Lehm und Moorboden bedeckt, und es liegt die Annahme nahe, dass sie die Ablagerungen zweier riesiger Seebecken sind, von denen das eine am mittleren Kongo bis zur jüngsten Tertiärzeit bestand, während sich von dem andern noch ein dürftiger Rest, der Tsadsee, erhalten hat. Im übrigen ist der Osten unseres Schutzgebietes noch sehr wenig bekannt, und man weiss bloss, dass der Oberlauf des Sannaga und Nyong eine wichtige Völkerscheide zwischen den Bantu-und Sudannegern bildet. So gross ist der Unterschied, dass sich der von Westen kommende Europäer plötzlich in eine fremde Welt versetzt sieht, da er nunmehr Leuten begegnet’, deren Gestalt, Tracht, Waffen, Lebensweise und Wohnungen in allen Stücken von denen der Küsten-und Waldbewohner abweichen.

Kamerun umschliesst innerhalb seiner politischen Grenzen drei Hauptstromgebiete, deren dreifach abgedachte Wasserscheide auf dem innerafrikanischen Hochlande liegt. Aber bloss die zum Atlantischen Ozean abrinnenden, im Unterlaufe meist nicht schiffbaren und deshalb für den Verkehr wenig brauchbaren Wasseradern gehören ihm allein an. Die wertvollsten Wasserstrassen dagegen, das für den Sudanhandel so bedeutsame Bett des 2—3 km breiten Benuë im Norden, der Schari und Logone im Osten und die rechtsseitigen Zuflüsse des untern Kongo im Südosten, sind ganz oder grösstenteils den Engländern und Franzosen zugefallen. Demnach sind wir nicht nur in Ostafrika, sondern auch in Westafrika von den natürlichen Vcrkehrsstrassen abgedrängt, die in einem gewissen Zusammenhänge stehen und das Eindringen ins Herz des dunklen Erdteils leicht und bequem vermitteln. Unthätig müssen wir Zusehen, wie englische Händler, den Benuë mit Dampfern aufwärts fahrend, Deutsch-Adamaua mit Waren versorgen und wie die reichen Elfenbeinvorräte unseres Hinterlandes entweder dem Kongo zugeführt oder durch Haussahändler in den Sudan gebracht werden. Auf einem andern Wege, von dem mächtigen Kongonebenflusse Ubangi aus, ist die französische Expedition Gentil mit zerlegbaren Dampfern zum Schari und den gewaltigen Strom abwärts bis zum Tsadsee gelangt. Dann dürfte die Zeit nicht mehr fern sein, dass der Tsad von Dampfschiffen befahren wird, zumal nach Vollendung der Kongoeisenbahn das erforderliche Material ohne jede Schwierigkeit zum Ubangi geschafft werden und die Wasserscheide zwischen ihm und dem Isadsce unschwer mit einer 150 km langen Eisenbahn überschritten werden kann. Dass die Franzosen nach Erschliessung dieses Weges einen beträchtlichen Vorsprung in Innerafrika gewinnen werden, ist zweifellos, und da unsere Interessen ebenfalls ganz wesentlich in Betracht kommen, so hat man den südöstlichen Grenzgebieten unserer Kolonie neuerdings besondere Beachtung geschenkt.

Nach Osten ebnet sich das Randgebirge allmählich zu einer flachwelligen Hochfläche aus, die, 700—800 m über dem Meeresspiegel gelegen, in breitester Ausdehnung den ganzen übrigen Teil des Schutzgebietes einnimmt und sich binnenwärts zum südafrikanischen Hochlande fortsetzt. Gleich dem Gebirge besteht es aus uralten Gesteinen, aus Gneisen, Lagergraniten und krystallinischen Schiefern, die von zahlreichen Ganggraniten, Porphyren und Diabasen durchsetzt werden. Nur im mauerartig steil eingesenkten Benuëthale lagern horizontal auf dem krystallinischen Untergründe in weiter Ausdehnung versteinerungsleere Sandsteine unbestimmten Alters, die mehrfach durch die Erosion in Tafelberge aufgelöst sind und stellenweise von vereinzelten Basaltkuppen durchbrochen werden. Als Verwitterungsschicht waltet die rote Erde Afrikas, der Latent, entschieden vor und giebt lohnende Erträge an Reis und Negerhirse, die von den Sudannegern mitgebracht wurden, während das Hauptnahrungsmittel der Bantu, die Banane, mehr und mehr verschwindet. Der reiche Gehalt des Laterits an Brauneisenstein hat bei den Yaunde und bei andern heidnischen Bantustämmen eine rege Eisenindustrie ins Leben gerufen. Durch einen einfachen Schmelzprozess gewinnen sie das Eisen aus dem Gestein und haben als Waffenverfertiger einen weit verbreiteten Ruf. Die Eintönigkeit und Einförmigkeit der von den Flussbetten tief durchschluchteten und von einzelnen Hügeln überragten Savanne vermindert sich erst in Adamaua, wo beiderseits des Bcnue, dessen breiter Grabenbruch das Land in zwei Teile zerlegt und die eine, West-Ost verlaufende Hauptstreichungsrichtung (Benuëlinie) darstellt, kühne, alpenähnliche Gebirge auftreten. Diese durch ausgedehnte Thalebenen getrennten Gebirge, das Tschebtschi-, Atlantika-, Mandara-, Genderogebirge und andere, sind 2000—3000 m hoch und werden vornehmlich aus Ganggranit und aus alt- und jungvulkanischen Gesteinen, darunter ausgedehnten Basaltdecken, aufgebaut. Ausserdem bezeichnen sie die zweite tektonische Linie (Kamerunlinie), die Adamaua beherrscht und einen südwest-nordöstlichen Verlauf zeigt. Sie liegt in der verlängerten Streichrichtung einer deutlich ausgeprägten Vulkanreihe, die sich über das Kamerungebirge bis zu den vier vulkanischen Guineainseln Fernando Poo, Principó, St. Thomd und Annobon fortsetzt. Wir haben es demnach auch in Westafrika mit einer gewaltigen Bruchlinie zu thun, die vielleicht schon mit der einsamen Insel St. Helena im Atlantischen Ozean beginnt und sich über den anscheinend basaltischen Kupeberg1) zwischen Mungo und Wuri und die isolierten Basaltkegel des oberen Benuëthales möglicherweise bis tief hinein in den Sudan verfolgen lässt. Sie bildet somit das geminderte Gegenstück zum central- und ostafrikanischen Graben.

Der mächtige Kamerun-Pik ist der höchste Gebirgsstock längs der westafrikanischen Küste und nimmt einen Flächenraum von 2000 qkm ein. Steil türmt er sich zu einem 3960 m (nach Preuss 4200 m) hohen Gipfel auf, der von seinem ersten Ersteiger, dem berühmten englischen Afrikareisenden Burton, Victoria- und Albertberg genannt wurde, während er bei den abergläubischen Eingeborenen Mongo ma Loba oder Götterberg heisst. Er ist das Wahrzeichen der Kolonie und stellt im Verein mit dem 2580 m hohen Clarcnce Pik auf dem benachbarten Fernando Poo die weithin sichtbaren Strebepfeiler eines gewaltigen Thores dar. Ganz aus Basalt aufgebaut, verrät er seinen vulkanischen Ursprung vor allein durch die charakteristischen Umrisse des Hauptgipfels, dessen Kraterwand im Nordwesten in sich zusammengebrochen ist, so dass nur noch eine kammähnliche, zackige Ruine stehen blieb.

1) Der Kupeberg, dessen Meereshöhe bis zu 3000 m betragen soll, ist die höchste Erhebung der vulkanischen Nkossi- oder Bakossiberge.

Nicht weniger ausdrucksvoll ist der kleine Kamerunberg oder Mongo ma Etinde (1774 m), ein steiler, schroff am Meere endender Zacken. An ihn grenzen im Süden zwei Buchten, die Ambasbai und der Kriegsschiffshafen mit dem botanischen Versuchsgarten Victoria, die einst geschlossene Kraterbecken waren, bis sie durch die Brandung des Ozeans geöffnet wurden. Im Gegensätze zu ihnen stellt der am Nordostfusse des Gebirges gelegene Barombi- oder Elefantensee ein tiefes, fischreiches Wasserbecken von 7 km Länge, 3 km Breite und rundlicher Gestalt dar, das seine Entstehung ebenso wie der Cotta- und Sodensee augenscheinlich vulkanischen Kräften verdankt.

Aus dem Hauptkrater des Mongo ma Loba und aus zahlreichen seitlichen Ausbruchsherden oder Nebenkratern, deren man jetzt über 28 kennt, sind zu den verschiedensten Zeiten wohl unterscheidbare Lavaströme ausgeflossen, und gleich endlosen Eisenbahndämmen laufen die gelben und roten, bald frischen, bald verwitterten Lavamassen zur Tiefe. Da in den am Westfusse anstehenden Tuffen zahlreiche, noch heute dort wachsende Landpflanzen Vorkommen, so hat der Vulkan offenbar bis in die Neuzeit hinein Ausbrüche gehabt und ist vielleicht in geschichtlicher Zeit noch thätig gewesen. Dagegen haben sich die Angaben englischer Kapitäne, die noch in den 6oer Jahren glühende Lavaströme bemerkt haben wollen, nicht bestätigt, und Kohlensäure-, Schwefel- und Naphthaquellen sind die letzten Zeugen der allmählich erlöschenden vulkanischen Kraft und inneren Glut.

Wegen der ausserordentlichen Durchlässigkeit der Lavaschichten und lockeren Auswürflinge versickern die Niederschläge sehr schnell, und selbst die überreichen Regengüsse jenes Gebietes sind nicht im stände, ausdauernde Bäche zu erzeugen. So kommt es, dass die Gehänge oberhalb des Waldgürtels unter drückendem Wassermangel leiden und dass man von 2400 m Meereshöhe an aufwärts erst zwei Quellen entdeckt hat. Die untere Hälfte des Gebirges dagegen ist sehr ausgiebig bewässert und bietet wegen der gleichmässigen Niederschlagsverteilung und des zu einer tiefen Schicht überaus fruchtbarer Gartenerde zersetzten Bodens die günstigsten Bedingungen für den Plantagenbau, der that-sächlich in Kamerun zu den vielversprechendsten Hoffnungen berechtigt. Bis 2200 m und in geschützten Schluchten bis 2700 m dringt üppiger Urwald vor, der allmählich lichter wird und plötzlich scharf gegen die mit vereinzelten Sträuchern bedeckten Bergwiesen abschneidet. Ihre alpine Flora zeigt nach A. Englers vergleichenden Untersuchungen viel Ähnlichkeit mit derjenigen der übrigen afrikanischen Hochgebirge. Auf den Lavamauern und den vulkanischen Aschen der höchsten Zinne fristen bloss noch Flechten und kurze Gräser ein kümmerliches Dasein, und zur Regenzeit überzieht sich der Götterberg vorübergehend, aber stets nur für wenige Stunden, mit einer leichten Schneehaube.

Wegen der wechselnden Höhenlage vom Meeresspiegel, an dessen Ufern die zartesten Kinder der tropischen Pflanzenwelt gedeihen, bis zur nackten Spitze des Mongo ma Loba, wegen des Gegensatzes zwischen Urwald und Savanne und wegen der Thatsache, dass der meteorologische Äquator mitten durch das Schutzgebiet geht, zeigt das Klima die mannigfachsten Abstufungen zwischen drückender Hitze und empfindlicher Kälte und bemerkenswerte Unterschiede in der Regenverteilung. Im allgemeinen besitzt aber Kamerun infolge seiner äquatornahen Lage ein ausgesprochenes Tropenklima, das sich durch eine beständig hohe Wärme und eine ausserordentliche Regenfülle auszeichnet.

Längs der Küste herrscht das ganze Jahr hindurch eine feuchtheisse Treibhausluft, die erschlaffend wirkt und nur geringen Schwankungen unterworfen ist. Bei einer mittleren Jahreswärme von + 25,5° C. weist der Februar als wärmster Monat + 27,30 C. und der Juli als kältester Monat + 24,4° C. auf, so dass der Gesamtunterschied bloss 3° C, der Unterschied zwischen dem heissesten (+ 320 C.) und kältesten Tage (+ 20° C.) meist nicht mehr als 12° C. beträgt. Leider ist das Klima unserer Kolonie für Europäer nicht günstig, ja sie gilt als das ungesundeste Gebiet der ohnehin ungesunden Westküste Afrikas, und von den bösartigen Fiebern bleiben auch fremd herkommende Eingeborene nicht verschont. Besonders die Mangrovesümpfe sind die Brutstätten zahlloser mikroskopisch kleiner Fieberkeime, die unter der gleichmässig feuchten Wärme die günstigsten Entwickelungsbedingungen finden. Zwar mildern die kühlen Seewinde die Hitze und reinigen die fieberbrütende Luft, weshalb man ihnen bezeichnenderweise den Namen „der Doktor“ gegeben hat. Doch hält es der Europäer selbst bei vorsichtigster Lebensweise selten länger als drei Jahre in Kamerun aus. Die auf den Hängen des Kamerungebirges in dem wölken- und nebelreichen, aber luftigen und gesunden Buca (900 m Meereshöhe, Jahresmittel + 19° C.) angelegte Erholungsstation schafft nur vorübergehend Besserung, und es bleibt abzuwarten, ob die in vielen Sumpf- und Fiebergegenden mit Erfolg angepflanzten Eukalyptenbäumc auch hier von segensreicher Wirkung sein werden.

Nach dem Innern zu und mit wachsender Meereshöhe nimmt die Temperatur langsam ab und beträgt in Lolodorf (500 m) + 23,2° C., in der Yaundestation (775 m)+ 22,5° C. und in dem wieder aufgelassenen Baliburg (1340 m) + l8° C. im Jahresmittel. Statt des unerträglich schwülen Küstenklimas und der dumpfigen Waldluft weht ein frischer, kräftigender Hauch; und wenn auch die jährlichen Temperaturschwankungen nicht übermässig gross sind, so kann doch der Unterschied zwischen Tages- und Nachtwärme bis auf 26° C. steigen, indem das Thermometer von 32,7° C. am Tage auf + 70 C. während der Nacht fällt. Die Morgenstunden sind kühl und werden häufig von dichten Frühnebeln mit feinem, durchkältendem Sprühregen begleitet. Beim Überschreiten eines wegen seiner kalten Regen verrufenen Gebirgszuges (1600 m) bei Baliburg verzeichnete Zintgraff gar nur + 60 C. Wärme, so dass ein Teil seiner fast unbekleideten Leute erstarrt liegen blieb und — ein in den afrikanischen Tropen wiederholt beobachtetes Ereignis — 16 Mann vor Kälte den Tod fanden.

Bezüglich der Niederschlagsverhältnisse ist der Gegensatz zwischen Regen- und Trockenzeit in Adamaua scharf ausgeprägt. Ebenso gliedert sich in Nordkamerun das Jahr in eine regenreiche, kühle und eine regenärmere, warme Zeit, die aber immer noch nässer als die nässesten Monate in Deutschland ist. In Südkamerun giebt es je zwei Regen- und Trockenzeiten; doch bleibt hier wie dort ein Monat selten ganz ohne Niederschläge, was zur Erhöhung der Fruchtbarkeit wesentlich beiträgt. Heftige Gewitter, die oft als Gewitterböen oder Tornados auftreten, leiten die Regenperiode ein und schliesscn sie wieder ab. Zu gewissen Monaten bleibt kein Tag von ihnen verschont, und ihre Zahl nimmt nach dem Innern rasch zu, indem an der Küste durchschnittlich 120—150, auf der Yaundestation 173 und in Baliburg 218 Gewittertage im Jahre verzeichnet wurden.

Die Jahressumme der Niederschläge zeigt von Jahr zu Jahr erhebliche Schwankungen, ist jedoch sehr beträchtlich und wird von Süd nach Nord und vom Binnenlande nach der Küste schnell grösser. In Yaunde fallen jährlich 1531 mm Regen, in Baliburg schon 2750 mm, im Kamerunbecken stets über 4000 mm (nach 8—9jährigen Mittelwerten im Jahresdurchschnitt 4195 mm), und wandert man um den Westfluss des Kamerungebirges , so betritt man zwischen dem Kap Debundja und der oft genannten Tabakspflanzung Bibundi das regenreichste Gebiet Afrikas und das zweitregenreichste Gebiet der ganzen Welt. Hier giebt es überhaupt keinen Gegensatz zwischen Regen- und Trockenzeit mehr, und die jährliche Regenhöhe steht mit 9000 mm bloss hinter der 12000 mm betragenden Niederschlagshöhe der vorderindischen Station Tscherapundji am Südhange des Himalaya zurück. 1895 berechnete man die Regenhöhe zu Debundja auf 8968 mm, 1896 sogar auf 9789 mm. Sie ist aber entschieden noch höher, weil nur für wenige Monate lückenlose Aufzeichnungen vorliegen.*)

Ist schon Kameruns Lage und Naturbeschaffenheit eigenartig, so sind es in noch höherem Grade seine Bewohner, die man insgesamt zu 2 ½ – 3 ½ Millionen veranschlagt. Am dichtesten ist die Küste, am dünnsten der Urwald bevölkert, worauf sich mit der Annäherung an das Grasland die Siedelungen wieder mehren und vergrössem. Von den Eingeborenen stehen aber heute höchstens ½Million unter deutscher Herrschaft, nämlich nur die küstennahen Stämme. Die über den oberen Sannaga führende Völkerscheide trennt die beiden Hauptgruppen der Bantu- und Sudanneger [voneinander. Erstere zeigen den reinen Negertypus und wohnen im waldigen Tief lande, bei letzteren, die auf der offenen Savanne der Hochebene sesshaft sind, macht sich bereits die Beimischung arabischen und berberischen Blutes und der Einfluss des Islam bemerkbar. Zu diesen zwei Hauptvölkergruppen gesellen sich die Reste einer kleinen, ja zwerghaften Urbevölkerung von gelber Hautfarbe, die im Urwalde haust und auf einer sehr niedrigen Kulturstufe stehen geblieben ist. Ihre Angehörigen, die Bojaeli, haben  keine festen Wohnsitze, sie benutzen lediglich Schutzdächer gegen die Unbill des Wetters und besuchen selten ein Dorf, um die Erträgnisse der Jagd gegen andere Lebensmittel einzutauschen. Der Begegnung mit Fremden gehen die Bojaeli sorgfältig aus dem Wege, so dass man ihr Gebiet durchstreifen kann, ohne je einen Vertreter jener merkwürdigen Rasse zu Gesicht zu bekommen.

*) Im Gegensätze zu Debundja besitzt die im Regenschatten des Kamerungebirges liegende Barombislation nur 2000 mm Regenhöhe.

Die Europäer zählen 253 Seelen und sind grösstenteils Deutsche, dann in gleichem Verhältnis Engländer, Amerikaner und Schweden. Unter den Küstennegern, die weniger in Sitte und Brauch als vielmehr in der Mundart von einander abweichen, stehen die 20—26000 Köpfe starken Dualla obenan. Erst vor etwa 200 Jahren in die Umgebung des Kamerunhaffs eingewandert, sind sie heute der herrschende Stamm und nehmen körperlich und geistig gegenüber den andern Küstenbewohnem, z. B. den Viehzucht treibenden Bakwiri oder Buea (25000 Seelen), den Bomboko (20000 Seelen), Batanga, Malimba, Edia, Bakoko oder Mwelle, eine hervorragende Sonderstellung ein. An der Kamerunküste bestand seit geraumer Zeit ein lebhafter Verkehr, wobei der ölhandel die wichtigste Rolle spielte. Sehr bald erkannten aber die schlauen Eingeborenen, wie gewinnbringend und wenig anstrengend die Ausübung des Zwischenhandels sei, und so bildete sich allmählich ein Sperrsystem heraus, das grössere kaufmännische Unternehmungen lahm legte und der Erforschung des Innern unglaubliche Schwierigkeiten bereitete. Durch hohe Eingangs- und Durchgangszölle suchten die Küstenbewohner auf Kosten der europäischen Kaufleute und der schwarzen Binnenhändler den grössten Vorteil für sich zu ziehen. Da die weiter im Innern wohnenden Nachbarstämme, die Buschleute, ihrerseits ebenfalls Zollschranken errichteten und mit rücksichtsloser Eifersucht den Durchzug fremder Karawanen durch ihr Gebiet verhinderten, so mussten die Waren oft drei, vier und mehr solcher Zwischenhandelsgürtel passieren. Natürlich stieg ihr Preis dadurch auf das Fünffache des ursprünglichen Wertes, so dass die einheimischen Erzeugnisse übermässig verteuert, die europäischen fast wertlos gemacht wurden. Dieser Zustand war schliesslich so unerträglich geworden, dass er unmöglich mehr fortdauern konnte; und als die Bemühungen der deutschen Regierung, auf friedlichem Wege Wandel zu schaffen, erfolglos geblieben waren, wurde die chinesische Mauer seit 1890 mit Waffengewalt durchbrochen. Heute ist an verschiedenen Stellen Bresche in sie gelegt, und die Firma Wörmann hat in Edia bereits eine Faktorei errichtet. Die Eingeborenen müssen es dulden, dass zum Schutze des unmittelbaren Verkehrs zwischen Küste und Binnenland in ihrem Gebiete Militärstationen angelegt werden. In ihren Interessen schwer geschädigt, fügen sie sich nach Aufhebung der Handelssperre aber nur langsam den neuen Verhältnissen, und die Schutztruppe hat noch immer kleine Aufstände der unzufriedenen Küste nbewohner niederzuwerfen.

Der reiche Gewinn, den der Zwischenhandel mühelos einbrachte, hat die Küstenstämme jeder ernsten Arbeit entfremdet. Sie sind faul und unverschämt, lügnerisch und unzuverlässig, und ihr moralischer Wert ist gering, zumal sie von den Europäern wenig Gutes, statt dessen aber viel Schlechtes angenommen haben. Doch sind die Dualla geistig geweckt und haben eine sehr sinnreiche und schwierige Trommelsprache erfunden, mittelst deren sie sich binnen kürzester Zeit und auf weite Entfernungen hin verständigen können.*) Ferner besuchen sie fleissig die neu errichteten Regierungsschulen, freilich meist nur, um auf Grund der erworbenen Kenntnisse andere um so besser betrügen zu können. Ackerbau und Viehzucht sind an der Küste wenig entwickelt und werden durch die Frauen und Sklaven bloss soweit betrieben, als es zur Bestreitung des Haushaltes unerlässlich ist. Daher sind die Lebensmittel übermässig teuer, und frisches Fleisch ist so selten, dass grosse Mengen von Fleischkonserven für die Europäer eingeführt werden müssen. Mit Ausnahme der Schnitzerei und Töpferei, des Bootbaues und der Ölgewinnung liegen die Gewerbe ebenfalls darnieder, und die im Binnenlande blühende Eisenindustrie ist gänzlich unbekannt. Zur Plantagenarbeit sind die Dualla nicht zu gebrauchen. Dagegen kommen die Bewohner des Innern, namentlich die Yaunde und Bali, in immer grösseren Scharen als Arbeiter zur Küste und werden vielleicht einmal die fremden, teuren Hilfskräfte, in erster Linie die viel verwendeten Kruneger, ersetzen.

Die Frauen nehmen eine untergeordnete Stellung ein und werden gekauft, zuweilen auch erst auf Probe genommen, wobei der Kaufpreis zwischen 800 und 1600 Mark schwankt. Sie sind nichts anderes als Arbeitsmaschinen und gelten als beste Kapitalanlage. Je reicher ein Mann ist, um so mehr Frauen erwirbt er, weil er dadurch seine Arbeitskräfte und damit seine Einnahmen vermehrt. Besitzt ein Dualla z. B. 60 Frauen, so entspricht das einem zinstragenden Vermögen von 60000 Mark, und wer seine Schulden nicht bezahlen kann, verpfändet je nach Umständen eine oder mehrere Frauen, wobei freilich alte oder arbeitsunfähige nicht in Zahlung genommen werden.

*) Die Trommelsprache ist in Afrika noch mehrfach verbreitet. Fest ausgebildet ist sie z. B. bei den Mangu- und Gonjaieuten im Hinterlande von Togo.

Aus diesem Brauche ist die Einrichtung der Pfandweiber hervorgegangen, die bekanntlich im Prozesse gegen den Kanzler Leist eine gewisse Rolle spielte und mit der man wegen der vielen Unzuträglichkeiten, die sie im Gefolge hatte, neuerdings gebrochen hat. Leider ist es noch nicht gelungen, eine andere Unsitte zu beseitigen, nämlich das sogenannte Trustsystem, das sich mit der Zeit im Verkehr zwischen den Europäern und den Dualla eingebürgert hat. Es besteht in einem ganz ungeordneten und unvernünftigen Kreditgeben an die eingeborenen Zwischenhändler und bildet, obwohl es die letzteren zum Lügen und Betrügen verführt, noch immer die wesentlichste Grundlage des Handels.

Bei den Küstenstämmen besteht die Sklaverei, allerdings in sehr milder Form, weil die Sklaven als Arbeitsmaschinen ihren Geldwert haben. Sie bewohnen besondere, oft dicht bevölkerte Ortschaften, die sogenannten Ningadörfer, erhalten mehrere Wochentage für ihre eigene Arbeit frei und haben wegen ihrer grossen Zahl nicht selten eine solche Macht, dass ihre Herren geradezu auf ihren guten Willen angewiesen sind. Tritt daher die in Westafrika nicht allzuseltene Notwendigkeit eines Menschenopfers ein, so muss man sich oft mit List eines Sklaven versichern, der dann heimlich abgeschlachtet wird. Innerhalb des deutschen Machtbereiches sind natürlich derartige Greuel verboten, und den Herren ist das Recht über Leben und Tod ihrer Sklaven genommen.

Die den Bantu eigentümliche politische Zersplitterung bringt es mit sich, dass jeder Stamm in eine Unmenge kleiner Gemeinden zerfällt und dass die Häuptlinge kaum das Ansehen unserer Dorfschulzen geniessen. Ihre Macht liegt lediglich in ihrem Reichtum an Sklaven und Weibern, die ihnen als Arbeitskräfte Nutzen bringen, während letztere mit der Erweiterung der verwandtschaftlichen Beziehungen die Handelsverbindungen auf möglichst viele Ortschaften, die Heimatsdörfer der Frauen, ausdehnen. Demgemäss sind die Häuptlinge gewöhnlich die Haupthändler, was aber ihre getreuen Unterthanen nicht hindert, sie fortzujagen, wenn sie ihnen nicht mehr passen. Herrscht ein Häuptling über mehrere Dorfschaften, so legt er sich den stolzen Namen King (König) bei und trägt, um seine Würde äusserlich zu kennzeichnen, am Hut oder auf der Brust einen seinen Namen und Stand anzeigenden Zettel. Diese Kings sind beileibe nicht mit europäischen Fürsten zu vergleichen, und ebensowenig sollte man sie mit Majestät anreden oder durch Salutschüsse ehren, wie es mehrmals geschehen ist. Denn solche unangebrachte Ehrenbezeugungen tragen höchstens dazu bei, die den Negern innewohnende Cberhebung gegen die Europäer noch mehr zu steigern.

Auf der andern Seite ist nicht zu leugnen, dass die Dualla der europäischen Civilisation gegenüber nicht unzugänglich geblieben sind und es lieben, ihre Hütten behaglich einzurichten. Die Kleidung lehnt sich ebenfalls immer mehr an europäische Vorbilder an, wobei freilich dem Negergeschmack bunte, goldbetresste Röcke und reicher Schmuck am meisten Zusagen. Je mehr man sich jedoch aus dem Bereiche des europäischen Einflusses entfernt, um so unverdorbener werden die Eingeborenen und um so urwüchsiger Wohnung und Kleidung. Bei den kriegerischen Ackerbauern und Viehzüchtern des Binnenlandes, den Yaunde, Bati, Bali und Bamufut, die sich nie am Zwischenhandel beteiligten und in keine Beziehungen zu den Wcissen traten, nehmen die Männer mit einem togaähnlichen Gewand oder einem Lendentuch vorlieb, während bei den Frauen die Einreibung mit Rotholz, ein Grasschurz, eine Perlenschnur um die Hüften oder ein rotgefärbter Grasbusch am Kreuz die einzige Bekleidung darstellt.

Die Wüte, Bali und Bamufut sind bereits Mischvölker aus Bantu- und Sudannegern und sprechen die Sudansprachen. Ursprünglich waren aber die heidnischen Bantu viel weiter ostwärts verbreitet, und die Sudanneger sind erst in verhältnismässig junger Zeit ins Kameruner Hinterland cingcdrungen. Mit Sicherheit lässt sich behaupten, dass die meisten der im Randgebirge liegenden Siedelungen nicht älter als einige Jahrzehnte sind. Mit ihren Reiterscharen trieben die Sudanneger, die durch den Islam fest organisiert sind und Verständnis für Kultur und Fortschritt zeigen, die politisch zersplitterten, an Geist, Geschicklichkeit und Mut minderwertigen Gegner Schritt für Schritt zurück; und wenn keine überlegene europäische Macht eingreift, so wird der Ausgang des gewaltigen Völker- und Religionskampfes zu Ungunsten der Bantu nicht zweifelhaft sein. Heute bezeichnet im allgemeinen der Verlauf der Urwaldgrenze die Scheidelinie zwischen beiden Völkern. Die Bantu behaupten im grossen Ganzen das Waldland, da den Sudannegern als Kindern der offenen Steppe das Leben im dunklen Dickicht fremd ist, und nur in den schwer zugänglichen Gebirgen Adamauas haben sich noch einige unabhängige Heidenstaaten gegen die mohamcdanischen Reiterheere behauptet. Sonst haben sich auf der Hochebene überall die Sudanneger eingenistet und als Haustiere das den Bantu unbekannte Pferd und Buckelrind mitgebracht. Sic bauen als Feldfrüchte vornehmlich Negerhirse, Knollengewächse, Erdnüsse, Baumwolle und Indigo, und der Ackerbau, der im Stile des Hackbaues von den zahlreichen Sklaven betrieben wird, ist bei ihnen verhältnismässig hoch entwickelt.

Was den Sudannegern in Tracht, Anschauung, Lebensweise und in politischen Dingen eine gewisse Einheitlichkeit verleiht, ist der Islam, der ostwärts von Ngila, der Hauptstadt des Wutereiches, zusehends überhand nimmt. Er wurde den Heiden gebracht durch zwei fremde, berberähnliche, hamitische Völker, die vom Rande der Wüste her eindrangen und im Laufe der Zeit mehr oder minder stark vernegert sind, die Fulbe und die Haussa *). Letztere, die schon früh als friedliche Händler nach Adamaua kamen, dort durch Gründung von Kolonien heimisch wurden und sich mit den Eingeborenen vermischten, traten um 1540 zum Islam über und fanden an den später einwandernden Fulbe einen starken Schutz und Rückhalt. Die Fulbe nahmen ebenfalls begeistert die moha-medanische Religion an und gaben den Haussastaaten einen ganz neuen Aufschwung, indem sie die Herrschaft an sich rissen und dadurch das eigentliche Bindemittel der politischen Gebilde des westlichen Sudan wurden. Erst als im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts die auf politischer und religiöser Grundlage ruhende Fulbebewegung begann, fielen sie erobernd in Adamaua ein, das schon seit 4 Jahrhunderten mit zahlreichen Kolonien eines viehzuchttreibenden, ziemlich rein gebliebenen Fulbestammes, der Borroro, durchsetzt war. So entstanden zahlreiche Fulbestaaten, z. B. Ngaumdere, Tibati, Tikar, Banyo und Bubandjidda, die insgesamt unter dem rein politischen, nicht rein geographischen Begriff Adamaua zusammengefasst werden. Sie haben sich die benachbarten Negerreiche unterthan gemacht, stehen ihrerseits aber wieder, wenn auch nur in lockerem Gefüge und nahezu unabhängig, unter der Lehensherrschaft des Oberherrn von Adamaua, des Emirs von Yola, der seinerseits dem Fulbekaiser von Sokoto tributär ist.

Den umfangreichen Staatsverbänden entsprechen die ausgedehnten Siedelungen, die man schon bei den unter mohamedanisehem Einflüsse stehenden Mischvölkem an der Grenze des Waldlandes findet. Das Hauptdorf der Bamufut und Ngila (830 m), der Hauptort der Wüte, zählen je io—12000 Einwohner. Tibati, die Hauptstadt des gleichnamigen Sultanats, ist nicht weniger dicht bewohnt, und Yola, die englische Hauptstadt Deutsch-Adamauas, mag eine Bevölkerung von 15—20000 Seelen besitzen. Die volkreichste Stadt Süd-Adamauas ist aber Ngaumdere (1150 m) mit 30000 Einwohnern, und so liesse sich noch eine ganze Reihe anderer Beispiele anführen. Alle diese Städte sind meist mit Wall und Graben umgeben und haben eine beträchtliche Ausdehnung, weil innerhalb der Befestigungen viel Ackerland liegt, das im Falle einer längeren Belagerung die Eingeschlossenen vor Mangel schützen soll.

*) Ausser den Fulbe, den politischen Herren, und den Haussa, den handelspolitischen Herrschern, sind auch Araber und Kanuri in Adamaua eiegewandert.

Die grossen Bevölkerungscentren sind zugleich die Mittelpunkte eines äusserst lebhaften Verkehrs, wie er im Waldlande Kameruns gänzlich unbekannt ist. Alle Lebensbedürfnisse kann man auf den Märkten Adamauas befriedigen. Doch ist unser Hinterland leider noch immer das Hauptausfuhrgebiet für Sklaven, die entweder an die Haussahändler verkauft oder an den Sultan von Sokoto als Tribut gezahlt werden. Banyo (1020 m), Kontsha (420 m) und Gashaka (360 m) sind wichtige Kreuzungspunkte vielbegangener Karawanenwege. Yola (200 m) steht hinter ihnen zwar als Marktplatz zurück, hat sich aber durch eine rege Baumwollen- und Lederindustrie, durch schwunghaft betriebene Gerberei, Töpferei und Indigofärberei vom Haussahandel unabhängiger gemacht als die Nachbarstädte. Ferner ist jene Stadt — und das sichert ihre Überlegenheit — die Hauptniederlage für europäische Waren, die den Benuë heraufkommen, und hat dadurch das weiter stromaufwärts gelegene Garua überflügelt. Dieser bereits dem deutschen Interessengebiete angehörige Elfenbeinplatz ist das eigentliche Handelscentrum Adamauas, da hier die vom Tsadsee zum Kongo führende Karawanenstrasse den Benuë schneidet. In Garua war deshalb ursprünglich der Hulk d. h. das abgetakelte Handelsschiff der englischen Nigerkompagnie verankert, bis der Emir den Handel nach Yola verlegte, den Hulk dorthin zurückziehen liess und Garua durch alle diese Massregeln künstlich unterdrückte. Jedenfalls sind beide Orte dazu bestimmt, in absehbarer Zeit eine bedeutsame Rolle zu spielen, zumal der Sudanhandel durch das Eindringen der Europäer eine tiefgreifende Umgestaltung und einschneidende Veränderungen erfahren hat. Während der Sudan noch vor wenigen Jahren nur durch die Wüste mit Europa in Verbindung stand, wird er seit der Festsetzung der Nigerkompagnie vom Benuë aus so massenhaft mit billigen europäischen Waren überschwemmt, dass der Wüstenverkehr fast vollständig zu Grunde gegangen ist und dass die Karawanenstrassen durch die Sahara zusehends veröden. Um unser Hinterland in handelspolitischer Beziehung nicht ganz von England und Frankreich abhängig werden zu lassen und es vielmehr mit der deutschen Kamerunküste zu verbinden, gilt es vor allem, Verkchrserleichterungen zu schaffen und die Haussahändler zu gewinnen, da gerade sie fleissig und kaufmännisch begabt wie kein anderes Volk sind. Die Fulbefürsten Adamauas, denen sie reichliche Vorschüsse gewährt, sind ihnen tief verschuldet, und wie in Togo, so ist auch hier der Handel fast ausschliesslich in der Hand der Haussa. Dass die letzteren jede günstige Gelegenheit zur Erweiterung ihrer Beziehungen benutzen, geht daraus hervor, dass unmittelbar nach Beseitigung der Handelssperre eine über Yaunde ziehende Haussakarawane an der Küste erschien (1897), was mehrere der dort ansässigen Firmen bewog, Zweigniederlassungen in Yaunde einzurichten. Allerdings sind‘ die Haussa Mohamedaner, aber keineswegs fanatische Anhänger des Propheten, und mit dem Islam haben wir umsomehr zu rechnen, als er die Eingeborenen des ganzen Binnenlandes als religiöse, politische und kulturelle Macht beeinflusst. Von ihrer richtigen Behandlung hängt dermaleinst die Zukunft Kameruns ab, denn Adamaua ist eins der gesegnetsten, wasser-, acker- und weidereichsten Länder Innerafrikas, und seine dichte, kaufkräftige Bevölkerung gewinnt als Abnehmer unserer Gewerbeerzeugnisse eine ganz besondere Bedeutung.

Kurt Hassert.

I. Abschnitt:

Deutschlands Kolonien – Geschichtlicher Überblick

II Abschnitt:

Die Erwerbungs- und Entwicklungsgeschichte deutscher Schutzgebiete

III. Abschnitt:

Landes- und Volkskunde der deutschen Schutzgebiete: Deutsch-Ostafrika

IV. Abschnitt:

Landes- und Volkskunde der deutschen Schutzgebiete: Togo

 V. Abschnitt:

Landes- und Volkskunde der deutschen Schutzgebiete: Kamerun

VI. Abschnitt:

Landes- und Volkskunde der deutschen Schutzgebiete: Deutsch-Südwestafrika

VII. Abschnitt:

Das Schutzgebiet der Neuguinea-Kompagnie

VIII. Abschnitt:

Die Marshall-Inseln

IX. Abschnitt:

Die Kiautschou-Bucht

X. Abschnitt:

Die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Kolonialpolitik und der deutschen Schutzgebiete

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